Das Wort Recycling bezeichnet das Wiederverwerten von Rohstoffen aus Abfall.

Plastik ist ein besonderer Abfall, und je nachdem in welcher Stadt oder in welchem Bundesland du lebst, entsorgst du ihn entweder in einem gelben Sack oder in einer gelben Tonne.

In den jeweiligen Behälter gehören Verpackungen aus Plastik (auch Kunststoff genannt), Verbundstoff und Metall hinein. Dazu gehören dann beispielsweise leere Milchpackungen, Joghurtbecher, Shampooflaschen und Gummibärchentüten. Dies ist allerdings auch in manchen Landkreisen unterschiedlich, informiere dich also vielleicht bei deinen Eltern oder im Internet darüber! In Deutschland wird mehr als 90 Prozent des Plastikmülls wieder eingesammelt, aber nur 43 Prozent werden auch recycelt. Über die Hälfte wird in Müllverbrennungsanlagen verbrannt, und dann für die Gewinnung von Strom und Wärme oder als Ersatzbrennstoff genutzt.

Gelber Sack und gelbe Tonne

Abb. 1: Gelbe Tonne und Gelber Sack

Mehrweg und Einweg-Verpackungen

Bei den Verpackungen gibt es zwei verschiedene Arten: Mehrweg-Verpackungen sind Verpackungen, die nach dem Benutzen wieder zur Fabrik zurückgebracht, dort gesäubert und dann wieder befüllt werden.

Mehrweg-Logo Abb. 2: Mehrweg-Logo

An diesem Zeichen erkennst du Verpackungen, die nach der Reinigung wiederverwendet werden. Mehrwegflaschen werden etwa 40 Mal wieder befüllt.

Einweg-Verpackungen werden, nachdem sie einmal benutzt wurden, nicht wiederverwendet.

Einweg Logos Abb. 3: Einwegg-Logos

Diese beiden Logos stehen für Einweg-Verpackungen und für Recycling. Das blaue Logo findest du auf vielen Glas- und Plastikflaschen: es heißt, dass du zusätzlich zum eigentlichen Preis Pfand zahlen musst. Dieser beträgt meistens bis zu 0,25€. Dieses Geld bekommst du zurück, wenn du die Flasche in einen Leergutautomaten gibst, nachdem du sie ausgetrunken hast

Kreislauf einer Plastikflasche

Plastikflaschen, die nur einmal verwendet werden und für die man Pfand zahlen muss, durchlaufen einen Kreislauf:

  • Phase 1: In der Filiale beginnt und endet der Kreis. Hier kaufen die Menschen die vollen Flaschen, und geben die leeren in einen Automaten zurück. Noch hier werden die leeren Flaschen gesammelt, zusammengepresst und nach den verschiedenen Arten sortiert.

  • Phase 2: In einem Zentrallager werden die Flaschen für den Transport in ein Recyclingwerk vorbereitet.

  • Phase 3: Im Recyclingwerk werden die Flaschen nach der Säuberung und Zerkleinerung geschmolzen. Dabei entsteht ein neuer Rohstoff, der „Rezyklat“ genannt wird. Dieser wird zur Herstellung neuer PET-Flaschen verwendet.

  • Phase 4: In der Kunststoffverarbeitung wird die neue Flasche aus dem Rezyklat und neuen Kunststoff hergestellt. Die Flasche hat aber noch nicht ihre eigentliche Größe.

  • Phase 5: Beim Abfüller wird die Flasche zu ihrer eigentlichen Größe aufgeblasen, und dann mit dem Getränk aufgefüllt.

  • Phase 6: Die Flasche wird zum Zentrallager gebracht. Von dort aus geht es weiter in die Filialen.

Kreislauf einer Plastikflasche Abb. 4: Kreislauf einer Plastikflasche

Noch besser als Plastikrecycling ist die Vermeidung von Plastik im Alltag. Damit du ein paar Ideen bekommst, haben wir dir hier einige aufgelistet.

Plastikalternativen

Plastik braucht mehrere hundert Jahre, damit es sich auflöst, ganz im Gegenteil zu einem Apfel beispielsweise. Das Plastik bleibt bis zur Zersetzung in unserer Umwelt. Um die Umwelt, also die Welt in der wir leben zu schützen, ist es wichtig, unseren Plastikverbrauch zu verringern. Wenn man heute in den Supermarkt geht, ist es gar nicht so einfach, keinen Gegenstand mit Plastik zu kaufen. Das Gemüse und Obst, das Müsli oder die Cornflakes sind mit Plastik verpackt. Auch viele Gegenstände wie die Zahnbürste, die Zahnpasta und das Spielzeug bestehen aus Plastik. Es gibt allerdings Tricks und Ideen, um Alltagsgegenstände aus Plastik mit anderen Dingen auszutauschen.

Vielleicht kennst du sogar schon Tricks, um Plastik mit anderen Materialien auszutauschen, oder hast Ideen?

Zahnbürste Abb. 5: Die Zahnbürste

Die Zahnbürste: Was für eine Zahnbürste hast du? Kannst du die Borsten austauschen oder schmeißt du die gesamte Zahnbürste weg und tauschst sie dann gegen eine neue ein? Es gibt Zahnbürsten aus Holz oder solche, bei denen du nur den Borstenkopf austauschen kannst. Dadurch wandert nicht die gesamte Zahnbürste in den Müll, sondern nur ein kleiner Teil.

Die Seife Abb. 6: Die Seife

Händewaschen mit Seife: Mit was für einer Seife wäscht du dir die Hände? Ist es die lustige Flüssigseife, die du aus einem sogenannten Seifenspender drückst oder ein flutschiges Stück Seife? Ein Stück Seife ist häufig nicht mit Plastik verpackt und hält länger, als Flüssigseife. Wie wäre es mit einem Test, in dem du die Haltbarkeit beider Seifen testest?

Die Trinkflasche Abb. 7: Die Trinkflasche

Trinkflasche: Was für eine Trinkflasche hast du gerade im Rucksack? Wenn du sie ausgetrunken hast, schmeißt du sie dann weg oder verwendest du sie noch viele Male? Trinkflaschen, die du immer wieder benutzen kannst gibt es in vielen Farben und Formen und schützen deine Umwelt.

Brotdose Abb. 8: Die Brotdose

Verpackungen für das Pausenbrot: Wenn du Pausenbrot mit zur Schule nimmst, wie transportierst du das? Ist es in Folie, in einer Brottüte aus Plastik oder Papier gewickelt oder liegt es in einer Brotdose? Brotdosen sind praktisch. Du kannst sie auswaschen und wiederverwenden und verursachst keinen Müll.

Hast du heute Morgen Müsli oder Cornflakes mit Milch oder Joghurt gegessen? Aus was für einer Verpackung kam es? Waren es Tetrapacks oder Joghurtbecher oder war die Milch und der Joghurt in Glasflaschen/-gläsern gefüllt?


Quellenangaben:

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