Störungen des menschlichen Nervensystems äußern sich in verschiedenen Formen von Erkrankungen.

Wenn Gehirn und Nerven krank sind

Es gibts zahlreiche neurologische Erkrankungen, einge sind sehr selten, andere durchaus weiter verbreitet. Man unterteilt sie grob in Störungen des zentralen Nervensystems (ZNS) und des peripheren Nervensystems (PNS). Verursacht werden solche Krankheiten durch Verletzungen des Gehirns oder Rückenmarks, Gendefekte, Infektionen oder Gifte.
Geisteskrankheiten zählen in der Regel nicht zu neurologischen Erkrankungen.
Beispiele für neurologische Störungen: Alzheimer, Multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsie und Schlaganfälle.

Multiple Sklerose (MS)

Bei MS handelt es sich um eine eher häufige Erkrankung des Nervensystems (in Mitteleuropa ca einer unter 1000), die vorallem Frauen trifft. Zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr zeigen sich die ersten Syntome wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Gliedmaßen. Später kommt es zu Muskelschwäche sowie Sprach- und Persönlichkeitsstörungen. Geheilt werden kann MS bis heute nicht.

Ganz geklärt sind die Ursuchen der multiplen Sklerose nicht. Eine mögliche Ursache ist eine Autoimmunreaktion, bei der Immunzellen die Schwann'schen Zellen des ZNS angreifen. Dies führt zu zahlreichen Entzündungen, die immer in Schüben auftreten. Mit der Zeit sterben die Schann'schen Zellen ab und damit auch die Neuronen. Mit vorlaufender Erkrankung verstärken sich also auch die Symptome.
An MS erkrankt zu sein, bedeutet aber nicht, am öffentlichen Leben nicht mehr teilnehmen zu können. Die Chance, dass der Krankheitsverlauf günstig ausfällt, besteht durchaus.

Alzheimer-Krankheit

Alzheimer ist ebenfalls eine sehr verbreitete Erkrankung. Sie tritt meist erst in der zweiten Lebenshälfte auf und hat über Jahre hinweg den Verlust geistiger Fähigkeiten zur Folge. Das Versagen von Körperfunktionen ist ebenfalls möglich.
Man vermutet, dass die Ablagerung von unlöslichen Proteinen und Aluminium mit der Erkrankung im Zusammenhang stehen. Außerdem gibt es verschiedenste Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Cholesterin oder eine Variante des Gens für ApoE, die zur Erkrankung führen können. Ganz geklärt sind die Ursachen für Alzheimer nicht.

Parkinson-Syndrom

Parkinson ist bekannt als die Schüttellähmung. Der Patient ist nicht in der Lage seine Gliedmaßen richtig zu steuern.
Das Absterben von bestimmten Neuronen des Großhirns, die Dopamin herstellen, gilt als Ursache. Geheilt werden kann Parkinson nicht. Dafür können viele Symtome behandelt werden, indem eine Vorstufe des Dopamins verabreicht wird.


Quellenangaben

  • Eric Kandel, James Schwartz, Thomas Jessell: "Neurowissenschaften: Eine Einführung", Spektrum Akademischer Verlag; Auflage: 1995 (29. Februar 2012): Erkrankungen
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