Kloster Serlo im Himalaya

2009

Simon Köhl, damals Schüler in der 13. Klasse, besuchte die wunderschöne Klosterschule “Serlo” im nepalesischen Himalaya Gebirge. Dort gab es Computer und Internet, aber kaum gute Bücher und Unterrichtsmaterialien. So entstand die Idee einer freien Lernplattform für Schüler*innen, die nach dem Vorbild Wikipedia aufgebaut werden sollte. Gemeinsam mit dem Softwareentwickler Aeneas Rekkas, der damals die 12. Klasse besuchte, gründete Simon Köhl den Serlo Education e.V. und die Entwicklung der Lernplattform begann.

Im ersten Jahr schlossen sich mehr und mehr Schüler*innen dem Team rund um Simon und Aeneas an. Sie alle brachten ihre eigenen Schulerfahrungen mit ein und prägten die frühe Vision, dass alle schul- relevanten Inhalte mit Übungsaufgaben und Musterlösungen an einem Ort für alle einfach und kostenlos verfügbar sind.

2010 - 2012

Die Schüler*innen und Studierenden arbeiteten drei Jahre komplett ehrenamtlich, zeitweise auch Vollzeit in Urlaubssemestern oder parallel zum Studium. Die WG von Aeneas hielt dabei als Büro her. Bis 2012 entwickelte das Team einen ausführlichen Prototyp von serlo.org der bereits hunderte erklärende Artikel, über tausend Übungsaufgaben mit Musterlösungen, Lehrpläne und Wiki-Funktionalitäten enthielt.

Das frühe Team von serlo.org 2012

Simon und Aeneas

Serlo-Gründer Simon und Aeneas

2013 - 2015

2013 eröffneten sich für das Serlo Team viele neue Möglichkeiten, die das Projekt vorwärtstrieben: Als Hochschulgruppe konnte das Team nun die Räumlichkeiten der Studierendenvertretung der LMU München nutzen und führte 2014 dort zum ersten Mal die inzwischen legendären Serlo Academies für Lehramtsstudierende durch.

Mit der tatkräftigen Unterstützung des ehemaligen CTOs der Deutschen Telekom, Thomas Aidan Curran, hatten Simon und Aeneas ab 2013 außerdem einen erfahrenen Berater an der Seite: Dank ihm entstanden mit "Redaktion", "Softwareentwicklung" und "Organisation" zunehmend eigenständige Bereiche und so konnte das Serlo Team bis 2014 nicht nur den Release von "Serlo 2.0", sondern auch knapp zweihundertausend monatliche Nutzer*innen und erste Fundraisingerfolge feiern. Dies ermöglichte auch zum ersten Mal die Einstellung einer hauptamtlichen Mitarbeiterin.

Bald gewann serlo.org erste Auszeichnungen und die Organisation fand sich trotz fast ausschließlich ehrenamtlicher Strukturen als ernstzunehmender Player in der OER- und Social-Entrepreneurship-Szene wieder. 2015 fusionierte Serlo Education mit dem erfolgreichen Hochschul-OER-Projekt "Mathe-für-Nicht-Freaks".

Die erste Serlo Academy in der StuVe, 2014

Die Serlo 2.0 Releaseparty im Impact Hub 2014

Preisverleihung Vision Summit 2013

Preisverleihung auf dem Vision Summit 2013

2016 - 2018

Erste größere Förderungen ermöglichten ab Ende 2015 die Schaffung von einzelnen Teilzeitstellen u.a. für die Betreuung ehrenamtlichen Autor*innen und die didaktische und administrative Entwicklung der Serlo Lab School - dies setzte den Startschuss für die allmähliche Professionalisierung vieler Bereiche der Organisation. Ende 2017 konnte das Serlo Team zum ersten Mal ein eigenes Büro in München-Sendling beziehen - in der Folge wuchs auch das ehrenamtliche Team beträchtlich auf rund 70 regelmäßige Helfer*innen. All dies trug dazu bei, dass serlo.org bis 2018 mit 800.000 monatlichen Nutzer*innen zu einer der meistgenutzten Lernplattformen im deutschsprachigen Raum avancierte. Hierfür wurde Simon 2018 in das Ashoka Fellow Netzwerk aufgenommen.

Ende 2018 konnten zum ersten Mal sieben Vollzeitstellen geschaffen werden - jetzt starten wir erst richtig durch!

Das Serlo-Büro in der Daiserstraße in München

Das Team bei der Induction der Ashoka Fellows 2018