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Das Aristotelische Drama

Das Aristotelische Drama spielt eine wichtige Rolle im Deutschunterricht. Hier erfährst du, was es damit auf sich hat!

Aristoteles

Aristoteles

Das Aristotelische Drama - Das Wichtigste auf einem Blick!

Das Aristotelische Drama, auch bekannt als Klassisches Drama, basiert auf Merkmalen, die der antike griechische Philosoph Aristoteles in seiner "Poetik" formuliert hat:

  • Drei Einheiten eines Geschlossenen Drama (Einheit von Ort, Zeit, Handlung)

  • Kausalität (zwingende Folge von Akten)

  • Fünf-Akt-Schema

  • Katharsis (Reinigung der Seele)

Drei Einheiten eines Geschlossenen Dramas

Die drei Einheiten eines geschlossenen Dramas sind Ort, Zeit und Handlung und müssen nach Aristoteles folgendermaßen angewendet werden:

Jedes Drama soll eine einheitliche, geschlossene Handlung mit Anfang, Mitte und Ende besitzen (Einheit der Handlung), an einem einzigen überschaubaren Ort spielen soll (Einheit des Ortes) und eine angemessene zeitliche Ausdehnung nicht überschreiten darf (Einheit der Zeit) – bei Aristoteles sind es 24 Stunden. Dies alles dient dazu, das dramatische Geschehen nachvollziehbar und übersichtlich zu machen.

Kausalität

Die Kausalität hängt mit der Einheit der Zeit zusammen. Jede Szene baut auf der vorhergehenden Szene auf und würde an einer anderen Stelle des Dramas keinen Sinn ergeben. Die Szenen eines Aristotelischen Dramas können nur in einer festgelegten Abfolge vorkommen und somit nicht ausgetauscht werden. Das bedeutet, es besteht immer ein Zusammenhang zwischen den Handlungen zwei aufeinanderfolgender Szenen.

Das Fünf-Akt-Schema

Das Pyramidenmodell zeigt, wie ein geschlossenes Drama mit fünf Akten aufgebaut ist. Es wurde zwar nicht von Aristoteles, sondern von Gustav Freytag entworfen, dennoch baut es auf der "Poetik" von Aristoteles auf.

Das Fünf-Akt-Schema des Aristotelischen Dramas

Das Fünf-Akt-Schema des Aristotelischen Dramas

Katharsis

Das Drama soll in ihrer Mimesis (Nachahmung) so gut gestaltet sein, dass sie in den Zuschauer/-innen Schaudern (griechisch: phobos) und Jammern (griechisch: eleos) auslöst. Wenn die Zuschauer/-innen diese Emotionen rauslassen, reinigt das nach Aristoteles ihre Seele. Diese Reinigung der Seele wird als Katharsis bezeichnet. Sie ist das Ziel des Dramas.

Dafür wurden ursprünglich Hauptfiguren wie Könige, Götter oder Halbgötter genommen, da die Ansicht vertreten wurde, dass die Tragik bei hochrangigen Menschen höher ist, da sie eine große Fallhöhe haben.

Quellen

    • Nicoll, Allardyce: An introduction to dramatic theory, 2022.

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