Magersucht ist eine Essstörung und wird auch Anorexia nervosa genannt.

Typisch für eine Magersucht ist ein starker Gewichtsverlust, den die Betroffenen durch hungern und Nahrungsverweigerung herbeiführen.

Der Großteil der Erkrankten sind oft Mädchen im Alter von 13-18 Jahren, aber auch Jungen können von der Erkrankung betroffen sein. Magersucht zählt bei Mädchen und jungen Frauen zu einer der häufigsten Todesursachen.

Gründe für eine Magersucht

Untersuchungen ergaben, dass viele der Betroffenen ein geringes Selbstbewusstsein aufweisen, sich zu dick und nicht schön genug fühlen, weshalb sie hungern. Dabei spielen vor allem Schönheitsideale aus der Werbung eine große Rolle. Diese setzen junge Mädchen und Jungen so sehr unter Druck, dass sie genauso aussehen wollen wie ihre Vorbilder aus Film und Fernsehen. Oft sind aber auch psychische Probleme, wie zum Beispiel die Scheidung der Eltern, der Auslöser für das problematische Essverhalten.

Bild zur Magersucht von Menschen

Symptome

Für eine Magersucht gibt es viele Anzeichen:

  • Verstecken des Körpers
  • extremer Gewichtsverlust
  • verweigerung der Nahrungsaufnahme
  • ständiges Frieren
  • übermäßiges Sporttreiben
  • Aussetzen der Menstruation bei Frauen
  • Müdigkeit
  • Bevorzugung kalorienarmer Lebensmittel
  • verlangsamtes Essen

Diagnose

Die Diagnose wird meist von einem Arzt oder Psychologen durchgeführt. Es wird untersucht, ob eine Person magersüchtig ist oder ob andere Gründe für das Untergewicht vorliegen. Anschließend wird entschieden, welche Therapie notwendig ist. Es gibt viele Kriterien nach denen entschieden wird, ob ein Mensch an Anorexie erkrankt ist. Wie zum Beispiel wenn das Körpergewicht der Person bei einem BMI von 17.5 oder darunter liegt. Auch große Angst vor der Gewichtszunahme, übermäßiges Sporttreiben und der Missbrauch von Appetitzüglern und Abführmitteln sind Kriterien für eine genaue Diagnose.

Therapie

Bei der Behandlung von Magersucht arbeiten Ärzte, Psychologen und Ernährungsberater zusammen. Während der Psychotherapie werden die Ursachen der Essstörung besprochen. Ein Ernährungsberater unterstützt die betroffene Person dabei, ein gesundes Essverhalten zu erlernen. Ärzte überprüfen regelmäßig die Blutwerte und die Gewichtszunahme. Sollte der Gewichtsverlust der erkrankten Person jedoch zu hoch sein, dann ist ein stationärer Aufenthalt in einem Krankenhaus oder einer psychosomatischen Klinik oft die letzte Möglichkeit.


Hilfe für Betroffene, Familie und Angehörige

www. bzga-essstoerungen.de

www.anad.de

www.schoen-klinik.de

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