Mittel- und langfristig braucht Lebensfreude aber die zweite Seite, das “gute Leben” oder das sinnvolle und erfüllte Leben. Schon vor über 2000 Jahren diskutierten die griechischen Philosophen das Für und Wider von Lebenszufriedenheit im Vergleich zu Sinnesfreuden und Vergnügen.

Nach dem aktuellen Stand der Forschung sind die beiden Aspekte verbunden. Menschen, die sich glücklich fühlen, sind offener für neue Erfahrungen und haben mehr positive Begegnungen als andere. Gleichzeitig ist ein gutes soziales Netzwerk durch Freunde oder die Familie eine wichtige Grundlage für ein erfülltes Leben. Positive Gefühle stärken gute Beziehungen und gute Beziehungen erzeugen positive Gefühle. Diese Aufwärtsspirale durch gegenseitige Verstärkung gibt es auch bei einigen anderen positiven Aspekten des Lebens.

Sicherlich - zum Leben gehören auch leidvolle Zeiten. Wenn ich ein Ziel verfolge, wenn ich mich für etwas einsetze, wird es auch Schwierigkeiten und Widerstände geben. Deshalb ist das Vermeiden von Unangenehmem keine gute Empfehlung zum Glücklichsein.

Quellen:

[Jill Suttie and Jason Marsh 2014](): [http://greatergood.berkeley.edu/article/item/happylifedifferentfrommeaningful_life]()

Barbara Fredrickson, Die Macht der guten Gefühle, Frankfurt 2011, S. 42ff

Russ Harris: Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei, 2010, S.39f

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