Sorten sind verschiedene Varianten von Obst- und Gemüsearten.

Sie sind durch jahrhundertelange Züchtung entstanden, bei der verschiedene Merkmale ausgewählt und optimiert wurden. Viele wurden auf große Erträge und appetitliches Aussehen hin gezüchtet. Andere wurden auf ihre Widerstandsfähigkeit ausgewählt und sind an ein bestimmtes Klima angepasst oder weniger anfällig für Krankheiten.

Innerhalb der Äpfel gibt es z.B. 20.000 verschiedene Sorten, wie Elstar und Braeburn oder sehr alte Varianten wie den Alantapfel.

Karottenvielfalt Verschiedene Karottensorten

Diese Vielfalt ist für den Landbau sehr nützlich:

  • Die Sortenvielfalt ermöglicht die optimale Auswahl für verschiedenste Bedingungen. Für windige Standorte möchte man z.B. Getreidesorten mit kurzen Halmen auswählen, die nicht so schnell umknicken. Manche Sorten sind besonders widerstandsfähig gegen bestimmte Schädlinge oder kommen mit schwierigen Böden besser zurecht als andere.

  • Verschiedene Sorten im Garten erweitern den Speisezettel. Viele Varianten wurden für spezielle Zwecke optimiert, bei den Äpfeln etwa manche für die Saftpresse und andere für's Kuchenbacken.

  • Die Sortenvielfalt ist ein Genpool für neue Züchtungen. Alte Sorten und ihre Eigenschaften könnten für künftige Anpassungen wichtig sein, um neuen und extremen Bedingungen zu trotzen, z.B. wenn sich das Klima wandelt oder neue Krankheiten entstehen.

Gärten spielen für den Erhalt der genetischen Vielfalt eine wichtige Rolle

Im intensiven Landbau geht die Vielfalt immer weiter zurück, die Zahl der weltweit landwirtschaftlich genutzten Arten und Sorten von Kulturpflanzen ist seit 1920 um 75 Prozent gesunken. Viele Sorten eigenen sich nicht für den großflächigen Anbau und die Arbeit mit Maschinen. Diese Einschränkungen gibt es im Gartenbau weniger, daher ist es hier leichter, auch alte Sorten einzusetzen.


Quellen:

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