Das Didaktische Konzept für Serlo Permakultur baut auf das klassische Modell der Faktoren persönlichen Umweltverhaltens von Fietkau & Kessel auf.

Permakultur Didaktisches Konzept

Die darin enthaltenen Elemente sind eng miteinander verknüpft:

Interesse und Aufmerksamkeit sind Voraussetzung für jeden Lernprozess.

Die drei großen Bereiche, auf die die Permakulturbildung zielt, sind Wissen, Bewusstsein, Handeln. Diese wiederum sind abhängig von anderen Prozessen:

  • Wissen muss verstanden werden.
  • Um Handlungen zu lernen, d.h. Handlungsgewohnheiten zu verändern, brauchen Lernende postiive Erwartungen über deren Wirksamkeit und vor allem konkrete Handlungsangebote.
  • Nachhaltigkeitsbewusstsein umfasst soziale Normen, Werte sowie emotionale, behaviourale und kognitive Einstellung, d.h. auch Wissen und Handlungsgewohnheiten. Folglich müssen zur Ausbildung des Bewusstseins auch die Wechselwirkung mit der Wissenskomponente, der soziale Kontext sowie Anreize und Emotionen betrachtet werden.

Die Maßnahmen, die wir zu jedem Element umsetzen bzw. geplant haben, lassen sich an den Zweigspitzen der Grafik ablesen.

Didaktik der Artikel

Artikel dienen der Erläuterung von Fachbegriffen und der Erklärung von Funktionen, Konzepten, Prinzipien und Methoden der Permakultur.

Einige Hinweise zum didaktischen Aufbau:

Den Anfang eines Artikels bildet ein wohlüberlegter Merksatz, der den Lesern und Leserinnen einen kurzen Überblick über das Thema geben soll.

Für den Hauptteil gibt es keine strengen Vorgaben. Hier ist dein didaktisches Geschick gefragt! Weiter unten ein paar Tipps, die bei der Gestaltung von Artikeln helfen können.

Eine Quellenangabe rundet den Artikel ab und belegt seine fachliche Richtigkeit.

Anfang des Artikels

Jeder Artikel ist nach einem bestimmten Themenbegriff (entspricht dem Titel) benannt.

Beispiele für Themennamen

"Was ist Permakultur?", "Kräuterspirale"

Jeder Artikel beginnt mit einem kurzen Merksatz oder einer Definition zu dem Themenbegriff des Artikels. Der Umfang sollte dabei so kurz wie möglich, so lang wie nötig sein (ca. 1-3 Sätze)

Beispiel: Anfangssatz zu "Kräuterspirale"

"Die Kräuterspirale ist eine Spezialform des Hochbeetes. Im Unterschied zum Hochbeet werden hier allerdings mehrere verschiedene Wuchsbedingungen geschaffen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der eingesetzten Pflanzen entsprechen."

Hauptteil des Artikels

Erarbeitung des Themenbegriffs

Der genaue Aufbau, Aufarbeitung und die logische Reihe des Artikels obliegt den Autor*innen.

Allgemein soll aber...

...vom Leichten zum Schweren...

...vom Allgemeinen zum Spezifischen...

...strukturiert werden.

Konkrete (Anwendungs-) Beispiele können ans Ende des Artikels gesetzt werden.

Artikellänge

Allgemein gilt, dass die "Zahl der Inhalte" nicht zu groß sein soll.

Durch viele kurze Artikel zu kleinen Themengebieten sollen alle die Möglichkeit haben, durch eine gezielte Suche oder einen Link von einem anderen Artiekl genau den gewünschten Artikel zu finden. Wenn ein Thema über mehrere Artikel hinweg aufgeteilt wird, kannst du diese im related content verlinken.

Deshalb sollte man, sobald ein Teilbereich eines Themas zu groß wird, diesen nur kurz(!) erklären und dann in einen eigenen Artikel auslagern und darauf verlinken. Die Entscheidung, wann ein Artikel zu lang wird, ist allerdings subjektiv und wird von allen anders wahrgenommen. Falls du dir unsicher bist, stelle die Frage unter dem jeweiligen Artikel bitte zur Diskussion, bevor du ihn veränderst.

Gendersensible Sprache

Im Idealfall verwenden Artikel die Doppelnennung und sprechen z.B. von Permakultur-Praktiker und Permakultur-Praktikerinnen gleichermaßen. Wo möglich, kann eine allgemeine Form (Menschen, Personen, Permakultur-Treibenden etc.) verwendet werden, um auch das Spektrum dazwischen anzusprechen.

Epistemologische Überlegungen

Der Permakultur ist es ein klares Anliegen, Mündigkeit und die Fähigkeit zum selbständigen Denken und Urteilen zu fördern. Artikel der Permakultur sollten möglichst wertneutral formuliert sein. Informationen sollten immer in ihrem jeweiligen Kontext stehen. Werturteile oder (noch) ungesicherte Fakten sollten als solche gekennzeichnet sein.

Didaktik der Aufgaben und Lösungen

Aufgaben dienen der Vertiefung, Vernetzung und Kontrolle der gelernten Konzepte und zur Übung der Methoden und Denkweisen der Permakultur.

Einige didaktische Hinweise für die Entwicklung von Aufgaben und Lösungen:

Was macht eine gute Aufgabe aus?

  • Erkennbarer Sinn – etwa durch eine problemlösende Fragestellung und klaren Praxisbezug
  • Beziehen sich auf das Gelernte und auf die Erfahrungswelt der Lernenden, so dass das Erleben eigener Kompetenz mögich wird
  • Herausfordernde und kontroverse Fragestellungen, so dass Denk- und Urteilsfähigkeit gefördert werden.

Was macht eine gute Lösung aus?

Die Musterlösung soll...

  • Verständlich sein
  • Kleinschrittig sein
  • Fachlich korrekt sein

Bei offenen Fragestellungen:

  • Es wird klar darauf hingewiesen, dass die folgende Lösung nur eine mögliche Antwort darstellt
  • Eine mögliche Antwort wird allen Anforderungen und Ansprüchen nach voll ausgearbeitet
  • Weitere Antwortmöglichkeiten können beispielhaft genannt werden, werden dann aber nicht ausgearbeitet

Quellen:

  • Faktoren Persönlichen Umweltverhaltens: Fietkau, H. J. & Kessel, H. (1981): Umweltlernen. Königstein/Taunus: Hain.
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