Von Gentechnik spricht man, wenn ins Erbgut eingegriffen wird oder genetische Steuerungsvorgänge verändert werden.

Man unterscheidet drei Bereiche

1.Weiße Gentechnik

petrischale

Verwendung von genetisch veränderten Mikroorganismen

1) Ein Gen, das z.B. zur Herstellung von Insulin verwendet werden soll, wird mittels Enzymen ausgeschnitten

2) Aus einem Plasmidvektor wird ein gleiches Stück ausgeschnitten, sodass sich das Genstück einpasst.

3) Diese Plasmid-DNA wird von einigen Bakterien aufgenommen.

4) Alle Bakterien sollen auf einem antibiotikumhaltigen Nährboden wachsen. Das können allerdings nur die Bakterien, die ein Plasmid aufgenommen haben. Es kommt zur Selektion von Bakterien mit und ohne Plasmid.

5) Die antibiotikumresistenten Bakterien werden isoliert und auf einen Nährboden gegeben, wo sie z.B. Insulin produzieren.

2. Grüne Gentechnik

biosiegel

Neue Pflanzen und Lebensmittel entstehen

Ziel ist es so zu züchten, dass dann mehr Produkte entstehen können und so genug für die gesamte, dauernd steigende Bevölkerung bereitstellen zu können. Durch genetische Veränderungen wird die Züchtung nicht mehr dem Zufall überlassen, wodurch der erwünschte Effekt deutlich schneller zu erreichen ist.

Die Kehrseite davon ist, dass einige Veränderungen starken Einfluss auf die Tierwelt nehmen und dieser Schaden zu fügen. Es bleibt daher immer die Frage, wo die grüne Gentechnik sinnvoll und hilfreich ist oder aber zu gefährlich.

Viele sind durch die gentechnisch veränderten Lebensmittel eingeschüchtert, ihnen hilft das staatliche Biosiegel, das nur Lebensmittel bekommen, die ohne gentechnische Hilfe hergestellt wurden.

3. Rote Gentechnik

embryocells

Medizinische Anwendungen

Es gibt verschiedene Gentransfermethoden:

1) Mikroinjektion Das gewünschte Gen wird in die Zygote eingespritzt und in sehr wenigen Fällen entwickelt sich ein Tier daraus.

2) Kerntransfer Der Kern einer Körperzelle wird in eine Eizelle ohne Kern eingeschleust. Daraus kann sich in wenigen Fällen ein Clon entwickeln.

3) Transformieren von Spermien In emryonale Stammzellen eines Embryos werden Fremdgene eingeschleust. Aus diesen werden neue Embryonen, die einem Muttertier eingesetzt werden können.


Quelle

  • E. Eckerskorn, H. Schauer, „Nautilus Biologie 9“, Bayrischer Schulbuch Verlag, 2007
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