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Der Weg der Hingabe: Ursprung und zentrale Lehren des Islam

In diesem Artikel erfährst du was der Islam ist, wer der Prophet Mohammed war und welche zentralen Lehren der Islam hat.

Abbildung einer Moschee

Was ist der Islam?

Der Islam ist eine der fünf großen Weltreligionen. Das arabische Wort Islam bedeutet „Hingabe“ oder „Ergebung“ – gemeint ist die Hingabe zu Gott, den die Muslime Allah nennen. Für Musliminnen und Muslime ist Allah der einzige, allmächtige und barmherzige Gott.

Der Islam beruht auf der Botschaft, die Allah seinem Propheten Mohammed offenbart hat. Diese Botschaften wurden im heiligen Buch des Islam gesammelt: dem Koran.

Der Islam entstand im 7. Jahrhundert auf der Arabischen Halbinsel. Heute ist er auf der ganzen Welt verbreitet – besonders in Ländern wie Indonesien, Pakistan, Indien, der Türkei oder den arabischen Staaten. Aber auch in Europa und Nordamerika leben viele Muslime. Muslim oder Muslimin kann grundsätzlich jeder werden.

Wer war Mohammed?

Mohammed wurde um das Jahr 570 in Mekka geboren. Er arbeitete als Händler und war dafür bekannt, ehrlich und gerecht zu sein. Als Mohammed etwa 40 Jahre alt war, zog er sich manchmal in eine Höhle zurück. Dort wollte er in Ruhe nachdenken und beten.

Muslime glauben: In dieser Höhle erschien ihm der Engel Gabriel. Der Engel brachte ihm eine wichtige Botschaft von Gott. Mohammed sollte den Menschen sagen, dass es nur einen Gott gibt. Er sollte sie auch daran erinnern, freundlich zu sein, gerecht zu handeln und sich gegenseitig zu helfen.

Mohammed erzählte den Menschen von dieser Botschaft. Am Anfang hörten ihm nur wenige zu, doch mit der Zeit folgten ihm immer mehr Menschen.

Muslime sehen Mohammed als den letzten Propheten. Vor ihm gab es schon andere wichtige Propheten, zum Beispiel Abraham, Moses und Jesus.

Mohammed starb im Jahr 632 in der Stadt Medina. Seine Botschaft lebt für viele Menschen bis heute weiter.

Was sind die zentralen Lehren des Islam?

Im Zentrum des Islam steht der Glaube an einen einzigen Gott und die Aufgabe, ein gutes, gerechtes und verantwortungsvolles Leben zu führen.

Die wichtigsten Regeln des islamischen Glaubens werden die Fünf Säulen des Islam genannt. Sie helfen den Gläubigen, ihren Glauben im Alltag zu leben.

Die Fünf Säulen des Islam

  1. Das Glaubensbekenntnis (Schahada): „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist sein Gesandter.“ Dieses Bekenntnis ist der wichtigste Satz im Islam.

  2. Das Gebet (Salat): Musliminnen und Muslime beten fünfmal am Tag. Die Gebete erinnern daran, Gott dankbar und achtsam zu sein.

  3. Die Almosensteuer (Zakat): Wer genug Geld hat, soll einen Teil davon an Arme und Bedürftige weitergeben. So soll soziale Gerechtigkeit gefördert werden.

  4. Das Fasten im Fastenmonat Ramadan (Saum): Im Fastenmonat verzichten die Gläubigen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Das stärkt Disziplin, Mitgefühl und Gemeinschaft.

  5. Die Pilgerfahrt nach Mekka (Haddsch): Wer die Möglichkeit hat, soll einmal im Leben nach Mekka pilgern. Dieses Ereignis ist ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit aller Muslime weltweit.

Der Koran und die Sunna

Der Koran ist das heilige Buch des Islam. Muslime glauben, dass er die wörtliche Offenbarung Gottes an Muhammad ist.

Neben dem Koran ist auch die Sunna wichtig. Sie umfasst Berichte über das Leben und Verhalten Muhammads. Beide zusammen bilden die Grundlage der islamischen Lehre und Moral.

Was passiert nach dem Tod?

Muslime glauben, dass das Leben nicht mit dem Tod endet. Sie glauben an ein Leben nach dem Tod. Wie es einem Menschen dort geht, hängt davon ab, wie er in seinem Leben gehandelt hat – also ob er zum Beispiel ehrlich, gerecht und hilfsbereit war.

Im Islam gilt: Gott ist gerecht. Das bedeutet, dass jeder Mensch für seine Taten Verantwortung trägt. Gleichzeitig ist Gott auch barmherzig. Das heißt, er ist verzeihend und kennt die guten Absichten der Menschen.

Muslime glauben außerdem, dass Gott am Ende der Zeit über die Menschen richtet. Gute Taten und schlechte Taten werden dabei berücksichtigt.

Quellen


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    CC BY-SA 4.0Was bedeutet das?