Birkenpech

Birkenpech wird aus der Birkenrinde gewonnen. Die Birkenrinde wird bei hohen Temperaturen durch einen Verschwelungsprozess (trockene Destillation) zu Birkenteer und dann zu Birkenpech umgewandelt.

Ca. 2 Handvoll Birkenrinde in kleinen Streifen in eine Metalldose mit Stülpdeckel (ca. 20 cm hoch, 10 cm Durchmesser) geben. In den Deckel mit einem Nagel ein Loch schlagen. Die Dose in die Mitte eines heruntergebrannten Lagerfeuers stellen. Um die Dose bis zu 1/3 der Höhe gleichmäßig Glut aufhäufen. Der Umwandlungsprozess der Rinde findet zwischen 370 und 420 °C statt und geht sehr schnell vor sich (ca. 10-14 Minuten). Nach 8-10 Minuten kontrollieren: den Inhalt der Dose mit einem Stock umrühren. Bleibt das Pech am Stock haften, ist der Prozess vollendet. Das abgekühlte Pech mit nassen Händen zu einer Rolle kneten. Zur Verarbeitung an einer Kerzenflamme erhitzen, bis die Masse weich wird. 100 g Rinde ergeben etwa 5 g Pech.

Stärkekleister

Bastel- und Tapetenkleister können aus Wasser und stärkehaltigen Lebensmitteln hergestellt werden. Dazu eigenen sich z.B. Mehl, Speisestärke oder Kartoffeln.

Mehlkleister

½ l kaltes Wasser und 150 g Mehl miteinander verrühren. Die Mischung kurz aufkochen, bis eine kleisterähnliche Masse entsteht.

Speisestärkekleister

40 g Speisestärke mit etwas kaltem Wasser anrühren. ½ l Wasser aufkochen und das Gemisch einrühren.

Kartoffelkleister

Eine Kartoffel schälen, reiben und mit 3 EL Wasser verrühren. Nach einiger Zeit die Kartoffelstärke abschöpfen und mit 3 EL Wasser erhitzen, bis eine gelbliche, dickflüssige Masse entsteht.

Alle Kleisterarten können nach dem Abkühlen direkt verwendet werden, am besten funktionieren sie aber, wenn sie vor der Anwendung noch zwei Tage ruhen. In luftdicht verschlossenen Gefäßen ist Kleister bis zu zwei Wochen haltbar.

Für die Kleisterherstellung können auch farbige Flüssigkeiten verwendet werden. So entstehen ungiftige Fingerfarben.

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