Was sind Chromosomen?

Überlegt man sich, dass auf der DNA alle Baupläne und Aufgaben gespeichert sind, so fällt auch auf, dass das eine große Menge an Informationen bedeutet. Dementsprechend ist die DNA extrem lang.

Solange die DNA benötigt wird und Information abgelesen wird, liegt sie noch aufgedröselt in der Zelle herum. Das nennt man Chromatin. Für die Zellteilung (= Mitose ) wird allerdings eine kompakte Version der DNA benötigt, weshalb die DNA in Chromosomen organisiert wird.

Vom Chromatin zum Chromosom

1)

Die DNA-Doppelhelix (in der Abbildung in Übergröße dargestellt) wickelt sich um Histonmoleküle (=Proteine). (wie etwa Wolle um einen Stein)

2)

Diese lagern sich zu Kugeln zusammen, sodass ein Strang aus vielen größeren Kugeln entsteht.

3)

Dieser dicke Strang wickelt sich wieder gedreht auf.

4)

Letztlich bildet der, nun sehr verkürzte, Strang ein Chromosom aus.

Aussehen des Chromosoms

Aufbau

  • zwei Chromatiden

  • in der Mitte durch ein Zentromer verbunden

Diese Struktur entsteht dadurch, dass vor der Aufspiralisierung zum Chromosom (=Kondensation) eine Replikation statt gefunden hat. Dabei wurde aus einem Ein-Chromatid-Chromosom ein Zwei-Chromatid-Chromosom. Die beiden Chromatiden sind also genetisch identisch. (Achtung: Nur bei Körperzellen gültig! Bei Geschlechtszellen kommt es zu einem crossing over. (siehe Meiose))

Da jedes Chromatid ein bestimmtes Bandenmuster besitzt, ist auch dieses bei genetisch identischen Chromatiden gleich.

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Quellen

  • E. Eckerskorn, H. Schauer, „Nautilus Biologie 9“, Bayrischer Schulbuch Verlag, 2007

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