Bei der sympatrischen Artbildung handelt es sich um die Entstehung einer neuen Art durch Abtrennung oder Neubildung in einem Gebiet.

Definition

Bei der sympatrischen Artbildung kommt es zu einer genetischen Isolation innerhalb eines Gebietes. Dieser Vorgang kann beispielweise durch eine (sexuelle) Selektion, Mutation oder Polyplodisierung hervorgerufen werden.

Polyplodisierung

Eine Variante, wie diese Artbildung hervorgerufen werden kann, ist durch Polyplodisierung. Dabei handelt es sich um eine Vervielfachung des Chromosomensatzes. Normal bildet sich aus einem diploiden Chromosomensatz durch die Meiose ein haploider Satz. Durch eine reproduktive Isolation wird der Austausch mit anderen Arten verhindert. Dies bewirkt, dass nur untereinander Nachkommen erzeugt werden können. Häufige Beispiele sind: Dahlien, Rosen oder Getreide.

Varianten der Polyplodisierung

Allopolyploidisierung:

Dieser Vorgang tritt ein, sobald sich zwei verschiedene Arten kreuzen, die normalerweise unfruchtbare Nachkommen erzeugen. Es kommt zur "zufälligen" Verdopplung des Chromosomensatzes der Nachkommen, wodurch diese wieder fruchtbar sind. Dadurch können sich die Nachkommen in einer neuen Art von der vorherigen isoliert.

Autopolyploidisierung:

Die Chromosomen einer Pflanze werden verdoppelt. Dies geschieht jedoch nicht durch Kreuzung sondern beispielsweise durch Fehler während der Meiose.

Prozess der sympatrischen Artbildung

1) Zwei verschiedene Arten (bsp. Blumenarten) coexistieren.

2) Es kommt zur Fortpflanzen der Arten, wobei es zu Hybriden kommt, die steril sind.

3) Durch eine Formen der Polyploidisierung kann es doch passieren, dass Hybriden sich fortpflanzen können. Nun bildet die Gruppe der ursprünglichen Hybride eine neue Art.

Ein Beispiel der sympatrischen Artbildung, die sich durch Mutation ereignet, ist der Kleefalter. Hier gibt es zwei verschiedene Arten: Zumal gibt es den gelben Kleefalter, der eher zu den Nachmittagsstunden aktiv ist. Der weiße Kleefalter ist zu den Morgen- und Abendstunden aktiver. Durch dieses Phänomen zeigt sich, dass der weiße Kleefalter an kältere Temperaturen angepasst ist und somit auch kühlere Gebiete (bsp. Bergregionen) bewohnen kann.

Abb. 1: Weißer Kleefalter

Abb. 2: Gelber Kleefalter

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