Als Therapie einer Abhängigkeit bezeichnet man eine längerfristige Behandlung unter psychologischer Unterstützung, die eine Person voner Abhänigkeit befreien soll.

Was tun bei Abhängigkeit?

Genauso wenig wie die Entwicklung der Abhängigkeit von heute auf morgen erfolgt ist, kann auch der Ausstieg nicht innerhalb kürzester Zeit geschafft werden. Deshalb kann eine längerfristige (psychologische) Betreuung auf diesem Weg ein entscheidender Faktor zum Erfolg sein.

Die einzelnen Stufen der Verhaltensänderung sind:

Sorglosigkeit ("precontemplation")

Keine Absicht, das Verhalten in den nächsten sechs Monaten zu verändern

Bewusstwerden ("contemplation")

Es wird daran gedacht, das Verhalten in den nächsten sechs Monaten zu verändern

Vorbereitung ("preparation")

Erste Schritte zur Veränderung wurden eingeleitet, Zielverhalten wird in den nächsten 30 Tagen angestrebt

Handlung ("action")

Zielverhalten wird seit weniger als sechs Monaten gezeigt

Aufrechterhaltung ("maintenance")

Zielverhalten wird seit mehr als sechs Monaten beibehalten

Stabilisierung ("termination")

Wie Aufrechterhaltung, keine situative Versuchung bzw. Rückfallgefahr mehr vorhanden

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Therapie von stofflicher Abhängigkeit

Die klassische Therapie bei einem Abhängigkeitssyndrom hat den dauerhaften Verzicht auf die Substanz zum Ziel, die die Abhängigkeit erzeugt. Sie umfasst meist folgende Punkte:

  • körperlicher Entzug der abhängig machenden Substanz
  • psychotherapeutische Behandlung in einer Fachklinik
  • Einbeziehung der Angehörigen/Bezugspersonen
  • Mitarbeit in Selbsthilfegruppe
  • Neuere Ansätze, vor allem in der Therapie von Alkoholkranken, streben das Ziel des Wiedererlangens der Fähigkeit zum kontrollierten Konsum an. Man spricht von "kontrolliertem Trinken".
  • In der Behandlung Opiatabhängiger kann die Verabreichung eines Substitutionsmittels im Rahmen einer Therapie zu einer Schadensbegrenzung führen.

Quellen

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