Beete, die nicht ebenerdig angelegt werden, werden Hochbeete genannt. Wie beim [Hügelbeet] wird in den Kern des Hochbeetes organisches Material eingebracht, das sich im Laufe der Zeit zersetzt und so Nährstoffe für die eingesetzten Pflanzen bereitstellt.

Hochbeet

Ein Hochbeet im Garten hat viele Vorteile:

  • Durch die Verrottungswärme kann die Gartensaison früher begonnen werden.
  • Flächen mit ungeeigneten Bodenverhältnissen ( z.B. Nährstoffmangel, zu hoher Feuchtigkeit, oder Schadstoffbelastung) können nutzbar gemacht werden.
  • Auch ergonomisch ist ein Hochbeet einfacher zu bearbeiten als ein einfaches Gemüsebeet. Für Menschen mit Rückenproblemen oder Rollstühlen machen sie das Gärtnern oft erst möglich.
  • Kinder können daneben spielen und markierende Hunde werden hier nicht zum Problem.

Kanisterhochbeet Abb.1: Hochbeet aus recyceltem Einwegkanister

Hochbeete können je nach persönlichem, handwerklichen Geschick und finanziellen Möglichkeiten gestaltet werden. Eine kostengünstige Variante ist ein Hochbeet aus einem Einwegkansister. Mit der Stichsäge wird oben ein Ausschnitt ausgesägt, Lüftungslöcher seitlich und Entwässerungslöcher am Boden sind wichtig. Meist bekommt man diese Kanister auf Paletten, so hat man ein mobiles Hochbeet, welches mit Traktor oder Hubstapler versetzt werden kann.

Hochbeet mit Trockenmauer Abb.2: Hochbeet mit Trockenmauer

Einen zusätzlichen Effekt haben Hochbeete mit Wänden aus Stein, das Trockenmauerwerk speichert Sonnenenergie und gibt Wärme an die Pflanzen ab.

Hochbeet aus Paletten Abb.3: Palettenhochbeet in einem urbanen Garten

Gerade in urbanen Gärten werden oft Paletten wiederbenutzt, um Hochbeete zu bauen. Der Vorteil ist, dass die Paletten oft verschenkt werden und einen schnellen Aufbau ermöglichen. Zu Paletten als Baumaterial haben wir einen extra Artikel.

Eine Spezialform des Hochbeetes ist die Kräuterspirale.

Wie du dein eigenes Hochbeet bauen kannst erfährst du entweder in unserem Hochbeetbaukurs.


Wie du ein besonderes Steckhochbeet baust wird hier gezeigt:


Quellenangabe

Große Teile des Artikels, sowie Bilder und Grafiken (Abb.1,2) sind in veränderter Form übernommen aus: "Die kleine Permakultur-Fibel" von Bernhard Gruber

Abb.3: Südgarten München

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