Ein Muskel ist ein Organ, das sich zusammenziehen kann. So kann sich ein Körperteil, beispielsweise der Arm, bewegen.

Das Gegenspielerprinzip

Ein Muskel kann sich ausschließlich zusammenziehen, nicht aber von alleine wieder strecken. Dazu braucht der Muskel einen Gegenspieler, der sich seinerseits verkürzt um den Muskel auf der anderen Seite wieder zustrecken.
Die bekanntesten Beispiele dafür sind die Oberarmmuskeln Bizeps und Trizeps. Dabei bezeichnet man den Bizeps als Beuger und den Trizeps als Strecker. Will man also seinen Arm anwinkeln, so verkürzt sich der Bizeps und ist dabei gut sichtbar. Um nicht für immer in dieser Position verharren zu müssen, braucht es einen Gegenspieler, der den Arm wieder streckt - also den Trizeps. Dieser liegt dem Bizeps gegenüber. Wird der Trizeps zusammengezogen, streckt sich der Bizeps passiv wieder. Dieser kann nun erneut verkürzt werden.
Das Prinzip zweier Gegenspieler findet sich im ganzen Körper wieder. So gibt es beispielsweise auch einen Oberschenkelstrecker und einen Oberschenkelbeuger.

Abb. 1: Bizeps und Trizeps


Quellen

  • Abb 1: Übernommen von Pearson Scott Foresman aus Wikipedia Commons, Biceps
  • Muskelphysiologie (Lehrbuch der Physiologie) Gebundene Ausgabe – 1. Januar 1960 von Wilhelm Trendelenburg (Herausgeber), Erich Schütz (Herausgeber), Hans Reichel (Autor)
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