A day in our life - Summer Academy 2017 Monika_Wirthl - 21. September 2017


8:00 Uhr

Der Raum ist leer. Nach und nach kommen die ersten Academy-TeilnehmerInnen an. Alle sind noch ein wenig müde, aber hoch motiviert. Das Academy-Team besteht dieses Jahr aus einer bunten Mischung. Mit dabei sind die Lehramt-Mathematik-Studierenden Lea, Melissa, Michi und Nico und die Mathematikstudentin Moni. Außerdem sind die Schülerin Gioia für 2 Wochen und der Lehrer Martin für eine Woche dabei.

9:00 Uhr

Mittlerweile ist die Gruppe komplett. Mit am Start sind auch die Academy-Organisations-Queen Kathi und die Matheredaktionsprofis Mellie und Nish. Jeder Tag beginnt mit der Morgenrunde, in der besprochen wird, was alles geplant ist. Hier kann auch der Tagesplan nach den Wünschen der TeilnehmerInnen angepasst werden.

Morgenrunde

9:15 Uhr

Danach kommt der Energizer, damit wir fit und motiviert in die Arbeit starten. Ein Energizer ist ein kleines Spiel bei dem alle in Bewegung kommen. Dabei werden alle wahlweise zu Pinguinen, Eisbären, Omas oder Löwen.

9:30 Uhr

Wir beginnen mit unserer redaktionellen Arbeit. Am Anfang der Summer Academy haben uns die erfahrenen Serloianer Nish, Benni, Peter, Jonas und Tobi erklärt, wie wir Inhalte auf Serlo erstellen können und an welchen Richtlinien wir uns dabei orientieren sollen. Damit wir Mathematik anschaulich darstellen können, bekamen wir auch eine Einführung in die Grafikprogramme Gimp und Inkspace, sowie in Geogebra. Um gleich erste Erfahrungen zu sammeln, durften wir selbstständig Aufgaben und Lösungen zu BMT- und Abitur- Aufgaben erstellen.

Nachdem wir nun alle Profis im Umgang mit dem Editor waren, wählten wir unser Hauptthema – ein Thema welches wir dann ausführlich mit Kursen und Aufgaben für SchülerInnen erklären wollen. Unsere Wahl fiel dabei auf „Wurzelzeugs“ (O-Ton Michi).

Nach einer kurzen Planung zu den wichtigsten Punkten fingen wir an, unseren ersten Kurs „Quadratwurzeln” zu erstellen. In Zweierteams arbeiteten wir dann an den Inhalten des Kurses. Am Anfang mussten wir uns noch an die Kursarbeit gewöhnen. Innerhalb der nächsten vier Wochen wuchsen wir jedoch als Team zusammen, sodass wir immer motivierter am Kurs "schufteten". Wir wollten den Kurs jeden Tag noch besser und anschaulicher machen. Dadurch wurde unser Kurs immer länger, sodass wir beschlossen diesen in mehrere Kurse aufzuteilen. So hatten wir die Möglichkeit, auch schwierigere Unterthemen Schritt für Schritt zu erklären. Schlussendlich entstanden die vier Kurse „Wurzeln“, „Berechnung von Wurzeln“, „Rechnen mit Wurzeln“ und „reelle Zahlen“. Somit können sich SchülerInnen - dank uns - ausführlich mit Wurzeln beschäftigen und das Thema leichter verstehen. Von nun an können wir SchülerInnen beruhigt auf Wurzeln loslassen. (Oder andersrum.)

Nico Benni

Während wir „Mathematiker“ uns mit Wurzeln beschäftigten, erstellte Martin, der Lehrer in unserem Team, einen Kurs zur Bundestagswahl in Deutschland. Dabei freute er sich besonders darüber, den Kurs gleich am Anfang des neuen Schuljahres mit seinen SchülerInnen machen zu können, zumal wir kurz vor den Wahlen stehen.

Gioia unterstützte währenddessen sowohl die Musik- als auch die Biologieredaktion und schrieb dabei Artikel zur Alexander Technik und Translation von DNA. Außerdem konnten wir sie beim Erstellen des Wurzelkurses fragen, welche Erklärung für sie am verständlichsten ist und welche mathematischen Begriffe sie kennt. Dies half uns oft weiter, da wir so direkt fragen konnten, wenn wir uns bei Formulierungen nicht sicher waren, ob diese für SchülerInnen verständlich sind. Da während der Academy-Zeit auch alle anderen Teams von Serlo anwesend waren, konnten wir bei Technikproblemen einfach mit einem kurzen „Teeechnik!“-Hilferuf das Technikteam fragen.

12:00 Uhr - Mittagessen

Mittags gingen wir entweder gemeinsam in die Mensa oder holten uns was zum Essen und saßen alle gemeinsam um einen großen Tisch. Dabei diskutierten wir nicht nur über Serlo-Themen, sondern auch gerne mal über Politik oder lustige Erlebnisse.

12:45 Uhr

Nach dem Mittagessen ging es jeden Tag weiter mit dem Stand-up. Dabei stehen alle in einem Kreis und jeder aus dem Serlo-Team erklärt, woran er/sie gerade arbeitet. Außerdem wird diese Möglichkeit gerne genutzt, um jemanden aus dem Team für seine Arbeit zu loben oder Verbesserungswünsche zu äußern.

Standup

13:00 Uhr

Im Anschluss an redaktionelle Arbeit haben wir viele Feedbackrunden gemacht. Dabei sind nicht nur Academy-TeilnehmerInnen und unsere „SerloianerInnen für alles“ Kathi, Mellie, Nish & Co. am Start, sondern oft auch andere Mitglieder der Matheredaktion und des Serlo-Teams. Bei den Feedbackrunden werden die zuvor erstellten Inhalte von allen durchgelesen und anschließend bezüglich Verbesserungen diskutiert. Manchmal werden nur kleine Rechtschreibfehler ausgebessert. Hin und wieder werden aber auch ganze Artikel umformuliert und geändert. Dabei wird oft so lange diskutiert, bis alle zufrieden sind und keiner weitere Anmerkungen machen will. Oft wollten wir schon mit der nächsten Seite weitermachen, aber dann kam Michis gefürchtetes „Können wir nochmal zurückgehen“, wenn er mal wieder noch nicht mit der Erklärung zufrieden war. An anderen Tagen verbrachten wir jedoch die meiste Zeit während der Feedbackrunde damit, herauszufinden, wo wir am besten das Bild eines traurigen Hundes in unserem Kurs platzieren können und wie wir ihn am besten mit dem Satz: „Mach den Hund nicht traurig! Radikand immer größer gleich null“ verbinden. Durch die Feedbackrunden haben wir nicht nur gelernt, was wir an unseren Artikeln verbessern, sondern auch, wie wir am besten konstruktives Feedback geben können.

Agnes

Als Abwechslung zur Redaktionsarbeit konnten wir in verschiedenen Vorträgen nicht nur für die Arbeit bei Serlo, sondern auch nützliche Tools für unser Studium lernen. Neben der Vorstellung der Aufgabenbereiche des Organisations-Teams von Simon und der Vorstellung der einzelnen Serlo-Bereiche bekamen wir einen Einblick in „Richtiges Formulieren“ von Agnes, die extra für Serlo aus Wien angereist ist. Darüber hinaus lernten wir mehr über „Recherche im Internet“, „Medienkompetenz“ und „Zeitmanagement“. Dieses Wissen wird vor allem beim Studium helfen.

15:00 Uhr Frisbee-Pause

Jeden Nachmittag war Frisbee angesagt. Eine Runde „Ultimate Frisbee“ bietet einen beliebten Ausgleich zum Sitzen am Schreibtisch. Die Wiese zwischen dem Mathegebäude der LMU und Pinakothek der Moderne war der perfekte Ort dafür. Bis zum Ende der Akademie konnten sogar die unerfahrensten Frisbeespieler richtig mit dem Frisbee umgehen. Jedoch wurden selbst die erfahrensten SerloianerInnen von kleinen Windböen überrascht. Unsere arme Kathi musste wegen eines bösen Bienenstichs aussetzen. (Gemeint ist hier leider nicht der Kuchen)

Wenn aufgrund des Wetters Frisbeespielen ausfallen musste, hatten wir aber auch kreative Alternativen in petto. So klickten wir uns durch Wikipedia, tanzten zusammen oder machten Yoga und hatten so - trotz Regen - unseren Spaß.

Frisbee

15:30 Uhr

Neben redaktioneller Arbeit konnten wir uns in verschiedenen AGs engagieren. Dabei war die Lernvideo AG von Kulla sehr beliebt. Dank ihm können wir jetzt mithilfe unseres Laptops und eines Grafiktabletts ganz einfach ein Lernvideo erstellen, indem wir z. B. die Herangehensweise an eine Matheaufgabe erklären können.

Darüber hinaus wurde auch die UX-Design AG von Julia und die Movement Building AG von Ronnit angeboten. In der UX-Design AG beschäftigten sich Nico und Michi mit dem Lernverhalten von SchülerInnen. Dafür haben sie Interviews mit SchülerInnen verschiedenen Alters und von verschiedenen Schulen geführt, um so einen Eindruck von deren Lernweise zu bekommen. Das Ziel ist, Serlo auf Basis der generierten Daten anpassen zu können.

Die Movement Building AG beschäftigte sich dagegen mit der Frage „Wie bekommt Serlo mehr Aufmerksamkeit?“. Für die AG konnten sich neben Melissa und Moni, auch die Praktikantinnen Marie, Kathi, Agnes und Rebekka begeistern. Am Anfang dieser AG haben wir Menschen auf der Straße zum Thema Bildung befragt, um so einen Eindruck zu gewinnen, welche Themen rund um das Thema Bildung Emotionen hervorrufen und welche Punkte dem Einzelnen dabei wichtig sind. Das Ziel in den folgenden Wochen war es, eine Idee zu entwickeln, mit der die Sichtbarkeit von Serlo erhöht wird und gleichzeitig die Werte von Serlo dargestellt werden.

Neben den AGs hatten wir die Chance einen Einblick hinter die Kulissen der Serlo-Lab-School zu bekommen. Dabei können SchülerInnen mithilfe von Serlo selbstständig Mathe lernen und bei Fragen zu Serlo oder zum Mathestoff einen der Lernbegleiter fragen.

Spieleabend

Abend

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen. Mit dieser Motivation organisierte Nico, das Organisationstalent mehrere Spieleabende für uns und alle SerloianerInnen. Wir verbrachten einmal wöchentlich einen Abend mit Pizza und einer großen Runde voller Werwölfe, bei der auch mal Anklagen mit „Er hat einen Bart“ oder „ich hab keinen Luftzug aus der Richtung gespürt“ begründet wurden. Danach verteilten sich alle auf kleinere Spielrunden mit Wizard, Twister und co. Wenn mal kein Spieleabend angesagt war, gab es einen Kochabend und Essen in gemütlicher Runde, bei der unser genialer Klaus den Kochlöffel schwang und seine köstliche „Vision“ auf die Teller zauberte. Außerdem veranstalteten wir ein Waffelfrühstück bei dem sich Kathi als gigantische Waffelbäckerin offenbarte und sogar dem immer mürrischen Michi den Montag versüßte. So verbrachten wir auch unsere Freizeit nach der Arbeit oft miteinander und hatten jede Menge Spaß miteinander.

Die Summer Academy 2017 war eine wundervolle, kuchen- und keksreiche Zeit. Dabei haben wir nicht nur viel über die Arbeit bei Serlo gelernt, sondern auch über Team-Work und die Wichtigkeit von Kommunikation innerhalb eines Teams. Während der Academy Zeit sind wir nicht nur als Team zusammengewachsen, sondern wurden auch zu einem Teil von Serlo. Ein herzlicher Dank geht dabei an das ganze Team von Serlo, dass sie uns so herzlich aufgenommen haben, und im Besonderen an Kathi, Mellie, Nish und Benni, die uns bei Fragen immer weitergeholfen haben.

Alle

Logbuch der MS Spring Academy 2017 ToniSpring - 7. April 2017


Gruppenfoto

Logbuch Eintrag Woche 1

13. März-17. März 2017

Wetter: Sonnig, Wind: 5 Frisbeelängen Richtung Mensa
Geschwindigkeit: 3 Kubikknoten
Kuchentyp: Donauwelle
Zugänge: die talentierte Toni, der Mathe-Nichtfreak Michi, das Multitalent Mellie und die ehrgeizige Ekin

Wir befinden uns auf der M(athe) S(erlo) Spring Academy 2017. Die Crew findet sich erstmals zur Jungfernfahrt in der Kajüte ein. „Was erwartest du eigentlich von den kommenden 4 Wochen auf Serlo-See?
Wir versuchen ein Gefühl füreinander zu bekommen, indem wir uns stumm wie Fische nach unserer Schuhgröße und unserem Alter sortieren. Naiv und noch ganz grün hinter den Ohren wagen wir uns in das erste Abenteuer vor: Das Volumen-Geometrie-Meer mit seinen gefährlichen Einheitenklippen und viereckigen Stromschnellen. Anfangs unterschätzen wir die hohe (tiefe und breite) See, doch mit den richtigen Manövern ist es uns möglich ein erstes viereckiges Haus mit Partyhüten in Kegelform auf der Substitutionsinsel zu bauen. Unsere Reise geht vom Apfelbaum bis zu einer Palme.
Zuerst vermuten wir, dass unsere Crew einen mutigen Kapitän hat, doch es stellt sich schnell heraus, dass wir Matrosen alle an einem Strang ziehen und wir selbst unseren Kurs setzen.

Bereits an Bord und somit besonders wichtig für das Gleichgewicht sind die alten Matrosen: Der belastungsfähige, begeisternde und bemerkenswerte Benni (aka Knorrke) und der technikaffine und tatkräftige Tobi, die wegen der Seekrankheit des professionellen Peters eingesprungen sind.
Doch auch andere erfahrene Segler gehen mit uns an Bord: Der singende Sebastian, der kapuzenpullitragende Kulla, die resolute Renate, der brilliante Benni von Hinkebein, der nie-stille Nish, der javascriptende Jonas, die malende Mona, die grüne Greta, die rastlose Ronnit, die sonnige Sandra und noch einige mehr.

Zum Teambuilding weht auf der MS Spring Academy 2017 ein ganz besonderer Wind: Energizer (kurze lustige Spiele), Stand Ups (Lageberichte) und Frisbee (zum Möwen verscheuchen) sind an Deck an der Tagesordnung. Zur Einführung waren außerdem viele interessante Einweisungen der erfahreneren Crewmitglieder nötig.

erstes Gruppenfoto mit Kuchen

Logbuch Eintrag Woche 2

20. März-25. März

Wetter: Sonnig, Wind: stark genug, um Engelchen durch den Hof zu wehen
Kuchentyp: leider kein Mehl in der Kombüse
Zugänge: der Prinzenrollen-essende Philipp
Abgänge: die sonnige Sandra

Die Crew wird in Arbeitsbereiche eingeteilt, damit jeder sein volles Potential entfalten kann: Einige programmieren den Bordcomputer neu während andere versuchen unsere Ware auf Land besser zu verkaufen. Ein Werbevideo wird produziert.
Dabei entsteht eine kleine Meuterei von uns Neuzugängen: Wir haben weniger Lust auf unsere tägliche Arbeit und wollen am liebsten nur noch unser Schiff verbessern. Mit viel Humor und Kompromissbereitschaft findet die gesamte Crew wieder zum friedlichen Alltag zurück.
Zusätzlich legen wir einen neuen Kurs in Richtung Gleichungssystem-Bucht an, um das legendäre Wettrennen zwischen Hase und Schildkröte anzufeuern.
Gleichzeitig müssen wir aber auch ein langsam aufziehendes Erkältungsgewitter bekämpfen. Als zukünftige präventive Maßnahme gegen diese Art von Gewittern richten wir dazu in der Kombüse eine Tee-Ecke ein.

Frisbee

Abends entspannt sich die Crew nach der erfolgreichen Woche mit bestellter Pizza (geliefert via Flaschenpost) und Werwolf-spielen. Auch ein Neuzugang stößt auf die MS Spring Academy 2017:
Prinzenrollen-essende Philipp. Er begeistert das Team vor allem durch seine Informatik-Kenntnisse und Frisbee-Fähigkeiten und lässt den Abschied von der sonnigen Sandra leichter ertragen.

Logbuch Eintrag Woche 3

27. März-31. März

Wetter: viel zu schön zum Arbeiten, Wind: linear gleichbleibend
Kuchentyp: Kinderschokolade Muffins, Zitronen- und Apfelkuchen (endlich sind die Mägen wieder voll!)
Zugänge: der jettende Jonas II
Abgänge: die malende Mona

Die Seekrankheit bringt das Schiff allmählich ins Wanken. Erste Crewmitglieder ziehen sich in ihre Kojen zurück. Doch die MS Spring Academy 2017 fährt weiterhin mit maximaler Knotenzahl, denn auch ausgefallene Serlorianer lassen sich die Arbeit nicht verbieten!

Wir verlassen die Gleichungssystem-Bucht und setzen zunächst Kurs auf unser letztes Abenteuer: Abituraufgaben.

Das strahlende Wetter veranlasst die Crew dazu, sogar einmal früher Schluss zu machen und lecker zu grillen und unsere Frisbee-Runden auf die Trauminsel zu verlegen. Der jettende Jonas II überzeugt vor allem durch sein Talent für abendliche Brettspiele und ist schnell ein fester Bestandteil des Schiffsteams. Die Arbeit darf natürlich trotzdem nicht zu kurz kommen: Immer begleitet von unserer Serlo-Spring-Academy-Playlist, die vor allem den mysteriösen Musikgeschmack vom talentierten Tobi zeigt, arbeiten wir summend an vielen Themen, die für das Schiff und die Landbewohner wichtig sind.

Grillen Bild

Die malende Mona hat gerade die letzten künstlerischen Arbeiten an Deck fertiggestellt und segelt auch davon, um ein wenig sonnige Zeit zu genießen.

Logbuch Eintrag Woche 4

3. April-7. April

Wetter: so unschön wie der Abschied, Wind: ein neuer Wind weht an Deck
Kuchentyp: Nussecken, Schokomuffins, Mona-Kuchen
Zugänge: die sportlichen, stimmungsvollen Schülerpraktikanten, die krisenfeste Kathi
Abgänge: der jettende Jonas II, der brilliante Benni von Hinkebein

Gruppenfoto mit allen an Bord

So langsam wird allen klar, dass die Reise bald vorbei ist. Doch 6 wunderbare Neuankömmlige lassen den Abschied erst nochmal in weite Ferne rücken. Das Deck blüht nochmal voll Leben auf und das Frisbee-Spiel wird gefährlicher und noch größer. Ein zweites Deck wird eröffnet.

Wir erreichen unsere Ziele: das Werbevideo geht online und lockt viele neue Kunden, der Bordcomputer wird um neue Funktionen erweitert und der Kurs „Abitur“ ist fertig und kann verschifft werden.

Langsam wird es eng an Deck und obwohl wir uns alle sehr lieb gewonnen haben, wird klar, dass uns Teammitglieder verlassen müssen, um im kommenden Semester nicht unterzugehen. Der Abschied fällt allen sehr schwer.
Am Horizont erkennt man den letzten Spieleabend in der Ferne und der Vogel, der über unserer MS Spring Academy 2017 kreist, zeigt an, dass Land in Sicht ist.

Der sagenumwobene Simon, ein erfahrener Matrose, der bereits vor 9 Jahren in See gestochen ist, erzählt in schillernden Farben und überzeugenden Worten von der langen Reise des Yolo-Birds auf dem Weg zur Beseitigung der Bildungsungerechtigkeit.

Simon aka Ninja

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Serlo an Bord

Wir sind erfolgreich über das Serlo-Meer gesegelt und freuen uns auf das (hoffentlich) baldige nächste Abenteuer.

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Die Matrosen:
die talentierte Toni, der Mathe-Nichtfreak Michi, das Multitalent Mellie und die ehrgeizige Ekin

Schulpraktikum bei Serlo - Eine Erfahrung fürs Leben ToniSpring - 7. April 2017


Bild

Unsere Praktikumswoche neigt sich dem Ende zu. Die Zeit bei Serlo hat uns allen sehr gefallen und an unserem letzten Tag wollten wir noch einen Eintrag für den Blog schreiben.
Besonders gefallen hat uns die lockere Arbeitsatmosphäre die von den Energizern und der Frisbee Pause geprägt wurden.
Zu unserem Wohlbefinden trug auch das nette Team von Serlo bei, das uns am ersten Tag offen empfangen hat und bei Fragen immer hilfsbereit war. Zunächst wurde uns die Idee sowie die Website und der Editor von Serlo nähergebracht. Uns stand zum größten Teil frei was wir machen durften. Zu unseren Aufgabengebieten gehörten Mathematik, Informatik, Nachhaltigkeit und Politik. In Hinsicht auf Mathematik haben wir zweiAufgaben zum Thema Umrechnen von Längeneinheiten erstellt. Im Informatikbereich wurden von uns ein Artikel über HTML und zwei Aufgaben zu den Bereichen Objektdiagrammen und Klassen und Objekten erstellt. Um die Nachhaltigkeitsseite von Serlo zu erweitern trugen wir mit einer Liste mit Tipps zur Nachhaltigkeit im Alltag und dem Script für ein Lernvideo zum Thema Virtuelles Wasser diesem bei. In einem Gespräch über Politik schilderten wir unser Interessen zu diesem Thema.
Abschließend sei noch zu sagen, dass das Praktikum für alle Schülerpraktikanten interessant und lehrreich war.

Serlo goes international! Vasiliki - 29. November 2016


Das Serlo Global Team ist dafür verantwortlich, die Vision von freier Bildung auch außerhalb von Deutschland zu verwirklichen. Das bedeutet, Lernen in verschiedenen Sprachen für verschiedene Länder und Kulturen dieser Welt möglich zu machen. Das bedeutet auch internationale Projekte zu starten und Teil der globalen Open Educational Resource Szene zu werden. Wir bringen Menschen zusammen, die sich überall auf der Welt für freie Bildung einsetzen möchten und in ihrer Region, ihrem Land oder ihrer Sprache etwas verändern wollen.

Zu unseren Aufgaben gehört es, diese Menschen anzuleiten; sie zu unterstützen und Hilfestellung zu bieten, die Kommunikation übers Ländergrenzen hinweg aufrecht zu erhalten und Qualitätsstandards weiterzugeben, damit das Konzept von Serlo auch international erfolgreich sein kann. Genau so international ist auch unser Team, das in Edinburgh, Cambridge, München und Münster verstreut ist.

Bisher wurden die elementaren Bausteine der Seite ins Englische und Polnische übersetzt. Weitere Übersetzungen entstehen in Spanisch, Türkisch und Japanisch. Zudem gibt es Pläne für Serlo Italia.Für das englische Serlo sollen in zwei sehr interessanten Fächern, nämlich Sex Education (Sexualkunde) und Musik die ersten Inhalte entstehen. Momentan sind wir auch dabei, Alphabetisierung über die App Serlo ABC für die englische Sprache zu ermöglichen und konstruieren dafür zunächst einen Prototyp.

Serlo in Cambridge

Letzte Woche besuchten wir OpenCon in Cambridge. OpenCon ist ein globales Netzwerk zu den Themen Open Access, Open Education und Open Data. In diesem Rahmen wird einmal im Jahr eine große Konferenz veranstaltet, es gibt aber auch viele, kleinere Satellite Events, wovon eines in Cambridge stattgefunden hat. Das Thema in Cambridge war "Building Impact Through Openness” und es gab einige spannende Vorträge und Diskussionen darüber, wie durch die offene Lizenzierung von Wissen und Bildung verschiedene soziale Wirkungen erzielt werden können, aber auch wo die Grenzen liegen und in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht. Für Serlo war insbesondere spannend die Diskussion zur These: “Nur weil etwas frei verfügbar ist, ist es noch lange nicht offen - es muss auch verständlich sein.”

Obwohl der Fokus der Convention vor allem auf Wissenschaft und Open Access lag - weniger auf Schulbildung, die wir mit Serlo offen machen wollen - konnten wir eine Menge interessante Eindrücke und Informationen mitnehmen und haben viele inspirierende, engagierte und nette Menschen kennen gelernt. Vielleicht sollte Serlo die nächste OpenCon nach München bringen? ;)

Warum jeder Lehramtsstudent ein Praktikum bei Serlo machen sollte Michi - 8. November 2016


Seit zwei Semestern studiere ich die Fächer Mathematik und Physik auf Lehramt an der LMU in München. Im Rahmen meines Praktikums verbrachte ich die letzten vier Wochen bei Serlo Education. Die gemeinnützige Organisation entwickelt die kostenlose Lernplattform serlo.org, mit der jeden Monat über 500.000 Schüler eigenständig lernen. Geprägt von der lehrreichen Zeit, möchte ich mit diesem Beitrag zeigen, wieso man als angehender Lehrer Serlo kennen sollte.

Serlo Spring Academy Ein paar der Teilnehmer der Serlo Summer Academy. (Ich im weißen Tshirt)

Teamarbeit

Lehrer sind oft Einzelkämpfer und unter Kollegen herrscht eine gediegene Ellenbogenmentalität. Das ist ein Gefühl, das ich aus Schulpraktika in der Vergangenheit mitnehmen konnte. “Die Kooperation beschränkt sich meist auf den Austausch von Materialien”, bestätigt auch diese Studie. Doch das reicht mir persönlich nicht. Denn wie soll ich Kindern und Jugendlichen ein gemeinschaftliches Miteinander lehren, wenn ich selbst anderes lernte?

Serlo zeigte mir, dass es auch anders geht: Ein typischer Praktikumstag begann gemeinsam. Es wurden Tagesziele definiert und anschließend in kleinen Teams abgearbeitet. Zwischendurch gab es kleine Feedbackrunden und die Fortschritte wurden der Gruppe präsentiert. Es ist ein tolles Gefühl, sich nicht nur gegenseitig zu unterstützen, sondern an einem gemeinsamen Ergebnis zu arbeiten - noch dazu, wenn das bedeutet, dass viele tausend Schüler besser lernen können. Das Team hat mich herzlich aufgenommen und mich von Anfang an als vollwertiges Mitglied aufgenommen. Meine Meinung zählte und wurde wertgeschätzt. Zu den täglichen Ritualen gehören auch eine Sporteinheit am Nachmittag und das gemeinsame Mittagessen, bei dem man auch mal die Möglichkeit hatte, über Politik und Aktuelles zu diskutieren.

Arbeitsgruppe Eine Arbeitsgruppe während der Academy

So oder so ähnlich möchte ich auch mit meinen künftigen Kollegen in der Schule zusammenarbeiten. Kooperations- und Teamfähigkeit junger Erwachsener muss trainiert werden und vielleicht wäre Serlo eine Inspirationsquelle für das eine oder andere Seminar an der Uni; der Ort an dem angehende Lehrer, die Kompetenzen für ihren späteren Beruf erlernen. So zu arbeiten, war eine neue Erfahrung für mich und ich werde sicher die ein oder andere Methode in meiner späteren Lehrtätigkeit verwenden können.

Didaktik

Während des Studiums besuchte ich unter anderem Vorlesungen und Übungen zum Themenkomplex “Wissenschaft vom Lehren und Lernen”. Dabei lernt man, dass es viele theoretische Konzepte der Didaktik gibt, die man bei der Unterrichtsplanung beachten sollte. Wie man diese Konzepte konkret im Unterricht umsetzt, wird kaum oder nur knapp erläutert, ist später aber enorm wichtig.

Bei Serlo bestand meine Hauptaufgabe aus der Planung und Erstellung von Unterrichtsmaterialien. Artikel und Kurse auf der Lernplattform haben prinzipiell denselben Aufbau wie eine Unterrichtsstunde. So musste ich mir als Serlo-Autor täglich Fragen stellen, die ich mir später auch als Lehrer stellen muss: Was werden Schüler an der Formulierung nicht verstehen? Wie kann ich Inhalte praxisbezogen darstellen? Wie kann ich Inhalte geschickt visualisieren? Auch übte ich, was es bedeutet, Aufgaben in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu erstellen.

Serlo Lab School Ein Schüler in der Serlo Lab School

Auf all die erstellten Inhalte erhält man anschließend Feedback: einmal über die Kommentar-Funktion von Schülern, die auf Verständnisprobleme hinweisen, aber auch von anderen Lehrern aus der Autoren-Community. Genau diese Art der Feedback-Kultur würde mich in meinem Studium weiterbringen. Denn das Referendariat ist insbesondere dafür da, Feedback auf erstellte Lernunterlagen zu bekommen - allerdings unter Notendruck.

Digitalisierung

Heutzutage ist der Einsatz von digitalen Medien selbstverständlich und die technische Ausstattung ist meist auf dem neuesten Stand - egal, ob im schulischen oder im universitären Kontext. Stellt sich nur noch die Frage, wie man die Technik auch sinnvoll einsetzten soll. Welche Programme sind benutzerfreundlich? Welche Inhalte sind für Unterrichtsvorbereitung und Materialerstellung frei verfügbar? Die Universität macht hierzu kaum Vorschläge.

Auch in dieser Hinsicht war das Praktikum bei Serlo hilfreich. Beispielsweise lernte ich das Programm Geogebra kennen, mit dem ich dynamische Mathematik-Darstellungen erstellen kann, weshalb ich es auch in meinem späteren Unterricht verwenden möchte. Serlo ist eine Lernplattform, die mit interaktiven Übungen, Lernvideos und vernetzten Themenaufbereitungen große Vorteile gegenüber dem klassischen Schulbuch bietet - und genau das habe ich deutlich gesehen. In Summe habe ich durch das Praktikum ein Gefühl bekommen, wie der Einsatz digitaler Medien im Unterricht konkret funktionieren kann.

Frisbee Pause Am Nachmittag haben wir fast jeden Tag Frisbee gespielt.

Resümee

Am Ende meines Praktikums blicke ich voller Stolz auf die letzten vier Wochen zurück: Ich konnte aktiv einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit leisten und zwar mit Hilfe eines fantastischen Teams, das mich immer unterstützt hat. Zudem habe ich viel gelernt und sehe, dass ich einen großen Schritt in meiner Entwicklung als Lehrerpersönlichkeit gemacht habe. Das gibt mir im Hinblick auf meine künftige Lehrertätigkeit mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Deshalb würde ich jedem Lehramtsstudenten empfehlen, ein Praktikum bei Serlo zu machen.