Gartengeräte Abb.1: Übliche Gartengeräte

Was brauche ich zum Gärtnern? In erster Linie Mut, Spaß und Liebe!

Aber auch eine geeignete Fläche, Material und ein paar Geräte helfen dabei.

Gartengeräte

Für die Grundausstattung reichen ein paar wenige Geräte.

  • Für Boden- und Erdarbeiten
    • Schaufel
    • Grabgabel zur oberflächlichen Bodenlockerung
    • je nach Gelände: Spaten, Rechen
  • Zum Jäten
    • Gartenkralle (Sauzahn) oder
    • Handhacke (Handgrubber)
  • Zum Schneiden
    • Gartenschere
    • Astschere
  • Zum Bauen
    • Säge
    • Akkuschrauber
  • Auch praktisch
    • Gartenhandschuhe und Sonnenhut
    • Schubkarre
    • Durchwurfgitter oder Rüttelkisten für Kompost
    • Gießkannen
    • Sprühflasche
    • Eimer

Damit kommt man schon ziemlich weit. Natürlich müssen die Geräte nicht alle neu gekauft werden. Nachhaltiger ist es, gebrauchtes Werkzeug auf Flohmärkten oder Verschenkportalen zu bekommen. Auch bei Haushaltsauflösungen fallen oft gute Geräte ab.

Weiterführende Literatur

Eine sehr detaillierte Übersicht bietet das Praxisblatt "Gartengeräte" der anstiftung.

Material

Als Verbrauchsmaterial braucht man vor allem:

  • Saatgut
  • Blumentöpfe
  • Aussaatschalen
  • Erde
  • Sand
  • Wasser
  • Bauholz
  • Nägel, Schrauben

Auch für das Material gibt es nachhaltige Möglichkeiten, z.B. Wiederverwenden, Upcycling, Tauschen oder Selbermachen.

Als Blumentöpfe etwa eigenen sich alle möglichen Behältnisse, z.B. Obstschalen, Joghurtbecher oder aufgeschnittene Tetrapacks. Eierkartons geben perfekte Aussaatschalen ab, die sogar mit eingepflanzt werden können.

Günstiges Bauholz bieten Paletten, allerdings sollte das Holz keine Lasuren oder Beschichtungen enthalten, die sonst in die Erde gelangen könnten. Welches Palettenholz besonders geeignet ist haben wir hier zusammengefasst.

Besonders bei der Gartenerde ist es gut, sie selbst zu machen und auf das lästige Schleppen zu verzichten. Die Kompostierung im Garten produziert frische, fruchtbare Erde ohne Transportwege.

Das gleiche gilt für das Wasser: Das Auffangen und Verwenden von Regenwasser schließt den Wasserkreislauf vor Ort und entlastet die Trinkwasserreserven.

Platz

Für die Selbstversorgung einer Person mit Gemüse sind bei geschicktem Anbau ca. 50 - 200 m2 Fläche nötig. Für den Anfang gibt es aber viele andere Möglichkeiten, wenn man selbst kein Zugang zu so großen Flächen hat.

Balkongarten

Viele Menschen, die keinen Garten zur Verfügung haben, gärtnern auf ihrem Balkon. Dort kann in Kübeln, Holzkisten als Mini-Hochbeeten, Blumenkästen am Geländer, in Spalieren oder in Salattürmen angebaut werden.

Balkongarten Abb.2: Balkongarten

Gemeinschaftsgarten

In vielen Städten und Gemeinden haben sich bereits Gemeinschaften zusammengefunden, um gemeinsam zu gärtnern. Als Gruppe lassen sich leichter Flächen anmieten oder pachten; manchmal können solche Projekte auch öffentliche Flächen nutzen.

Gemeinschaftsgarten Abb.3: Gemeinschaftsgarten am Donaukanal

Fenstergarten

Und sogar ohne Balkon kann man gärtnern. Genau wie viele Zimmerpflanzen geben sich auch einige Nutzpflanzen mit dem Licht und den Bedingungen auf der Fensterbank zufrieden. Sehr platzsparend sind z.B. Techniken wie die Salat-Ampel, die auch für drinnen geeignet ist. Auch ein Indoor-Kompost in der Küche ist möglich, um den Nährstoffkreislauf innerhalb der Wohnung zu schließen!

Salatampel Abb.4: Salatampel


Quellen:

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Alex_Lueckenhaus 2019-02-15 13:25:31
Hallo Zusammen,
sehr spannender Artikel. Mir ist beim durchlesen aber eine Verlinkung aufgefallen, die nicht richtig funktioniert, wenn ich im Abschnitt Balkongarten auf "Spalieren" klicke komme ich auf die Serlo Startseite.
Viele Grüße
Alex
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