Das Serlo Global Team ist dafür verantwortlich, die Vision von freier Bildung auch außerhalb von Deutschland zu verwirklichen. Das bedeutet, Lernen in verschiedenen Sprachen für verschiedene Länder und Kulturen dieser Welt möglich zu machen. Das bedeutet auch internationale Projekte zu starten und Teil der globalen Open Educational Resource Szene zu werden. Wir bringen Menschen zusammen, die sich überall auf der Welt für freie Bildung einsetzen möchten und in ihrer Region, ihrem Land oder ihrer Sprache etwas verändern wollen.

Zu unseren Aufgaben gehört es, diese Menschen anzuleiten; sie zu unterstützen und Hilfestellung zu bieten, die Kommunikation übers Ländergrenzen hinweg aufrecht zu erhalten und Qualitätsstandards weiterzugeben, damit das Konzept von Serlo auch international erfolgreich sein kann. Genau so international ist auch unser Team, das in Edinburgh, Cambridge, München und Münster verstreut ist.

Bisher wurden die elementaren Bausteine der Seite ins Englische und Polnische übersetzt. Weitere Übersetzungen entstehen in Spanisch, Türkisch und Japanisch. Zudem gibt es Pläne für Serlo Italia.Für das englische Serlo sollen in zwei sehr interessanten Fächern, nämlich Sex Education (Sexualkunde) und Musik die ersten Inhalte entstehen. Momentan sind wir auch dabei, Alphabetisierung über die App Serlo ABC für die englische Sprache zu ermöglichen und konstruieren dafür zunächst einen Prototyp.

Serlo in Cambridge

Letzte Woche besuchten wir OpenCon in Cambridge. OpenCon ist ein globales Netzwerk zu den Themen Open Access, Open Education und Open Data. In diesem Rahmen wird einmal im Jahr eine große Konferenz veranstaltet, es gibt aber auch viele, kleinere Satellite Events, wovon eines in Cambridge stattgefunden hat. Das Thema in Cambridge war "Building Impact Through Openness” und es gab einige spannende Vorträge und Diskussionen darüber, wie durch die offene Lizenzierung von Wissen und Bildung verschiedene soziale Wirkungen erzielt werden können, aber auch wo die Grenzen liegen und in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht. Für Serlo war insbesondere spannend die Diskussion zur These: “Nur weil etwas frei verfügbar ist, ist es noch lange nicht offen - es muss auch verständlich sein.”

Obwohl der Fokus der Convention vor allem auf Wissenschaft und Open Access lag - weniger auf Schulbildung, die wir mit Serlo offen machen wollen - konnten wir eine Menge interessante Eindrücke und Informationen mitnehmen und haben viele inspirierende, engagierte und nette Menschen kennen gelernt. Vielleicht sollte Serlo die nächste OpenCon nach München bringen? ;)