Allgemeines

Die dargestellten Symptome sind relativ gute Indikatoren für die verschiedenen Mangelerscheinungen. Oft treten sie aber nicht so isoliert auf und sind daher nicht so leicht einzuteilen. Eindeutige Informationen liefern Bodentests, die in Gartencentern oder Apotheken angeboten werden.

Generell gilt beim Düngen:

  • Verschiedene Pflanzenarten haben unterschiedliche Nährstoffbedarfe. Daher: Lieber öfter und dafür sparsamer Düngen und beobachten, wie sich die Pflanzen entwickeln. Über längere Zeiträume können die Pflanzen die Nährstoffe außerdem besser aufnehmen.

  • Gedüngt wird am besten bei bedecktem Wetter und in feuchter Erde. Wenn das Blatt- und Fruchtwachstum losgeht, brauchen die Pflanzen mehr Nährstoffe.

  • Am besten ist es, Nährstoffmangel gut vorzubeugen, d.h. schon im Herbst Nährstoffe einzubringen, z.B. mit gut ausgewogenem Kompost. So wird sichergestellt, dass auch schwer lösliche Stoffe bis zur Aussaat im Frühjahr für die Pflanzen verfügbar sind.

  • Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viele Düngergaben. Die Überdüngung mit einem Stoff kann die Aufnahme anderer Stoffe behindern. Sehr kräftiges Wachstum, ein sattes Grün, das ins bläuliche tendiert, schwammig werdende Blätter und "verbrannt" aussehende Blattspitzen und -ränder können z.B. ein Anzeiger für Überdüngung sein.


Quellen:

  • Katja Thiel: "Gärtnern - Grundkurs grüner Daumen", Kosmos Verlag, 2011

  • Severin Halder, Dörte Martens, Gerda Münnich, Andrea Lassalle, Thomas Aenis, Eckhard Schäfer (Hrsg.): "Wissen wuchern lassen", AG Spak, 2014

  • Ausführliches Diagnosesystem VISUPLANT der Thüringischen Landesanstalt für Landwirtschaft

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