Vertiefung I

Arbeitsbedingungen Abb. 1: Arbeitsbedingungen

Aufgabe:

Stell dir vor, die folgenden Personen sitzen alle zusammen an einem Tisch und diskutieren über die Smartphone-Produktion.
Suche dir eine Person aus und schreibe ein Statement aus ihrer Sicht in die Kommentare. Die Karikatur oben kann dir eine Inspiration sein. Beziehe dich dabei immer auf den Kommentar vor dir.

  • Xiaoya ist Arbeiterin in einer Smartphone-Fabrik in China. Sie arbeitet unter harten Arbeitsbedingungen und kann von ihrem Lohn kaum überleben.

  • Jongdae ist Xiaoyas Chef in der Smartphone-Fabrik. Er soll einerseits die Arbeitsbedingungen (Löhne, Umweltstandards, Schutzkleidung etc.) verbessern, bekommt dafür aber nicht mehr Geld von seinen Auftraggebern.

  • Lukas ist Handy-Käufer aus Deutschland. Er will eine große Auswahl an Handys und nicht zu viel Geld ausgeben.

  • Kim Cook ist die Chefin eines großen Handyherstellers in den USA. Um viele Handys zu verkaufen, muss sie die Produktionskosten gering halten.

  • Daan ist Greenpeace-Aktivist aus den Niederlanden. Er setzt sich für den Umweltschutz ein.

  • Ebo arbeitet auf einem Schrottplatz in Agbogbloshie um nach der Schule noch ein bisschen Geld für seine Familie zu verdienen.

Natürlich würden diese Personen im echten Leben nie an einem Tisch sitzen. Trotzdem ist es hilfreich dies zu simulieren um die verschiedenen Standpunkte nachzuvollziehen.


Für Klassen

Diese Aufgabe könnt ihr auch als Fishbowl-Disskusion in eurer Klasse durchführen und anschließend die vorgebrachten Argumente nach den Kriterien der kategorialen Urteilbildung analysieren.

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Gandalf1998 2017-07-12 10:26:27
Lukas Handy Käufer: Durch die billige Produktion von Handyteilen bleibt mein Handy in dem Preissegment wie es jetzt ist, wenn die Produktion teurer wird kostet mein Handy auch mehr. Mir können die Leute in den Ländern doch egal sein.
Nikkz 2017-07-12 10:38:26
Lieber Lukas ich wünsche nicht mal dir so ein Leben wie meins. Mein Tag ist jeden Tag gleich ich verbring 18 Stunden am Tag in der Fabrik. Außerem hab ich mein Kind schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Mein Einkommen reicht gerade mal für die Schulausbildung meines Kindes. Ich arbeite jeden Tag hart für meinen Sohn und komm trotzdem nicht mal an den Genuss an ein Handy zu denken. Ich hoffe du enderst deine Meinung und achtest bei deinem Handykauf nicht nur auf den Preis.
Gandalf1998 2017-07-12 10:46:33
Liebe Xiaoya,
Es tut mir leid für deine Lage, aber man kann sich sein leben nicht aussuchen.
In Deutschland will man für wenig Geld das beste bekommen und da müssen eben Menschen wie Sie einfach diese Arbeit für uns machen.
Sie bekommen ja auch Geld dafür das macht dann eine Win-Win Situation aus.
Außerdem muss ich auch ehrlich sagen können sie sich auch einfach eine andere Arbeit suchen in Deutschland gibt es so etwas wie ein Arbeitsamt ich weis nicht ob es so etwas bei ihnen gibt.
Man kann immer sein leben ändern und wenn sie mit ihrem unzufrieden sind ändern sie daran etwas, vielleicht merkt ihr Konzern so das etwas schief läuft.

Tschüss!
SchnelleGazelle 2017-07-12 10:55:13
Liebe Xiayoa,
Seit Wochen wird zunehmend Druck von meinem Vorgesetztem auf mich ausgeübt, zwecks Löhne, Umweltstandards, Schutzkleidung etc.
Natürlich würde ich ihnen und den übrigen Mitarbeitern dieser Firma gerne diesen eigentlich selbstverständlichen Standard gewähren aber dazu fehlt uns einfach der nötige Zuschuss unserer Vorgesetzten. Trotzdem nehme ich mir ihren Kommentar zu Herzen und versuche weiterhin die Mittel für ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Gruß,
Jongdae
Nikkz 2017-07-12 11:03:26
Lieber Lukas dein Menschenbild empört mich. In China ist es schwer eine Arbeit zu finden, da es ein Überangebot von Arbeitern gibt. Durch euren billig Konsum ist es umso schwerer einen gut bezahlten Job zu finden. Vorallem für eine unausgebildete Wanderabeiterin. Ich opfere mein Leben für meinen kleinen Sohn um ihn aus diesem Kreislauf zu befreien und ihm eine Schule zu ermöglichen. Ich hatte nie das Glück eine Schule zu besuchen, da meine Eltern einfache Bauern sind mit einem kleinen manchmal soger ausbleibenden Einkommen. Heut noch verfolgen mich schlaflose Nächte mit leeren Magen und einer eisernen Kälte. Es ist schwer für mich mein Leben zu endern. Vorallem in China wo die Scherre zwischen Arm und Reich weit auseinandergeht. Trotzdem kämpfe ich jeden Tag um vielleicht doch rauszukommen ein Aufgeben gibt es nicht. Ich werde meinem Sohn eine bessere Zukunft ermöglichen.
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Denkfehler 2017-07-12 11:13:48
Also ich als Handyverkäufer will meinen Kunden immer das bestmögliche Warenangebot bieten, zu günstigen Preise. Und irgendwo muss auch ich etwas verdienen. Ich habe selber fünf Kinder von drei verschieden Ehefrauen und bin zu hohen Unterhaltzahlungen verpflichtet. Der Mensch ist von natur aus ein Egoist und wenn ich die Möglichkeit habe durch billige Auslandsproduktion mein Gehalt aufzustocken, nehme ich dies gerne an. Im Endefekkt muss selber schauen das ich all mein Kosten decken kann und wenn am ende des Abends noch Geld für ein schönes Öttinger übrig bleibt kann ich trotz schlechten Arbeitsbedinungen noch mit gutem Gewissen abends zu bett gehen.
Nikkz 2017-07-12 11:36:07
A öettinger kimmt mir in China ned ins Haus, da bleib ih beim reis mit melch
Denkfehler 2017-07-12 11:36:47
ich fetz dich gleich
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Hans_Norbert 2017-07-12 10:48:57
Kim Cook:
Wier können das Handy nicht Umwelt- und Menschenfreundlicher herstellen, denn dan ist unser Gewinn kleiner und was für ein Konzern möchte das schon. Auf der anderen seite können wir das Handy nicht teurer verkaufen, damit wir mehr Geld in Umwelt- und Menschenfreundlichkeit stecken könnte. Denn die Menschen würden unser Handy's nicht mehr kaufen.
Zudem haben wir die Preise schon selbst erhöht um noch mehr Geld zu verdiehen und weiter geht es eben jetzt nicht mehr.
P.S. Geld regiert die Welt
Denkfehler 2017-07-12 11:40:38
Money over B!tches
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Ohiokap 2017-07-12 10:20:44
Statement von Daan:
wir müssen dafür sorgen das nicht mehr die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund steht sondern die Umwelt. denn es bringt uns nichts wenn wir immer weiter wirtschaftlich denken denn dadurch zerstören wir unsere Erde und können dann garnicht mehr leben da hilft uns keine Wirtschaft bei diesem Problem.
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