Seit der Mensch das offene Meer befährt, solange gibt es Legenden über die riesigen Wesen aus der Tiefsee. Fischer, Walfänger, Händler und sogar die Wikinger berichteten von riesigen Kalmaren, die ihre Schiffe angriffen und in die Tiefe zogen.

Lange Zeit wurden diese Geschichten als Seemannsgarn abgestempelt. Trotz der Narben, die Pottwale auf ihrer Haut tragen.

riesenkalamar

Legenden, Mythen und Seemannsgarn

Es heißt: In jeder Legende stecke ein winiziges Korn Wahrheit. Dass in den Legenden über riesige Tintenfische weit mehr steckt, als nur ein winziges Korn ist mittlerweile bekannt. Verantwortlich dafür ist der Achitheutis dux.

Die ersten überlieferten Legenden beschrieb Homer in seiner Odyssee etwa im 7. Jahrhundert vor Christus. Odysseus kämpft dort mit Skylla und Charybdis, die in einer Engstelle Schiffen auflauern. Die Beschreibung von Skylla, die mit ihrem Körper in einem Felsen sitzt und mit ihren vielen Armen Seeleute vom Deck fegt erinnert an die späteren Legenden der Riesenkraken.

Das lange Zeit fälschlicherweise von Kraken anstatt von Kalmaren gesprochen wurde geht auf eine Bezeichnung des schwedischen Bischofs Olaus Magnus zurück, der im 17. Jahrhundert einen monströsen Kopffüßer als Kraken beschrieb.

Die Walfänger berichteten ebenfalls von riesigen Kalmaren, die sie in den Mägen von Pottwalen fanden, auch die Narben auf der Haut der Wale gab Anlass zu Überlegungen, sodass auf die Größe der Kalmare rückgeschlossen wurde. Nicht bedacht wurde allerdings, dass die Narben mit dem Wal mitwuchsen, sodass sich geschätzte Größen der Kalmare von knapp 60 Metern ergaben.

1861 wurde von der Crew der französischen Korvette "Alecton" berichtet, dass sie am 30. November nahe Teneriffa, Kanarische Inseln auf einen leblos im Wasser treibenden Kadaver eines riesigen Tintenfisches stießen. Die Länge dieses Exemplars wurde mit 12 Metern angegeben. 6 Meter länge alleine der Rumpf, und weitere 6 Meter für die Fangarme.

Lebensraum & Lebensweise

Heute ist einiges mehr über diese Tiere bekannt, auch wenn sie immernoch als schlecht erforscht gelten.

  • Der Riesenkalmar ist weltweit verbreitet
  • Ist die einzige Art der Gattung Architheutis
  • Lebt vermutlich in einer Tiefe von ca. 300 m
  • Größe: bis zu ca. 10 m
  • Fortpflanzung: Vermutlich durch Übermittlung von Spermienpakete (Spermatophoren)

Quellen

  • Legenden über Riesenkraken: [http://www.weichtiere.at/Kopffuesser/index.html?/Kopffuesser/legenden.html]() [Abgerufen am: 28.05.15]
  • Riesenkalmar - Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/Riesenkalmar]() [Abgerufen am: 28.05.15]
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