Aufgaben

B 1.0 Gegeben ist die Funktion %%f_1%% mit der Gleichung %%y=-1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x-1)%% mit %%\mathbb{G}=\mathbb{R}\times\mathbb{R}%%.

B 1.1 Geben Sie die Definitionsmenge und die Wertemenge der Funktion %%f_1%% an und zeichnen Sie den Graphen der Funktion %%f_1%% für %%x \in [1,5;11]%% in ein Koordinatensystem.
Für die Zeichnung: Längeneinheit %%1 \, \text{cm}%%; %%-1 \leqq x \leqq 12; \;%% %%-6 \leqq y \leqq 6%%.

(4 Punkte)

B 1.2 Der Graph der Funktion %%f_1%% wird durch Achsenspiegelung an der %%x%%-Achse und anschließender Parallelverschiebung mit dem Vektor %%\vec{v}%% auf den Graphen der Funktion %%f_2%% mit der Gleichung %%y=1,5 \cdot \text{log}_{0,5} x\;%% %%(\mathbb{G} = \mathbb{R} \times \mathbb{R})%% abgebildet.
Geben Sie die Koordinaten des Verschiebungsvektors %%\vec{v}%% an und zeichnen Sie sodann den Graphen zu %%f_2%% für %%x\in [1,5; 11]%% in das Koordinatensystem zu %%B1.1%% ein.

(3 Punkte)

B 1.3 Punkte %%A_n(x|1,5 \cdot \text{log}_{0,5} x )%% auf dem Graphen zu %%f_2%% haben dieselbe Abszisse %%x%% wie Punkte %%C_n(x| -1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x-1))%% auf dem Graphen zu %%f_1%%. Sie sind für %%x>1,62%% zusammen mit den Punkten %%B_n%% und %%D_n%% die Eckpunkte von Rauten %%A_nB_nC_nD_n%%.

Es gilt: %%\overline{B_nD_n}=6 \, \text{LE}%%.

Zeichnen Sie die Rauten %%A_1B_1C_1D_1%% für %%x=2,5%% und %%A_2B_2C_2D_2%% für %%x=8,5%% in das Koordinatensystem zu %%B1.1%% ein.

Zeigen Sie sodann, dass für die Länge der Strecken %%[A_nC_n]%% in Abhängigkeit von der Abszisse %%x%% der Punkte %%A_n%% gilt: %%\overline{A_nC_n}(x) = -1,5 \cdot \text{log}_{0,5} (x^2-x) \, \text{LE}%%.

(4 Punkte)

B 1.4 Die Raute %%A_3B_3C_3D_3%% ist ein Quadrat. Berechnen Sie die zugehörige %%x%%-Koordinate des Punktes %%A_3%%. Runden Sie dabei auf zwei Stellen nach dem Komma.

(2 Punkte)

B 1.5 Zeigen Sie rechnerisch, dass für die Koordinaten der Diagonalschnittpunkte %%M_n%% der Rauten %%A_nB_nC_nD_n%% in Abhängigkeit von der Abszisse %%x%% der Punkte %%A_n%% gilt:

%%M_n \left( x | -0,75 \cdot \text{log}_{0,5} \left( \dfrac{x}{x-1}\right) \right)%%.

(2 Punkte)

B 1.6 Geben Sie die Gleichung des Trägergraphen der Punkte %%D_n%% der Rauten %%A_nB_nC_nD_n%% in Abhängigkeit von der Abszisse %%x%% der Punkte %%A_n%% an.

(2 Punkte)

Lösung zur Teilaufgabe B 1.1

Bei dieser Teilaufgabe geht es darum die Wertemenge und Definitionsmenge einer Logarithmusfunktion zu bestimmen. Anschließend soll man diese Funktion auch zeichnen.

Definitionsmenge und Wertemenge

Die Funktion %%f_1(x)=-1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x-1)%% ist nur definiert, wenn das Argument des Logarithmus positiv ist. Du kannst also schnell erkennen, dass du nur Zahlen größer als %%1%% einsetzen darfst.

%%\mathbb{D}=\{ x|x>1\}%%

Die Wertemenge ergibt sich ebenfalls durch die Eigenschaften des Logarithmus und entspricht ganz %%\mathbb{R}%%.

%%\mathbb{W}=\mathbb{R}%%

Einzeichnen in ein Koordinatensystem

Zeichne anschließend die Funktion anhand einer Wertetabelle aus deinem Taschenrechner in ein Koordinatensystem ein.

f1 im Koordinatensystem

Lösung zur Teilaufgabe B 1.2

In dieser Teilaufgabe sollst du den Verschiebungsvektor %%\vec{v}%% bestimmen und die Funktion %%f_2%% in das Koordinatensystem aus B 1.1 einzeichnen.

Bestimmung des Verschiebungsvektors

Die Achsenspiegelung des Graphen %%f_1%% führt dazu, dass sich das Vorzeichen der Funktion umkehrt.

Die Verschiebung bewirkt eine Änderung des Arguments im Logarithmus. Aus %%x-1%% wird hier %%x%%.
Du kannst dir vorstellen, dass die ganze Funktion um %%1%% in %%x%%-Richtung nach links geschoben wird, da nicht mehr %%-1%% gerechnet wird.

Der Vektor, der "Verschiebung um %%1%% in %%x%%-Richtung" repräsentiert ist dann:

%%\vec{v}=\left( \begin{array}{c} -1 \\ 0 \end{array} \right)%%

Einzeichnen der Funktion %%f_2%%

Die Funktion %%f_2=1,5\cdot \text{log}_{0,5}(x)%% zeichnest du wieder mithilfe einer Wertetabelle in das Koordinatensystem ein.

f1 und f2 eingezeichnet im Koordinatensystem

Lösung zur Teilaufgabe B 1.3

In dieser Teilaufgabe sollst du die Rauten %%A_1B_1C_1D_1%% und %%A_2B_2C_2D_2%% einzeichnen und die Länge der Strecken %%[A_nC_n]%% in Abhängigkeit von der Abszisse %%x%% bestimmen.

Zeichnen der Rauten %%A_1B_1C_1D_1%% und %%A_2B_2C_2D_2%%

Einzeichnen der Punkte A1 und C1 und die Strecke A1C1

Die Diagonalen in Rauten halbieren sich jeweils. Du kannst nun also bei der Hälfte der Strecke %%[A_1C_1]%% ansetzen und exakt %%3 \, \text{LE}%% nach links und rechts zeichnen.

Damit kommst du zu den Punkten %%B_1%% und %%D_1%%.

D1 und B1 eingezeichnet und die Strecken D1B1 und C1A1

Verbinde nun die Punkte miteinander um die Raute %%A_1B_1C_1D_1%% zu erhalten.

Verbindung der Strecken D1A1, A1B1, B1C1 und C1D1

Wiederhole diese Schritte für die Raute %%A_2B_2C_2D_2%%. Dabei nutzt du für %%A_2%% und %%C_2%% den %%x%%-Wert %%8,5%%.

A1B1C1D1 und A2B2C2D2 im Koordinatensystem

Berechnung der Länge der Strecken %%\overline{A_nC_n}%%

Da die Abszissen der Punkte %%A_n%% und %%C_n%% gleich groß sind, ist die Strecke %%[A_nC_n]%% so lang, wie die Differenz ihrer %%y%%-Werte

Berechne diese!

%%\overline{A_nC_n}=-1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x-1) -1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x)%%

Klammere %%-1,5%% aus.

%%\overline{A_nC_n}=-1,5 \cdot \left( \text{log}_{0,5}(x-1) + \text{log}_{0,5}(x) \right)%%

Forme den Term in der Klammer nach den Regeln zum Rechnen mit dem Logarithmus um. Aus der Summe wird so ein Produkt im Logarithmus.

%%\overline{A_nC_n}=-1,5 \cdot \left[ \text{log}_{0,5}((x-1)\cdot x) \right]%%

Vereinfache das Argument des Logarithmus.

%%\overline{A_nC_n}=-1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x^2-x)%%

Die Strecke %%[A_nC_n]%% hat die, von %%x%% abhängige, Länge %%\overline{A_nC_n}=-1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x^2-x) \, \text{LE}%%.

Lösung zur Teilaufgabe B 1.4

Bei dieser Teilaufgabe geht es darum die x-Koordinate von %%A_3%% zu bestimmen.

Die Raute %%A_3B_3C_3D_3%% ist ein Quadrat. Bei einem Quadrat sind nicht nur alle Seitenlängen gleich lang, sondern auch die beiden Diagonalen.

In dieser Aufgabe kennst du bereits die Länge der einen Diagonalen %%\overline{B_nD_n}=6 \, \text{LE}%%.
Für die andere Diagonale hast du in der Aufgabe %%B1.3%% bereits eine Formel aufgestellt.

Setze die beiden Diagonalen gleich und berechne damit den %%x%%-Wert von %%A_3%%.

%%6 = -1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x^2-x)%%

Stelle die Gleichung so um, dass nur noch der Logarithmus auf der rechten Seite steht.

%%6 = -1,5 \cdot \text{log}_{0,5}(x^2-x)\hspace{0,5cm}|:(-1,5)%%

%%-4 = \text{log}_{0,5}(x^2-x)%%

Löse anschließend den Logarithmus auf.

%%0,5^{-4} = x^2-x%%

%%16 = x^2-x%%

Stelle diese Gleichung um und nutze die Mitternachtsformel um sie zu lösen!

%%16 = x^2-x \hspace{1,5cm}|-16%%

%%0=x^2-x-16%%

%%x_{3/4}=\dfrac{1 \pm \sqrt{1-4\cdot (-16) \cdot 1}}{2 \cdot 1}%%

%%x_3 = 4,53%%

%%x_4 = -3,53%%

Die Definitionsmenge unserer Funktionen ist nur im Positiven, daher ist %%x_4 = -3,53%% keine gültige Lösung.

Der %%x%%-Wert von %%A_3%% ist %%x_3=4,53%%.

Lösung zur Teilaufgabe B 1.5

Bei dieser Aufgabe sollst du die Koordinaten von %%M_n%% bestimmen.

Die Punkte %%M_n%% liegen genau in der Mitte der Punkte %%A_n%% und %%C_n%%.

Aus diesem Grund muss für jeweils die %%x%%- und die %%y%%-Koordinate die Mitte gefunden werden.

Bei der %%x%%-Koordinate ist dies einfach, da %%A_n%% und %%C_n%% dieselbe Abszisse besitzen. Die %%x%%-Koordinate von %%M_n%% ist also %%x%%.

Bei der %%y%%-Koordinate musst du jetzt die Mitte herausfinden. Stelle dazu die Formel auf.

%%y_{M_n}=\dfrac{y_{A_n} + y_{C_n}}{2}%%

Setze die %%y%%-Werte von %%A_n%% und %%C_n%% ein.

%%y_{M_n}= \dfrac{-1,5 \text{log}_{0,5}(x-1) + 1,5 \text{log}_{0,5}(x)}{2}%%

Klammere %%1,5%% aus.

%%y_{M_n}= \dfrac{1,5 \cdot ( \text{log}_{0,5}(x) - \text{log}_{0,5}(x-1))}{2}%%

Vereinfache den Zähler nach den Rechenregeln für den Logarithmus!

%%y_{M_n}= \dfrac{1,5 \cdot \text{log}_{0,5}\left(\frac{x}{x-1}\right) }{2}%%

%%y_{M_n}= 0,75 \cdot \text{log}_{0,5}\left(\frac{x}{x-1}\right)%%

Du erhältst für %%M_n%%:

%%M_n = \left( x \; | \; 0,75\cdot \text{log}_{0,5}\left(\frac{x}{x-1} \right)\right)%%

Lösung zur Teilaufgabe B 1.6

Bei dieser Teilaufgabe sollst du die Gleichung des Trägergraphen der Punkte %%D_n%% der Rauten %%A_nB_nC_nD_n%% in Abhängigkeit von der Abszisse %%x%% angeben.

Für den Trägergraphen von %%D_n%% benötigst du die Koordinaten von %%D_n%%, ausgedrückt durch den %%x%%-Wert von %%A_n%% und %%C_n%%.

Du weißt, dass %%D_n%% immer %%3 \, \text{LE}%% links von %%x%% liegt. Damit kommst du auf die %%x%%-Koordinate:

%%x_{D}= x-3%%

Für die %%y%%-Koordinate kannst du die Höhe des Punktes %%M_n%% nutzen. Dessen %%y%%-Koordinate ist dieselbe wie von %%D_n%%.

%%y_D = 0,75 \cdot \text{log}_{0,5}\left( \dfrac{x}{x-1}\right)%%

Um den Trägergraphen zu bestimmen musst du nun die Gleichung für %%x_D%% nach %%x%% auflösen und in die Gleichung von %%y_D%% einsetzen.

Auflösen nach %%x%%:

%%x=x_D +3%%

Einsetzen in %%y_D%%:

%%y_D = 0,75 \cdot \text{log}_{0,5}\left( \dfrac{x_D+3}{x_D+3-1}\right)%%

%%y_D = 0,75 \cdot \text{log}_{0,5}\left( \dfrac{x_D+3}{x_D+2}\right)%%

Du erhältst damit den Trägergraphen für %%D_n%%:

%%y= 0,75 \cdot \text{log}_{0,5}\left( \dfrac{x+3}{x+2}\right)%%

Wenn du möchtest, kannst du dir im folgenden Video eine Schritt-für-Schritt Lösung der Aufgabe anschaun.

B 2.0 Die Diagonalen %%[AC]%% und %%[BD]%% des Drachenvierecks %%ABCD%% schneiden sich im Punkt %%K%%. Das Drachenviereck %%ABCD%% ist die Grundfläche des geraden Prismas %%ABCDEFGH%%. Der Punkt %%E%% liegt senkrecht über dem Punkt %%A%%.
Es gilt: %%\overline{AC}=12 \, \text{cm}; \; \overline{BD}=10 \, \text{cm}; \; \overline{AK} = 4 \, \text{cm}; \; \overline{AE} = 6 \, \text{cm}%%.

Runden Sie im Folgenden auf zwei Stellen nach dem Komma.

B 2.1 Zeichnen Sie das Schrägbild des Prismas %%ABCDEFGH%% wobei %%[AC]%% auf der Schrägbildachse und der Punkt %%A%% links vom Punkt %%C%% liegen soll.
Für die Zeichnung: %%q = \frac{1}{2}; \; \omega =45^{\circ}%%
Die Strecken %%[EG]%% und %%[FH]%% schneiden sich im Punkt %%L%%. Berechnen Sie das Maß des Winkels %%LCK%%.
[Ergebnis: %%\sphericalangle LCK = 36,87^{\circ}%%]

(3 Punkte)

B 2.2 Punkte %%P_n%% liegen auf der Strecke %%[LC]%%. Die Winkel %%CKP_n%% haben das Maß %%\varphi%% mit %%\varphi \in ] 0^{\circ}; 90^{\circ} [%%. Die Punkte %%P_n%% sind zusammen mit den Punkten %%B%% und %%D%% die Eckpunkte gleichschenkliger Dreiecke %%BDP_n%% mit der Basis %%[BD]%%.
Zeichnen Sie das Dreieck %%BDP_1%% sowie die Strecke %%[KP_1]%% für %%\varphi = 78^{\circ}%% in das Schrägbild zu %%B2.1%% ein.
Begründen Sie sodann, dass keines der Dreiecke %%BDP_n%% gleichseitig ist.

(3 Punkte)

B 2.3 Zeigen Sie, dass für die Länge der Strecken %%[KP_n]%% in Abhängigkeit von %%\varphi%% gilt:

%%\overline{KP_n}(\varphi) = \dfrac{4,80}{\text{sin} (\varphi+36,87^{\circ})} \, \text{cm}%%

Die Länge der Strecke %%[KP_0]%% ist minimal. Geben Sie den zugehörigen Wert für %%\varphi%% an.

(3 Punkte)

B 2.4 Die Punkte %%P_n%% sind die Spitzen von Pyramiden %%ABCDP_n%% mit der Grundfläche %%ABCD%% und den Höhen %%[P_nQ_n]%%. Die Punkte %%Q_n%% liegen auf der Strecke %%[KC]%%.
Zeichnen Sie die Pyramide %%ABCDP_1%% und die Höhe %%[P_1Q_1]%% in das Schrägbild zu %%B2.1%% ein.
Ermitteln Sie sodann durch Rechnung das Volumen %%V%% der Pyramiden %%ABCDP_n%% in Abhängigkeit von %%\varphi%%.

%%\left[ \text{Ergebnis: } V(\varphi)= \dfrac{96 \cdot \text{sin}\varphi}{\text{sin}(\varphi + 36,87^{\circ})}\right]%%

(3 Punkte)

B 2.5 Das Volumen der Pyramide %%ABCDP_2%% beträgt %%96 \, \text{cm}^3%%.
Berechnen Sie das zugehörige Maß für %%\varphi%%.

(3 Punkte)

B 2.6 Begründen Sie, dass die Volumina der Pyramiden %%ABDP_n%% mit der Grundfläche %%ABD%% und der Pyramiden %%BCDP_n%% mit der Grundfläche %%BCD%% stets im Verhältnis %%1:2%% stehen.

(2 Punkte)

Lösung zur Teilaufgabe B 2.1

Bei so langen Angaben ist es wichtig, sich nicht verwirren zu lassen und die Aufgabe Schritt für Schritt zu bearbeiten. Für diese Aufgabe solltest du die Eigenschaften eines Drachenvierecks kennen. Das Ziel ist es das Schrägbild dieses Vierecks zu zeichnen.

Die wichtigsten Informationen hier sind, dass %%\overline{AC}%% auf der Schrägbildachse bzw. auf der Zeichenebene liegt, der Verzerrungswinkel der Geraden %%\overline{BD}\;\omega=45°%% und das Verzerrungsverhältnis %%q=\dfrac{1}{2}%% beträgt. Damit kannst du anfangen.

die Punkte A, B, C, D, K und der Strecken AC, BD gezeichnet

%%\overline{AC}%% liegt in der Zeichenebene, ist also auch in der Zeichnung %%12\,cm%% lang.

%%K%% kannst du direkt einzeichnen, da %%\overline{AK}=4\,cm%%.

%%\overline{BD}%% schneidet %%\overline{AC}%% im Punkt %%K%%, wobei %%K%% genau in der Mitte von %%\overline{BD}%% liegt. %%\overline{KD}%% ist also %%5\,cm%% lang, was unter dem Verzerrungverhältnis %%2,5\,cm%% bedeutet. Zeichne diese Strecke mit einem Winkel von %%45°%% ein. Dasselbe machst du mit %%\overline{BK}%%.

es werden zusätzlich zu den Punkten A, B, C, D, K auch die Punkte E, F, G und H  eingezeichnet und teilweise miteinander verunden

%%\overline{AE}%% liegt ebenfalls in der Zeichenebene, da laut Angabe %%E%% senkrecht über %%A%% liegt. Damit kannst du nun alle senkrechten Linien (je %%6\,cm%%) einzeichnen.

%%E%% liegt senkrecht über %%A%%, die anderen Punkte %%FGH%% liegen über %%BCD%%, das kannst du der Angabe entnehmen, da das Prisma mit %%ABCDEFGH%% bezeichnet wird.

entstandene Prisma

Nun kannst du alle schrägen Linien miteinander verbinden.

Vergiss nicht, dass die Strecken %%[EG]%% und %%[FH]%% sich im Punkt %%L%% schneiden.

Du könntest an der Stelle nochmal die Angabe durchgehen und überprüfen, ob du alle Punkte berücksichtigt hast! Wenn ja, kannst du weiter mit dem Winkel %%\sphericalangle{LCK}%% machen.


Berechnung eines Winkels im rechtwinkligen Dreieck

Einzeichnen des Dreiecks KCL in das Prisma

Zu betrachten ist das Dreieck %%LCK%% mit einem rechten Winkel bei %%K%%, da %%L%% senkrecht über %%K%% steht. Überlege dir, welche Längen im Dreieck bekannt sind.

%%\overline{LK} =6\,cm%% nach Angabe und da %%\overline{AK}=4\,cm%% muss %%\overline{KC}=12\,cm - 4\,cm=8\,cm%% sein.

Gegeben sind also die beiden Katheten, daher musst du den Tangens benutzen:

%%\tan(\sphericalangle{LCK})=\dfrac{\overline{LK}}{\overline{KC}}=\dfrac{6\,cm}{8\,cm}=\dfrac{6}{8}\hspace{2cm}|\tan^{-1}(…)%%

%%\Rightarrow \sphericalangle{LCK} = \tan^{-1}\left( \dfrac{6}{8}\right) = 36,87°%%

Lösung zur Teilaufgabe B 2.2

In das Prisma werden die Punkte K und P1 eingezeichnet, zudem werden sowohl B und K und K und D, als auch K und P1, verbunden

Miss mit dem Geodreieck %%78°%% vom Punkt %%K%% und ziehe eine Strecke. Der Schnittpunkt mit %%\overline{LC}%% ist der Punkt %%P_1%%.

Dies kannst du ohne Berücksichtigung auf etwaige Schräglagen machen, da sowohl %%K%% als auch %%L%% und %%C%% und somit auch %%\overline{LC}%% in der Zeichenebene liegen.

Prisma, in dem nun sowohl P1 und D, als auch B und P1 miteinander verbunden werden

Eigenschaften eines gleichseitigen Dreiecks

Falls du die Eigenschaften eines gleichseitigen Dreiecks nicht mehr weißt, kannst du sie hier nochmal nachlesen.

Mit den Winkeln kannst du nichts anfangen, da du sie schwer ausrechnen kannst. Da du aber die Länge der Grundseite %%\overline{BD}=10\,cm%% kennst, kannst du die Höhe des Dreiecks %%BDP_n%% berechnen, falls dieses gleichseitig wäre.

%%h_{BDP_n}=\dfrac{\sqrt{3}}{2} \cdot 10\,cm \approx 8,66\,cm%%

Die Höhe eines gleichseitigen Dreiecks wäre also %%8,66\,cm%%.

Überlege dir nun welche Strecke die Höhe von %%BDP_n%% darstellt und welche Längen annehmen kann.

Wenn du genau hinsiehst, erkennst du, dass %%\overline{KP_n}%% die Höhe von %%BDP_n%% ist, weil %%\overline{KP_n}%% senkrecht in der Mitte (%%K%%) auf %%\overline{BD}%% steht.

%%\overline{KP_n}%% wäre am kleinsten, wenn %%P_n =L%% und somit %%\overline{KP_n}=\overline{KL}=6\,cm%% wäre.

Andererseits wäre %%\overline{KP_n}%% am größten, wenn %%P_n=C%% und somit %%\overline{KP_n}=\overline{KC}=8\,cm%% wäre.

Die Höhe %%8,66\,cm%% kann also nie erreicht werden, damit kann keines der Dreiecke %%BDP_n%% gleichseitig sein.

Lösung zur Teilaufgabe B 2.3

Berechnung einer Streckenlänge in Abhängigkeit eines Winkels

Vorüberlegungen:
Die Strecken %%[KP_n]%% kommen in drei Dreiecken %%BKP_n%%, %%DKP_n%% und %%KP_nC%% vor. %%BKP_n%% und %%DKP_n%% sind zwar rechtwinklig, du könntest also den Sinus benutzen, aber du kennst keinen zweiten Winkel in den beiden Dreiecken. Betrachtest du hingegen %%KP_nC%%, siehst du, dass du zwar keinen rechten Winkel, aber %%\sphericalangle{LCK}=36,87^{\circ}%% gegeben hast, welcher der gegenüberliegende Winkel der gesuchten Strecke ist. Das bringt dich auf den Sinussatz.

Prisma, in dem LPn miteinander verbunden ist und die Winkel angetragen werden

Um festzulegen, welches Verhältnis du noch für den Sinussatz verwendest, beachte, dass die Länge der Strecke %%\overline{KC}=8\,cm%% gegeben ist, die von %%\overline{P_nC}%% jedoch nicht. Dies bringt dich auf

%%\dfrac{\overline{KP_n}(\varphi)}{\text{sin}(\sphericalangle{LCK})}=\dfrac{\overline{KC}}{\text{sin}(\sphericalangle{KP_nC})}%%

%%\dfrac{\overline{KP_n}(\varphi)}{\text{sin}(36,87^{\circ})}=\dfrac{8\,cm}{\text{sin}[180^{\circ}-(\varphi+36,87^{\circ})]}%%

Jetzt kannst du nach %%\overline{KP_n}(\varphi)%% auflösen.
Beachte dabei die Supplemenbeziehungen, welche besagen, dass %%\text{sin}(180^{\circ}-\alpha)=\text{sin}(\alpha)%%.

%%\dfrac{\overline{KP_n}(\varphi)}{\text{sin}(36,87^{\circ})}=\dfrac{8\,cm}{\text{sin}[180^{\circ}-(\varphi+36,87^{\circ})]}\hspace{2cm}|\cdot\text{sin}(36,87^{\circ})%%

%%\overline{KP_n}(\varphi)=\dfrac{4,80\,cm}{\text{sin}(\varphi+36,87^{\circ})}%%


Nun ist noch die Größe des Winkels %%\varphi%% für die minimale Strecke %%[KP_0]%% gesucht. Betrachte dazu die gerade aufgestellte Formel für die Länge der Strecke %%\overline{KP_n}%%. Diese wird minimal, wenn der Nenner am größten ist. Der Sinus erreicht sein Maximum bei %%90^{\circ}%%. Damit muss %%\varphi+36,87^{\circ}=90^{\circ}%% sein, also %%\varphi=53,13^{\circ}%%.

Lösung zur Teilaufgabe B 2.4

Einzeichnen der Pyramide

%%[P_1Q_1]%% soll die Höhe unserer Pyramide sein, wobei %%Q_1%% auf der Streke %%[KC]%% liegt. Da die Höhe senkrecht auf der Grundfläche steht, muss du also zunächst ein Lot von %%P_1%% auf die Gerade %%\overline{KC}%% fällen. Danach kannst du die Pyramide einzeichnen.

In Prisma ist die Pyramide ABCDP1 eingezeichnet


Berechnung des Volumens einer Pyramide

Das Volumen einer Pyramide berechnet sich aus %%V=\dfrac{1}{3} \cdot G \cdot h=\dfrac{1}{3} \cdot A_{ABCD} \cdot \overline{P_nQ_n}%%
Die Grundfläche unserer Pyramide ist ein Drachenviereck, dessen Flächeninhalt man wiederum berechnet mit %%A_{ABCD}=\dfrac{1}{2} \cdot \overline{AC} \cdot \overline{BD}=\dfrac{1}{2} \cdot 12\,cm \cdot 10\,cm=60\,cm^2%%.

Die Höhe der Pyramide ist nun die Länge der Strecke %%\overline{P_nQ_n}%%. Diese Strecke ist Teil von zwei rechtwinkligen Dreiecken %%KQ_nP_n%% und %%Q_nCP_n%%. In letzterem Dreieck haben wir keine Länge gegeben, während in %%KQ_nP_n%% die Länge der Strecke %%\overline{KP_n}%% in Abhängigkeit von %%\varphi%% aus Aufgabe %%B2.3%% bekannt ist. Da auch in dieser Aufgabe das Volumen in Abhängigkeit von %%\varphi%% gesucht ist, liegt es nahe, dieses Dreieck zu betrachten, um die Länge berechnen zu können.

Im Prisma ist das Dreieck QnPnK eingezeichnet

%%\text{sin}(\varphi)=\dfrac{\overline{P_nQ_n}}{\overline{KP_n}}\hspace{2cm}|\cdot \overline{KP_n}%%

%%\overline{P_nQ_n}=\text{sin}(\varphi) \cdot \overline{KP_n}= \text{sin}(\varphi) \cdot \dfrac{4,80\,cm}{\text{sin}(\varphi+36,87^{\circ})}%%


Dies können wir nun alles in die Formel für das Volumen der Pyramide einsetzen:

%%V(\varphi)=\dfrac{1}{3} \cdot 60\,cm^2 \cdot \text{sin}(\varphi) \cdot \dfrac{4,80\,cm}{\text{sin}(\varphi+36,87^{\circ})}=\dfrac{96 \cdot \text{sin}(\varphi)}{\text{sin}(\varphi + 36,87^{\circ})}\,cm^3%%

Lösung zur Teilaufgabe B 2.5

Nutze die Formel aus der Teilaufgabe B 2.4. Diese kannst du mit %%96 \, \text{cm}^3%% gleichsetzen und nach %%\varphi%% auflösen.

%%V(\varphi) = \dfrac{96 \cdot \text{sin}\varphi}{\text{sin}(\varphi +36,87^{\circ})}%%

%%96 = \dfrac{96 \cdot \text{sin}\varphi}{\text{sin}(\varphi +36,87^{\circ})}%%


Teile zunächst durch %%96%%.

%%96 = \dfrac{96 \cdot \text{sin}\varphi}{\text{sin}(\varphi +36,87^{\circ})}\hspace{2cm} |:96%%

%%1 = \dfrac{\text{sin}\varphi}{\text{sin}(\varphi +36,87^{\circ})}%%


Um diese Gleichung lösen zu können musst du zuerst den Nenner mit dem Additionstheorem für den Sinus vereinfachen.

%%1 = \dfrac{\text{sin}\varphi}{\text{sin}\varphi \cdot \text{cos}(36,87^{\circ})+\text{cos}\varphi \cdot \text{sin}(36,87^{\circ})}%%


Berechne nun die Werte für %%\text{sin}(36,87^{\circ})%% und %%\text{cos}(36,87^{\circ})%%. Setze diese direkt in die Formel ein.

%%1 = \dfrac{\text{sin}\varphi}{\text{sin}\varphi \cdot 0,80+\text{cos}\varphi \cdot 0,60}%%


Multipliziere mit dem Nenner und teile durch den Nenner, so dass der Nenner im Zähler auf der linken Seite steht.

%%1 = \dfrac{\text{sin}\varphi}{\text{sin}\varphi \cdot 0,80+\text{cos}\varphi \cdot 0,60} \hspace{2,45cm} | \cdot (\text{sin}\varphi \cdot 0,80+\text{cos}\varphi \cdot 0,60 )%%


%%\text{sin}\varphi \cdot 0,80+\text{cos}\varphi \cdot 0,60 = \text{sin} \varphi \hspace{2cm} | : \text{sin} \varphi%%


%%\dfrac{\text{sin}\varphi \cdot 0,80+\text{cos}\varphi \cdot 0,60}{\text{sin}\varphi}=1%%


Jetzt kannst du den Bruch aufteilen, so dass auf der linken Seite zwei Brüche entstehen.

%%\dfrac{\text{sin}\varphi \cdot 0,80}{\text{sin}\varphi}+\dfrac{\text{cos}\varphi \cdot 0,60}{\text{sin}\varphi}=1%%


Kürze den ersten Bruch mit %%\text{sin}\varphi%%.
Im zweiten Bruch hast du %%\dfrac{\text{cos}\varphi}{\text{sin}\varphi}%%. Das wird nach der Definition des Tangens zu: %%\dfrac{1}{\text{tan}\varphi}%%.

%%0,80+\dfrac{ 0,60}{\text{tan}\varphi}=1%%


Diese Gleichung kannst du nun auflösen und den %%\text{tan}^{-1}%% anwenden um auf %%\varphi%% zu kommen.

%%0,80+\dfrac{ 0,60}{\text{tan}\varphi}=1 \hspace{2cm}|-0,80%%

%%\dfrac{ 0,60}{\text{tan}\varphi}=0,20 \hspace{1,5cm}%%


Löse diese Gleichung so auf, dass auf der rechten Seite nur noch %%\text{tan}\varphi%% steht.

%%\dfrac{ 0,60}{\text{tan}\varphi}=0,20 \hspace{1,5cm}|\cdot \text{tan}\varphi \hspace{1cm}|:0,20%%

%%\dfrac{ 0,60}{0,20}=\text{tan}\varphi%%


Wende den %%\text{tan}^{-1}%% auf die Gleichung an und berechne %%\varphi%% mit dem Taschenrechner.

%%\text{tan}^{-1} \left( \dfrac{0,60}{0,20} \right) = \varphi%%

%%\varphi = 71,57^{\circ}%%

Für das Volumen von %%96 \text{cm}^3%% der Pyramide ergibt sich ein Winkel von %%\varphi = 71,57^{\circ}%%.

Lösung zur Teilaufgabe B 2.6

Volumen von Pyramiden berechnen

Um schließen zu können, in welchem Verhältnis die Volumina der beiden Pyramiden stehen, solltest du zuerst die Formel zur Volumenberechnung von Pyramiden aufstellen.

%%V_{Pyramide}=\dfrac{1}{3} \cdot G \cdot h%%

Im Prisma ist die Pyramide ABDPn eingezeichnet

Für deine Pyramide %%ABDP_n%% bedeutet dies:

%%V_{ABDP_n}=\dfrac{1}{3} \cdot A_{ABD} \cdot \overline{P_nQ_n}=\dfrac{1}{3} \cdot \dfrac{1}{2} \cdot \overline{BD} \cdot \overline{AK} \cdot \overline{P_nQ_n}%%

Beachte dabei, dass die Grundfläche ein Dreieck, mit Grundseite %%[BD]%% und Höhe %%[AK]%% ist. %%[AK]%% kann deshalb als Höhe benutzt werden, weil in einem Drachenviereck die Diagonalen senkreht aufeinander stehen.

Aus %%B2.4%% weißt du, dass die Strecke %%[P_nQ_n]%% senkrecht auf der Grundfläche steht. Diese stellt damit die Höhe deiner Pyramide dar.

Prisma mit eingezeichneter Pyramide BCDPn

Für deine Pyramide %%BCDP_n%% bedeutet dies wiederum:

%%V_{BCDP_n}=\dfrac{1}{3} \cdot A_{BCD} \cdot \overline{P_nQ_n}=\dfrac{1}{3} \cdot \dfrac{1}{2} \cdot \overline{BD} \cdot \overline{CK} \cdot \overline{P_nQ_n}%%

Der einzige Unterschied zur vorherigen Formel besteht also in der Höhe des Dreiecks als Grundseite %%[CK]%% statt %%[AK]%%.


Wie kannst du also das Verhältnis %%1:2%% begründen?

Betrachte dafür beide Volumen deiner Pyramiden

%%V_{ABDP_n}=\dfrac{1}{3} \cdot \dfrac{1}{2} \cdot \overline{BD} \cdot \overline{AK} \cdot \overline{P_nQ_n}%%

%%V_{BCDP_n}=\dfrac{1}{3} \cdot \dfrac{1}{2} \cdot \overline{BD} \cdot \overline{CK} \cdot \overline{P_nQ_n}%%

und stelle sie direkt in ein Verhältnis:

%%\dfrac{V_{ABDP_n}}{V_{BCDP_n}}=\dfrac{\dfrac{1}{3} \cdot \dfrac{1}{2} \cdot \overline{BD} \cdot \overline{AK} \cdot \overline{P_nQ_n}}{\dfrac{1}{3} \cdot \dfrac{1}{2} \cdot \overline{BD} \cdot \overline{CK} \cdot \overline{P_nQ_n}}%%

Dann siehst du, dass du fast alles kürzen kannst:

%%\dfrac{V_{ABDP_n}}{V_{BCDP_n}}=\dfrac{\overline{AK}}{\overline{CK}}=\dfrac{4}{8}=\dfrac{1}{2}%%

Du könntest das natürlich auch mit einem Text begründen, entscheidend dabei ist, dass die Länge der Strecke %%[CK]%% doppelt so lang ist, wie %%[AK]%%, wodurch ein Verhältnis von %%1:2%% entsteht!

Wenn du möchtest, kannst du dir im folgenden Video eine Schritt-für-Schritt Lösung der Aufgabe anschaun.

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