Wie sicher ist die Verschlüsselung?

Sicherheit der Vigenère-Chiffre

Das entstandene Programm ist deutlich sicherer als die Caesar-Verschlüsselung, denn gleiche Buchstaben können zu unterschiedlichen Buchstaben verschlüsselt werden. Man spricht von einer polyalphabetischen Chiffre (bzw. genauer: polyalphabetische Substitution, also Ersetzungschiffre). Dadurch ist die Chiffre geschützt vor normalen Häufigkeitsanalysen, die monoalphabetische Chiffren (wie z. B. Caesar) sehr schnell knacken.

Dennoch gilt die Chiffre heute nicht mehr als sicher. Das liegt daran, dass man die Chiffre entschlüsseln kann, wenn der Text viel länger ist als der Schlüssel. Ist der Schlüssel z. B. nur 4 Zeichen lang, dann wird jeder 4. Buchstabe mit dem selben Buchstaben verschlüsselt. Nimmt man also nur jeden 4. Buchstaben aus dem Text wird das knacken genauso leicht wie bei Caesar, also eine einfache Häufigkeitsanalyse. Dies wiederholt man 4 mal und hat den gesamten Schlüssel.

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