Durch den Klimawandel wird unser Klima immer extremer, was auch extreme Folgen für Mensch und Natur hat.

Klima-Vorhersage

Sowohl das Wetter als auch das Klima sind sehr komplexe Systeme und können deshalb nie exakt vorhergesagt werden. Es bleiben stets Unsicherheiten. Aus diesem Grund sind eindeutige Vorhersagen für die Auswirkungen des Klimawandels nicht möglich. Wissenschaftler können aber sagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Ereignisse auftreten.

Die Folgen des Temperaturanstiegs

Zukünftige Entwicklungen werden mit Hilfe von Klimamodellen simuliert. Dabei ist es aufgrund des globalen Temperaturanstiegs sehr wahrscheinlich, dass bestimmte Ereignisse auftreten. Ein Temperaturanstieg wirkt sich regional sehr unterschiedlich aus:

Ozeane

An den Anstieg der Lufttemperatur ist die Temperatur der Ozeane gekoppelt: diese steigt an und das Wasser dehnt sich aufgrund dieser Erwärmung aus. Der Meeresspiegel steigt damit an. Vor allem Küstenregionen oder kleinere Inseln sind erheblich von diesem Meeresspiegelanstieg betroffen.

Nordhalbkugel

  • Erwärmung wird stärker
  • Meeresspiegelanstieg gefährdet Küstenregionen
  • Arktisches Meereis schmilzt
  • Gletscher gehen zurück
  • Permafrostboden taut auf

Auf der Nordhalbkugel findet beispielsweise eine stärkere Erwärmung statt. Die Gletscher und das arktische Meereis gehen zurück, weil das Eis schmilzt. Die Permafrostböden im Norden sind Böden, die über einen längerern Zeitraum – über mehrere Jahre – gefroren sind. Sie tauen auf und dadurch kommt es vor allem in Küstengebieten zu Erosionen. Die Hänge rutschen dann ab. Zusätzlich ist im Permafrostboden viel Methan gespeichert. Dieses wird frei, wenn die Böden auftauen.

Wieso ist es ein Problem, wenn Methan freigesetzt wird?

Da Methan sich in der Atmosphäre sammelt, kann die Sonnenenergie nicht zurück in den Weltraum reflektiert werden.
Treibhausgase, wie Methan, sorgen also dafür, dass Wärme in der Atmosphäre bleibt und sorgen so für die Erderwärmung.

Der Meeresspiegel steigt nicht nur aufgrund der Ausdehnung des Wassers durch die globale Erwärmung. Das Schmelzen von Meereis oder Gletschern erhöhen den Meeresspiegel ebenfalls.

Gletscherschmelze Abb. 1: Rückgang eines Gletschers

Aufgabe: wieso steigt der Meeresspiegel an?

Für den Anstieg des Meeresspiegels gibt es 2 Gründe:

  • Schmelzen von Meereis und Gletschern
  • Wasser dehnt sich aus, wenn es sich erwärmt

Extreme Ereignisse

Bei einer Temperaturerhöhung steigt die Wahrscheinlichkeit für extreme Wetterereignisse stark an. Zusätzlich treten diese Ereignisse öfter auf oder dauern länger als bisher. Eine Temperaturerhöhung um 2°C hat weltweit extreme Folgen:

  • starke und plötzliche Regenfälle
  • Überschwemmungen und Hochwasser
  • häufigere Sturmfluten und tropische Wirbelstürme
  • Dürreperioden

Flut in der Stadt Abb. 2: Hochwasser in einer Stadt

Die Anzahl der Hitzewellen in Europa wird sich bis zum Ende des Jahrhunderts mehr als verdoppeln. In der Mittelmeerregion wird die Hitze im Vergleich zu Nordeuropa stärker ansteigen.

Auswirkungen von Dürren für Landwirtschaft und Bewohner

ausgetrockneter Boden Abb. 3: Ausgetrockneter Boden

Hitzewellen werden häufiger auftreten, länger dauern und intensiver sein. Für die Landwirtschaft bedeuten sie große Ernteverluste.

Wenn über Jahre hinweg in bestimmten Regionen wegen der Dürre nichts mehr wächst, fliehen die Menschen. Hitzewellen können also wiederum Migrationsströme, sogenannte Klimaflüchtlinge, auslösen.

Diese Auswirkungen des Klimawandels bringen erhebliche Gefahren mit sich. Sie sind nicht nur für den Menschen gefährlich, sondern auch für die Ökosysteme.

Chancen des Klimawandels

Hat der Klimawandel nur negative Folgen? Nein, in manchen Regionen der Erde erwartet man auch einige positive Folgen des Temperaturanstiegs.

Mildere Winter

Mildere Winter haben in unseren Breiten die folgenden Vorteile:

  • es wird weniger Heizenergie gebraucht
  • es gibt weniger Ausfallzeiten in der Bauwirtschaft
  • es gibt weniger gesundheitliche Einschränkungen aufgrund von Kälte
Verschiebung von Vegetationsperioden

Vegetationsperioden sind die Zeiträume, in denen Pflanzen jedes Jahr aufs Neue wachsen. Nach dem Ende des Winters muss eine bestimmte Temperatur erreicht sein, damit eine Pflanze mit dem Wachstum beginnt. Beim Mais sind das +6 °C. Durch den Klimawandel steigt die Temperatur und in manchen Regionen können die Pflanzen bereits früher oder deutlich länger wachsen, weil sich ihre Vegetationsperioden verschieben.

Maisfeld

Die Anbaugebiete bestimmter Pflanzenarten können sich so verschieben. Außerdem können in manchen Regionen Pflanzenarten angebaut werden, die bisher nicht wachsen konnten.

Was sind Vegetetionsperioden?

Vegetationsperioden sind die Zeiträume, in denen Pflanzen jedes Jahr aufs neue wachsen.

Recherchiere hier wie lange Vegetationsperioden in verschiedenen Klimazonen sind.


Quellenangaben

  • Teile des Artikels sind in veränderter Form übernommen aus: Physische Geographie kompakt von Rüdiger Glaser et al. (2010), Humangeographie kompakt von Tim Freytag et al. (2016), Globaler Klimawandel: Ursachen, Folgen, Handlungsmöglichkeiten von Germanwatch, Klimamodelle und Globale Erwärmung. Zum fünften Bericht des Weltklimarats IPCC" in Physik in unserer Zeit, Ausgabe 45(3) und Earth System Knowledge Platform - die Wissensplattform des Forschungsbereichs "Erde und Umwelt" der Helmholtz-Gemeinschaft und
  • Chancen des Klimawandels: Teile des Artikels sind in veränderter Form übernommen aus: Umweltbundesamt und die Klimawirkungsketten des Umweltbundesamts, sowie Wikipedia
  • Abb. 1: Pixabay von Free-Photos
  • Abb. 2: Pixabay von LucyKaef
  • Abb. 3: Pixabay von daeron
  • Abb. 4: Pixabay von Skitterphoto
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