Entwicklungsumgebung einrichten und erste Codezeilen

Anmerkung

Es gibt viele verschiedene Programmiersprachen, welche alle individuelle Stärken und Schwächen aufwarten können. Wir wollen uns fürs Erste mal für Java entscheiden. Java ist eine recht moderne Programmiersprache, welche mit Plattformunabhängigkeit punkten kann. Die wohl gravierensten Nachteile von Java sind, dass die Sprache zu den verhältnismäßig langsameren gehört; außerdem ist sie für systemnahe Programmierung, also z.B. Treiber, absolut ungeeignet.

Wer programmiert, muss sich für gewöhnlich mit den Kommandozeilenprogrammen der Betriebssysteme auseinandersetzen. Wir wollen uns mehr auf das Coden fokussieren und setzen daher von Anfang an eine Entwicklungsumgebung ein.

Wer programmiert, muss in der Lage sein, selbstständig Informationen zu sammeln. Außerdem sollte derjenige in der Lage sein, eine Suchmaschine zu bedienen.

Aufgabe 1:

Lade eine Entwicklungsumgebung herunter und installiere diese. IntelliJ, Eclipse oder NetBeans sind drei Beispiele für Java-Entwicklungsumgebungen.

Die Beispiele hier werden mit IntelliJ sein, jedoch sind die Unterschiede zwischen den Entwicklungsumgebungen eher minimal.

Neues Projekt erstellen

IntelliJ unterscheidet sich von z.B. Eclipse dadurch, dass es immer nur ein Projekt gleichzeitig geladen hat. Wer ein neues Projekt erstellen möchte, wählt oben den Reiter File und im anschließenden Dropdown-Menü New Project.

Auf der linken Seite Java und oben bei Project SDK IDEA […] java 1.8[…] auswählen.

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Screenshot zur Erstellung eines neuen Projekts bei Java

Nun zwei Mal Next klicken, im anschließenden Fenster einen Namen für das Projekt auswählen, z.B. serloTraining, und anschließend den Prozess mit Finish abschließen.

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Screenshot zur Benennung eines neuen Projekts

Wenn alles geklappt hat, sollte jetzt auf der linken Seite das Projekt zu sehen sein.

Eine neue Datei erstellen

Wenn man auf den Pfeil links neben dem Icon neben serloTraining klickt, lässt sich der Inhalt des Projektes begutachten. Um ein neues Package anzulegen möge der Leser nun einen Rechtsklick auf src (= Source) machen, danach New und anschließend Package auswählen.

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Screenshot zur Erstellung neuer Packages

Packages dienen dazu den Code zu strukturieren, wir nennen unser neues Package mal serlo.

Im neuen Paket erstellen wir eine neue Java Klasse mit dem Namen Testklasse.

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Screenshot zur Ersetllung einer neuen Klasse bei Java

Das Ergebnis sollte in etwa so aussehen:

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Screenshot zu einer angelegten Beispielklasse auf Java

Die Farben kann jeder seinen Wünschen anpassen. Links vom Quellcode sind die Zeilennummern eingeblendet, das ist bei späterer Fehlersuche sehr nützlich.

Auf den genaueren Aufbau von Java Dateien werden wir später etwas genauer eingehen, fürs Erste ist ein lauffähiges Programm das Ziel.

Aufgabe 2:

Ändere den Quellcode, so dass er folgendermaßen aussieht:

```package serlo;

public class Testklasse {

public static void main(String[] args) {

    System.out.println("Hallo Welt");

}

}

An dieser Stelle sei gesagt, dass jede Einrückung einem *Tab*, bzw 4 *Leerzeichen* entspricht.

<p>=,sp. Bild (anklicken)</p>
![Screenshot zr Visulaiserung der Eingae von Leerzeichen in Java](https://assets.serlo.org/legacy/54f5fca4172c0_5b4cd71b753f5a32b73624c4d8e0c4aa6cc4ed04.png)<p>=,sp.</p>

Wie auch die Farben, lassen sich bei den meisten Entwicklungsumgebungen jede Menge Details den eigenen Vorlieben anpassen.

Wir empfehlen ausdrücklich die Codebeispiele abzutippen, um ein besseres Gefühl und etwas Übung zu bekommen.

Das Beispiel oben lässt sich ausführen, in dem man den Code speichert: ***STRG*** + ***S*** und anschließend ausführt, indem man die Datei im Verzeichnis rechtsklickt und *run Testklasse.main()* auswählt. Sobald man dies einmal getan hat, lässt sich die Datei auch mit einem Klick auf den Play-Button ausführen (rot markiert). Dieser Button lässt sich in den meisten Entwicklungsumgebungen finden.

<p>=,sp. Bild (anklicken)</p>
![Screenshot zur Visualisierung des Play Buttons auf Java](https://assets.serlo.org/legacy/54f5ff1f7de1e_76d51c1fc7224595b844161c09fdd25ef4510ab3.png)<p>=,sp.</p>

Nach einigen Sekunden Verzögerung, für die die Entwicklungsumgebung die Schuld trägt, erscheint hoffentlich eine Ausgabe:

<p>=,sp. Bild (anklicken)</p>
![Sceensht zur Visualisierung der Asgabe auf Java](https://assets.serlo.org/legacy/54f600cf8f952_9a0bf1365ca6039d2bd906ae0149050d0d110714.png)<p>=,sp.</p>

Wem diese Ausgabe nicht erscheint, der ist entweder faul und hat bis hier hin nur gelesen, oder er hat einen Fehler, einen sogenannten Bug in seinem Code. Er könnte z.B. das Semikolon nach *System.out.println("Hallo Welt");* vergessen haben.

Wie sich der Leser nun denken kann, ist die *System.out.println();*-Methode für Konsolenausgaben zuständig. Diese primitiven Ausgaben sind übrigens auch die einfachste Möglichkeit ein Feedback vom Programm zu erhalten.

Auf die Struktur der Textdatei werden wir später genauer eingehen, fürs Erste reicht es zu wissen, dass alle Anweisungen, die in der *main()*-Methode stehen, der Reihe nach ausgeführt werden.

**Jede Anweisung muss mit einem Semikolon/Strichpunkt (;) abgeschlossen werden.**

Eine Entwicklungsumgebung macht den Benutzer glücklicherweise auf derart simple Fehler aufmerksam.

Es wird die Mathematiker unter euch sicherlich erfreuen zu hören, dass man auch einfache Rechnungen in den Quellcode schreiben kann.


####Aufgabe 3:

Ändere den Methodenaufruf der *println*-Methode zu:

package serlo;

public class Testklasse {

public static void main(String[] args) {

    System.out.println(-13 + 55);

}

} ```

Die Ausgabe, die das Programm erzeugt, sollte nun 42 sein. wer -13 + 55 als Ausgabe erhält, hat die Rechnung in Anführungszeichen gesetzt.


Auf der nächsten Seite Variablen verwenden geht es um die Speicherung einfacher Datentypen.

Kommentieren Kommentare

Zu course-page Entwicklungsumgebung einrichten und erste Codezeilen: Generelle Erklärung mit Eclipse und nicht Intellij
David 2016-01-15 10:42:35
Hallo zusammen,
ich bin ein großer Fan von Intellij und nutze es sowohl beruflich als auch privat.
Ich denke aber, dass es nicht unbedingt ideal ist, sich in den Erklärung für Anfänger auf Intellij zu beziehen. Auch wenn man als Student in der Regel kostenlos an Intellij kommt, gibt es sicher viele Anfänger, die diese Möglichkeit nicht haben.
Hier würde also in meinen Augen eine Erklärung mit Eclipse (gerne auch mit Verweis auf Intellij) Sinn machen (unterschiede sind nicht sehr groß aber grad Anfänger könnte so etwas abschrecken).
Knorrke 2016-01-16 13:07:41
Hallo David,

vielen Dank für dein Feedback! Das ist ein guter Punkt, den du ansprichst. Ich denke man kann gut zu Eclipse umsteigen, ist jedoch zeitaufwändig die Bilder anzupassen. Hast du vielleicht Lust da zu helfen? Würde mich freuen, da ich zur Zeit ziemlich beschäftigt bin.

Viele Grüße,
Benni
horotab 2016-01-17 14:49:41
Es gibt doch die kostenlose Community Edition? Oder hab ich das falsch in Erinnerung? https://www.jetbrains.com/idea/buy/#section=discounts Hier... das heißt, man muss erst Zahlen, wenn man ein kommerzielles Programm damit schreibt, aber für Open-Source und fürs Coden ist es umsonst.
horotab 2016-01-17 14:56:07
Edit: http://stackoverflow.com/questions/1583995/am-i-missing-something-about-the-intellij-announcement/1584020#1584020 Offenbar kann man die Community Version auch kommerziell kostenlos nutzen, sie hat halt nicht den Umfang der Ultimate Edition. Das was ich oben geschrieben hab, gilt nur für die Ultimate Edition.
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