Rudimente Organe und Atavismen geben Aufschluss zur Verwandtschaft zwischen Arten, indem sie die Rückbildung oder Wiederenstehung von bestimmen Merkmalen beschreiben.

Rudimentäre Organe

Rudimente sind Merkmale, die ihre Funktion (nahezu) komplett während der Evolution verloren haben. Sie habe sich aufgrund ihrer Unbrauchbarkeit nicht als nützlich erwiesen und sind noch als Reste bei den Individuen vorhanden.

  • Ein bekanntes Beispiel beim Menschen ist das Steißbein. Hierbei kam es zu einer Rückbildung, da die Schwanzwirbelsäule nicht mehr zur Fortbewegung benötigt wird.
  • Ein weiteres Beispiel ist der Beckengürtel der heutigen Wale. Die Vorfahren von Walen waren Landlebewesen. Beim Übergang ins Wasser haben sich die Becken- und Oberschenkelknochen zurückgebildet.

Hintergliedmaßen bei Walen

Atavismen

Atavismen beschreiben Merkmale, die bei Lebewesen zufällig auftreten, obwohl sie Merkmale von evolutionären Vorfahren sind. Sie sollten im Normalfall nicht vorhanden sein und werden allgemein als Missbildung bezeichnet. Genau wie Rudimente bieten sie Aufschluss auf Verwandschaftsbeziehungen zwischen Arten und zeigen, dass Gene früherer Merkmale weiterhin im Genpool sind. Jedoch treten Atavismen nur bei vereinzelten Individuen auf. Gründe für die Enstehung dieser Merkmale können beispielweise sein: - Mutationen - Nahe Verwandtschaft der Eltern - Störungen in der Emybryonalentwicklung

Ein Beispiel sind die Wolfsmenschen (Hypertrichose). Hierbei findet man eine untypische und übermäßige Behaarung.

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