Der Einfluss von Big Data auf ein ganzes Land

Die Volksrepublik China bietet ein Beispiel, wie ein Staat die Gesellschaft eines ganzen Landes mithilfe von Big Data beeinflusst. Der Staat sammelt sehr viele Daten über die eigenen Bürger. Zusätzlich hat er ein Bewertungssystem entwickelt, mithilfe dessen erwünschtes und unerwünschtes Verhalten von Bürgern beurteilt wird.

Die Regierung kann nun einer Person, abhängig von ihrem Punktestand, Privilegien oder Restriktionen, wie z.B. den Zugang zu einer Universität, aussprechen. Damit stellt der Staat sicher, dass Personen, die sich an die Regeln vom Staat halten, privilegierter sind als Personen, die gegen diese Regeln verstoßen und formt damit das Verhalten der Bürger.

Weiterhin haben auch die sozialen Kontakte einen Einfluss auf den eigenen Punktestand. Kontakt mit Personen, die viele Punkten haben, können den Punktestand positiv beeinflussen, Kontaktpersonen mit weniger Punkten beeinflussen den Punktestand negativ. Damit werden Bürger, die unerwünschtes Verhalten zeigen, sozial ausgegrenzt. Denn ihre Freunde werden wohlmöglich den Kontakt abbrechen, um den eigenen Punktestand nicht zu gefährden.

Das Problem ist, dass es sich hierbei nicht um Gesetze handelt. Ob ein Verhalten, wie Autofahren, Demonstrieren oder kontroverse Bücher lesen gut oder schlecht ist, entscheidet der Staat. Der Staat nimmt also mithilfe von Big Data darauf Einfluss, wer Privilegien, wie eine gute Berufsausbildung oder einen guten Job, erhält und formt damit seine Gesellschaft.

Die Volksrepublik China ist natürlich nicht Europa bzw. Deutschland. Oder ist etwas in der Art hier auch möglich? Gehe auf die nächste Kursseite, um mehr zu erfahren.

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