Einheiten zur Vereinheitlichung von Größenangaben

Früher wurden Längen zum Beispiel in „Finger-“oder „Fußlängen“ und Zeitspannen in Umlaufszeiten der Sonne oder des Mondes angegeben. Zum Wiegen von beispielsweise Gold wurden auf die andere Seite der Waage Steine gelegt.

Doch diese Angaben sind nicht eindeutig. Weder die Finger noch die Füße aller Menschen sind gleich lang. Die Position der Sonne oder des Mondes ist selbst im modernen Alltag nicht gerade leicht zu bestimmen. Somit waren solche Angaben für die Wissenschaft zumindest sehr schwierig zu verwenden. Außerdem wurden diese Angaben natürlich von vielen zu ihren eigenen Gunsten ausgelegt. Das Gold von einem selber hat man mit kleinen Steinen gemessen, um eine möglichst hohe Anzahl an Steinen als Gewicht des Goldes nennen zu können. Das Gold eines anderen wurde gegebenenfalls mit größeren Steinen gemessen, damit es nach weniger aussieht. Dies führte zu sehr vielen Streitigkeiten.

Um dem allen entgegen zu wirken, wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts genormte Einheiten etabliert. Dabei hat man ein Objekt genommen, bei welchem man festlegte, dass dies nun ein Meter ist und es vervielfältigt. So konnte jeder die selbe Längenangabe verwenden und es musste nicht mehr wegen ungenauer Angaben gestritten werden. Dieses Objekt ist heute übrigens als der sogenannte „Urmeter“ bekannt. Genauso verlief es bei anderen messbaren Größen.


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