In einer Hand voll Erde gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf der ganzen Welt. In der oberen Bodenschicht eines fruchtbaren Bodens leben neben Regenwürmern und vielen andern Kleinstlebewesen pro m² eine Billiarde Bakterien.

Ohne diese Kleinstlebewesen könnte der Nährstoffkreislauf nicht funktionieren und es wäre kein Pflanzenwachstum möglich.

Bodenorganismen: Springschwänze Abb.1: Springschwänze, stark vergrößert.

Boden mit Regenwürmern Abb. 2: Regenwurm

Zusammensetzung des Bodenlebens

Zu den Bodenlebewesen (dem Edaphon) gehören:

  • kleinere Wirbeltiere (z.B. Maulwurf, Mäuse)
  • Wirbellose (z.B. Schnecken und Würmer)
  • Gliederfüßler (z.B. Asseln, Spinnentiere, Tausendfüßler, Milben, Insekten)
  • Mikroorganismen (Kleinstlebewesen, z.B. Wurzelfüßer, Wimpertiere, Geißeltiere, Bakterien)
  • Pilze und Algen

Bodenleben Abb.3: Bodenlebewesen

Anteile der verschiedenen Bodenorganismen

Abb.4: Anteile verschiedener Bodenlebewesen in Wiesenboden. Die Werte sind nur Näherungen.

Bedeutung der Bodenorganismen

Die Dichte der Bodenorganismen deutet auf die Gesundheit des Bodens hin. Nur ein lebendiger und somit gesunder Boden ist auf Dauer ein fruchtbarer Boden der mit seiner Humusschicht Pflanzen versorgen kann und uns reiche Ernte bringt.

Gefahren für Bodenorganismen

Unser Boden ist nicht nur ein komplexes sondern auch empfindliches ökologisches System. Durch die herkömmlichen Anbaumethoden und die Verwendung von künstlichen Dünge- und Spritzmitteln werden die Bodenlebewesen gestört oder sogar getötet. Ebenso hat jede Pflanze ihre bestimmten Bedürfnisse. Wird immer nur eine Pflanzenart angebaut, wird der Boden einseitig ausgelaugt und kann die Pflanzen nicht mehr versorgen.

Schau nach!


Quelleangabe:

Abb.1: Wikimedia Commons: Protaphorura armata von U. Burkhardt

Abb.3: Eigene Darstellung

Abb.4: [Wikimedia Commons: Edaphon Verteilung](Quelle: Wikipedia von Tobias R.

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