Der Schalenbau der Erde

Unsere Erde ist eine fast perfekte Kugel. Ihr Radius (die Strecke vom Mittelpunkt der Erde bis an die Erdoberfläche) beträgt ca. 6400 km. Wenn man sie aufschneiden würde, kann man erkennen, dass sie aus mehreren Schichten besteht. Ganz in der Mitte liegt ein fester Kern, um den dann die verschiedenen Schichten - wie einzelne Schalen einer Zwiebel - liegen.

Die Erdkruste

Beginnen wir ganz außen. Die äußerste Schale, die, auf der wir leben, ist die Erdkruste. Sie ist im Verhältnis zur restlichen Erde sehr dünn. Auf dem Bild ist sie zwar erkennbar. Im richtigen Maßstab wäre sie allerdings zu dünn um überhaupt dargestellt zu werden. Es gibt zwei verschiedene Arten von Erdkruste. Die kontinentale Kruste und die ozeanische Kruste. Die kontinentale Kruste liegt, wie der Name schon sagt, im Bereich unserer Kontinente, also der Landmasse. Im Durchschnitt ist sie etwa 40 km dick. Die ozeanische Kruste hingegen liegt unterhalb der Ozeane und ist wesentlich dünner als die kontinentale Kruste. Sie ist nur etwa 5 km dick. Dennoch ist sie schwerer als die kontinentale Kruste.

Die Erdkruste ist auch ein Teil der Lithosphäre. Zu ihr gehört zusätzlich auch der feste Teil des Erdmantels. Die Lithosphäre umfasst also den kompletten festen Teil der äußeren Schalen. Die Lithosphäre ist jedoch keine perfekte Schale, sondern besteht aus vielen großen und kleinen Teilen, den Lithosphärenplatten.

Die Grenze zwischen der Erdkruste und dem Erdmantel wird Moho, genauer Mohorovičić-Diskontinuität genannt.

Der Erdmantel

Nach der Erdkruste beginnt der Erdmantel. Dieser teilt sich in verschiedene Bereiche auf. Unter der Lithosphäre beginnt bis in etwa 300 km Tiefe die Asthenosphäre. Sie ist im Gegensatz zur Lithosphäre, die aus festem Gestein besteht, weich und verformbar. Die Lithosphärenplatten schwimmen deshalb auf der Asthenosphäre wie Eisschollen, sie können sich also bewegen.

Zwischen der Asthenosphäre und der Lithosphäre findet zudem ein Materialaustausch statt. Dies ist möglich, wenn Teile der Lithosphäre abtauchen und sich dann verflüssigen oder wenn die Lithosphäre aufbricht, flüssiges Gestein nach oben kommt und damit neue Lithosphäre bildet.

Im Erdmantel finden auch Konvektionsbewegungen statt. Das bedeutet, dass heißere Masse nach oben steigt und kältere Masse wieder nach unten absinkt. Das erfolgt in kreisförmigen, also zyklischen Bewegungen.

Die Konvektionsströme in der Asthenosphäre sind der "Motor der Plattentektonik".

Der Erdkern

Der Erdkern, ganz in der Mitte der Erde, teilt sich in den äußeren und den inneren Kern auf. Der äußere Kern ist flüssig, der innere Kern hingegen ist fest. Hauptsächlich besteht der Erdkern aus Eisen und etwas Nickel.

Quellen:

Alan H.Strahler/Arthur N. Strahler, Physische Geographie, 4. Auflage 2006

Press/Siever, Allgemeine Geologie, 7. Auflage 2017


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