Molche und Salamander gehören zur Gattung der Schwanzlurche.

Molch oder Salamander?

Auf den ersten Blick sind Molche und Salamander manchmal schwer zu unterscheiden. Laien bezeichnen landlebende Schwanzlurche oft als Salamander, während wasserlebende als Molche identifiziert werden. Das ist in biologischer Hinsicht nicht ganz richtig. Molche und Salamander leben teilweise sogar in sehr ähnlichen Lebensräumen, wie zum Beispiel der Alpensalamander und der Alpen-Kammmolch, sodass eine Unterscheidung aufgrund deren Heimat nicht möglich ist.

Alpen-Kammolch

Abb. 1: Alpen-Kammmolch

Alpensalamander

Abb. 2: Alpensalamander

Das unterscheidet Molche und Salamander

Molche

Salamander

Keine Ohrdrüsen

Große Ohrdrüsen

Schwanz seitlich abgeplattet

Schwanz im Querschnitt rundlich

Körper ohne Furchen

Körper mit Furchen

Männchen und Weibchen sehen mindestens während der Paarungszeit unterschiedlich aus

Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum

Setzen befruchtete Eier ab

Setzten Larven oder vollentwickelte Jungtiere ab

Leben im Frühjahr zur Laichzeit in stehenden Gewässern

Leben ganzjährig an Land

Fortpflanzung und Brutpflege

Die Männchen der Molche bilden während der Paarungszeit oft auffällige Hautstrukturen aus, färben sich bunt und führen eine komplizierte Werbung durch:

  • Kammmolchmännchen besitzen während der Balzzeit einen stark gezackten Rückenkamm.
  • Fadenmolchmännchen bilden einen Faden an der Schwanzspitze und Hautlappen an den Hinterfüßen.

Salamander verändern ihr Aussehen während der Balzzeit nicht, allerdings ist deren Brutpflege interessant:

  • Alpensalamanderweibchen gebären nach 2-3 Jahren (!) Tragzeit bis zu zwei vollentwickelte Jungtiere.
  • Feuersalamander setzen ihre Larven meist in kleinen Bächen ab.

Das haben Molche und Salamander gemeinsam:

Entwicklung:

Die Larven leben im Wasser und werden den erwachsenen Tieren schrittweise immer ähnlicher. Sie atmen bis sie das Wasser verlassen durch Kiemen. Im Gegensatz zu Froschlurchen (Frösche oder Kröten) entwickeln Schwanzlurch-Larven zuerst die Vorderbeine, dann die Hinterbeine, der Schwanz bleibt erhalten und die Ernährung ist stets räuberisch.

Regenerationsfähigkeit

Verlieren Salamander oder Molche ein Körperteil, so kann es ihnen nachwachsen. Dann ist es zwar meist nicht mehr so groß wie das ursprüngliche Körperteil, aber voll funktionsfähig.
Besonders spannend für die Forschung ist in dieser Hinsicht das Axolotl.

Axolotl

Abb. 3: Ein Axolotl


Quellen

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