Serlo-Wirkungsbericht 2013 roehren - 31. Juli 2014


Der Serlo Jahresbericht 2013 ist fertig und steht hier zum Download bereit. In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal den "Social Reporting Standard" angewendet und wirkungsorientiert über unsere Arbeit berichtet.

Aber was heißt denn eigentlich "Wirkung" in diesem Zusammenhang?

Als gemeinnützige Organisation versuchen wir durch unsere Arbeit bestimmte bestimmte Ziele zu erreichen. Denn im besten Fall möchten wir mit dem, was wir tun und wofür wir und alle Team- und Vereinsmitglieder sowie Unterstützer*innen uns einsetzen, langfristig etwas bewirken und eine bestimmte Vision erfüllen.

Serlo-Wirkungungsbericht 2013

Wirkungen können dabei als Veränderungen bezeichnet werden, die wir mit unserer Arbeit bei unserer Zielgruppe, deren Lebensumfeld und der Gesellschaft erreichen. Unterschieden wird zwischen

  • Gesellschaftlicher Wirkung (Impact): Veränderung auf gesellschaftlicher Ebene, die nicht als einzelner Akteur zu schaffen ist, sondern nur mit vielen anderen Akteuren, Aktivitäten und anderen Organisationen zusammen, die sich ein ähnliches Ziel gesteckt haben.

  • Wirkung auf Ebene der Zielgruppe (Outcome): Veränderungen auf Ebene der Zielgruppe, was verändert sich also konkret bei der Zielgruppe, wie beeinflusst und ändert sich deren konkrete Situation.

Betrachtet man die Wirkung einer Organisation sieht man sich zunächst an, welche Ziele bzw. welche Vision die Organisation verfolgt (Serlo Vision). Anschließend haben wir uns unter anderem folgende Fragen gestellt:

  • Was ist die gesellschaftliche Herausforderung, auf die Serlo reagiert?
  • Wer sind die Zielgruppen von Serlo? Was brauchen die Menschen?
  • Welche Lösungsansätze für das Problem bestehen bereits?

Und wofür ist das jetzt gut?

Das Thema Wirkungsorientierung und wirkungsorientierte Berichterstattung ist zum Einen ein wichtiger Beitrag zur Transparenz einer Organisation - und zwar nicht nur bezüglich der Zahlen - sondern vor allem hinsichtlich der Wirkung. Durch das Instrument der Wirkungsmessung und das Berichtsformat des Social Reporting Standard wird nicht nur genau betrachtet, was eine Organisation bei der Zielgruppe erreichen möchte, sondern auch, wie man überprüft und misst, ob das was man erreichen möchte, auch erreicht wird.

Die Organisation lernt somit viel über die eigenen Arbeitsprozesse und wie sich diese verbessern lassen. Denn nur wer seine eigenen Arbeitsergebnisse und Prozesse kennt und Schwächen und Stärken identifiziert hat, kann diese Erkenntnisse für die weitere Arbeit und die Weiterentwicklung der Organisation nutzen - und so immer stärker eine "lernende Organisation" werden, die ihre Ziele kennt und klar benennen kann.

Zum Weiterlesen: Kursbuch Wirkung von Phineo

Die ersten Athene2 Module sind frei verfügbar! arekkas - 27. Juli 2014


Wie auf unserer Releaseparty versprochen, haben wir heute die ersten drei Athene2 Module unter der MIT Open Source Lizenz auf unserem Serlo GitHub Konto veröffentlicht!

Mehr dazu erfahren kann man auf unserem dev:blog, wo regelmäßig über technische Neuerungen auf Serlo berichtet wird.
Besonders Interessierten empfehlen wir den Twitter Account des technischen Leiters Aeneas Rekkas. Dort gibt es neben Informationen rund um das IT Leben und einem tiefen Einblick in die Produktentwicklung auch Sneak Previews der neuesten Features mit Screenshots und Erklärungen.
In Zukunft kann dort möglicherweise auch Zugang zu Betatests von neuen Athene2 Milestones erhascht werden!

Eine-Million-Euro-Frage der Mathematik Simon - 23. Juli 2014


Aus der Rubrik "Spannendes und Kurioses" der Mathematik-Community.

Hast du schon einmal vom Satz des Pythagoras gehört? Falls ja, dann wird dir die Gleichung $$a^2+b^2=c^2$$ bestimmt bekannt vorkommen. Der Satz des Pythagoras besagt, dass - gemäß der angegebenen Gleichung - in einem rechtwinkligen Dreieck das Quadrat der Hypotenusenlänge identisch mit der Summe der Quadrate der Kathetenlängen ist. Drei natürliche Zahlen %%a,b,c%%, die diese Gleichung erfüllen, stellen ein sogenanntes Pythagoreisches Zahlentripel dar. Die Zahlen %%3,4,5%% bilden zum Beispiel ein solches Pythagoreisches Zahlentripel, denn es gilt: %%3^2+4^2=5^2%%. Weitere Beispiele sind:

  • 6, 8, 10
  • 5, 12, 13
  • usw.

Wenn du Lust hast, kannst du noch weitere solcher Pythagoreischen Zahlentripel finden (Es gibt unendlich viele davon!).

Aber was passiert, wenn in der obigen Gleichung die Potenz 2 jeweils durch eine 3 ersetzt wird? Daraus ergibt sich die Gleichung $$a^3+b^3=c^3$$ Hier kannst du dir die Suche nach einer ganzzahligen Lösung (also nach drei natürlichen Zahlen, die diese Gleichung erfüllen) sparen. Es gibt keine einzige passende Lösung! Das Gleiche gilt für die Gleichungen

  • %%a^4+b^4=c^4%%
  • %%a^5+b^5=c^5%%
  • usw.

Die Vermutung, dass die Gleichung %%a^n+b^n=c^n%% für alle Zahlen %%n>2%% keine ganzzahligen Lösungen hat, hatte bereits der französische Jurist Pierre de Fermat in der Mitte des 17. Jahrhunderts (Fermat beschäftigte sich übrigens nur in seiner Freizeit mit Mathematik!). Er schrieb als Notiz in ein Buch:

Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist der Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen.

Erst als Pierre de Fermat gestorben war, fand sein Sohn diese Notiz im Nachlass seines Vaters. Dies war der Beginn einer beispiellosen Suche nach dem von Fermat angesprochenen Beweis dieser Vermutung. Mehr als dreihundert Jahre lang beschäftigte "Fermats letzter Satz" die Fantasie von unzähligen Hobbymathematikern und Spezialisten.

Anfang des 20. Jahrhunderts setzte der an der Lösung dieses Problems verzweifelte Darmstädter Arzt und Mathematiker Paul Friedrich Wolfskehl in seinem Testament ein Preisgeld von 100.000 Goldmark für denjenigen aus, der einen vollständigen Beweis dieser Vermutung veröffentlichen würde (Dieser Betrag entsprach damals umgerechnet etwa einer Million Euro!). Die Frist für die Auszahlung dieser Prämie endete am 13. September 2007.

Am 23. Juni 1993 hielt der britisch-amerikanische Mathematik-Professor Andrew Wiles eine historische Vorlesung am Newton-Institut der Universität Cambridge, in der er einen scheinbar vollständigen Beweis der Vermutung lieferte. Zuvor hatte er mehr als sieben Jahre lang heimlich - aus Angst vor dem Spott seiner Kollegen im Fall des Scheiterns - nach einer Lösung des Problems gesucht.

Allerdings stellte sich heraus, dass der von Wiles präsentierte, 200 Seiten umfassende Beweis einen Fehler beinhaltete und somit nicht gültig war. Doch Andrew Wiles gab sich nicht geschlagen und reichte zusammen mit seinem Schüler Richard Taylor im Oktober 1994 das fehlende Stück Mathematik im Beweis nach.

1997 wurde Andrew Wiles schließlich das von Paul Friedrich Wolfskehl ausgeschriebene Preisgeld ausgezahlt. Aufgrund von Inflation entsprach der Betrag in Höhe von 100.000 Goldmark zu diesem Zeitpunkt aber nur noch umgerechnet 35.000 Euro. Der Eintrag in die Geschichtsbücher ist dem inzwischen von Queen Elizabeth geadelten Sir Andrew Wiles aber sicher...

Wie Wikipedia für die Bildung, aber anders - Serlo roehren - 14. Juli 2014


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Unter dem Titel "Wie Wikipedia für die Bildung, aber anders: Serlo" ist ein Beitrag im Blog edaktik von Luka Peters ein Interview mit Simon erschienen. Ausgangspunkt für das Interesse von Luka Peters war die Kooperation mit dem Projekt Schulbuch-O-Mat, die Serlo vor gut zwei Monaten geschlossen hat (siehe auch dieser Serlo-Blogbeitrag)

Den Artikel im edaktik-Blog gibt es hier: http://www.edaktik.de/2014/07/wie-wikipedia-fuer-die-bildung-aber-anders-serlo/

Podcast-Interview zur Kooperation zwischen Serlo und Schulbuch-O-Mat roehren - 7. Juli 2014


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Im Mini-Podcast mit Jöran Muuß-Merholz stellen Simon und Hans Wedenig (Schulbuch-O-Mat) unsere Kooperation näher vor und gehen vor allem auf den Schulbuch-Sprint ein, der gerade über die Plattform "startnext" via Crowdfunding finanziert werden soll.

Den Podcast in voller Länge kann man hier anhören: http://open-educational-resources.de/serlo-und-schulbuch-o-mat/

Mehr zur Crowdfunding-Kampagne für den OER-Schulbuch-Sprint vom 14.-16.08.2014 in Berlin gibt es direkt auf der Startnext-Seite: http://www.startnext.de/oer-schulbuch-sprint