Ein ausbrechender Vulkan

Was ist ein Vulkan eigentlich?

Vulkane sind Reliefformen, also Teile der Oberflächengestalt der Erde , die durch den Austritt von Magma auf die Erdoberfäche entstanden sind. 
Bei einem Vulkanausbruch tritt Magma auf die Erdoberfläche und kühlt dann als Lava wieder ab. Mit der Zeit und immer mehr Eruptionen (Ausbrüchen) bilden sich dann Vulkanberge wie wir sie uns vorstellen.
Der Begriff des Vulkanismus umfasst alle Elemente, die mit einem Vulkan und dessen Ausbruch zusammenhängen.

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Entstehung von Vulkanen



Aufbau eines Vulkans

Jeder Vulkan kann etwas anders aussehen als ein anderer. Alle können leicht anders aufgebaut sein. Doch es gibt ein paar Merkmale die bei allen Vulkanen gleich sind.
Aufbau eines Vulkans
Jeder Vulkan besitzt eine Magmakammer. Magmakammern entstehen in Hohlräumen in den Gesteinsschichten der Lithosphäre. Im Erdmantel herrscht enorm viel Druck. Deshalb "sucht" das Magma nach Stellen im Gestein, die nicht so fest sind wie andere. Dort dringt das Magma ein und füllt die Hohlräume aus. Auf diese Weise entsteht eine Magmakammer.
Das Magma verweilt dann in der Magmakammer, bis der Druck wieder zu hoch wird. Dann nimmt sie den Weg des gerinsten Widerstands und bahnt sich ihren Weg. Auf diese Weise entsteht der Vulkanschlot. Bricht die Magma dann aus dem Gestein hervor, bildet sie einen Krater. Den Vulkankrater.
Magma ist flüssiges, also geschmolzenes Gestein. Sie kommt aus der Tiefe der Erde. Genauer, aus dem Erdmantel. Hier ist es so heiß, dass sämtliches Gestein sofort aufgeschmolzen wird.
Zwischen Magma und Lava gibt es chemisch gesehen keinen Unterschied. Es handelt sich bei beidem um die selbe Substanz.
Der einzige Unterschied besteht in der Benennung. So lange sich die Flüssigkeit innerhalb der Erde / des Vulkans befindet wird sie Magma genannt.
Sobald sie aber an die Oberfläche tritt bezeichnet man sie als Lava.
Foto von Brent Keane, gefunden auf Pexels

Wo kommt Vulkanismus vor?

Durch die Bewegungen der Plattentektonik, kommen Vulkane hauptsächlich an Plattenrändern vor. Die meisten Vulkane liegen unter Wasser (submarin) im Bereich von Mittelozeanischen Rücken. Allerdings kommt auch mitten auf den Kontinenten Vulkanismus vor. Dieser wird intrakontinentaler Vulkanismus genannt.

Der Pazifische Feuerring - Ring of Fire

Im Bereich des Pazifischen Feuerrings, auch Ring of Fire genannt, ist die weltweit höchste Aktivität von Vulkanismus zu beobachten. Mehr als zwei Drittel der Vulkanausbrüche der letzten 10.000 Jahre ereigneten sich hier.
Doch was ist der Pazifische Feuerring?
Der Pazifische Feuerring ist ein 40.000 km langer, hufeisenförmiger Vulkangürtel, der nach Süden geöffnet ist und den Pazifischen Ozean umgreift.
Der Pazifische Feuerring oder auch Ring of Fire
von svolks, public domain
Der Ring of Fire fällt mit großen Subduktionszonen und sie begleitenden Tiefseegräben zusammen. An Subduktionszonen bewegen sich zwei Platten aufeinander zu, genauer erklärt im Artikel Plattentektonik.

Vulkanarten

Insgesamt gibt es neun verschiedene Vulkantypen. Die am häufigsten vorkommenden sind der Schichtvulkan, auch Stratovulkan genannt und der Schildvulkan. Der erste Unterschied zwischen den beiden scheint ziemlich ersichtlich. Ihre Form. Der Schichtvulkan hat die typische Kegelform, wie man sich einen Vulkan vorstellt. Der Schildvulkan hingegen legt sich wie ein Schild über die Erde. Aber woher kommt das?
Schichtvulkan und Schildvulkan im Vergleich
Der große Unterschied zwischen den beiden ist die Art der ausströmenden Lava. Genauer gesagt, die Zähflüssigkeit (Viskosität) der Lava. Auch die Art der Eruption ist unterschiedlich.
Bei einem Schildvulkan ist die Lava niedrig-viskos. Sie ist sehr dünnflüssig und kann dadurch bei einem Ausbruch sehr schnell und sehr weit fließen. Deshalb ist die Ausdehnung des Vulkankegels bei Schildvulkanen sehr groß. Die Lava kann sich sehr weit ausbreiten, bis sie schließlich erkaltet und erstarrt.
Bei einem Schichtvulkan ist die Lava hoch-viskos. Sie ist sehr zähflüssig. Deshalb kann sie auch nicht so schnell und weit fließen, wie die Lava eines Schildvulkans. Ein weiterer Unterschied zu einem Schildvulkan ist die Eruption selbst.
Der Ausbruch eines Stratovulkans ist häufig sehr explosiv. Durch die Explosion beim Ausbruch fließt nicht nur Lava aus. Auch Vulkangestein und Asche wird in die Luft geschleudert. Das heißt, dass bei jedem Ausbruch Lava ausfließt und sich dann Asche und herunterfallendes Vulkangestein darüberlegt. Dadurch entstehen die typischen Schichten des Schichtvulkans. Die aus Asche und Vulkangestein bestehende Schicht wird Tephra genannt.

Hot Spots und Manteldiapire

Hot Spots, auch Heiße Flecken genannt, sind sehr heiße Bereiche an der Grenze von Asthenosphäre und Erdkruste. Sie enstehen durch Manteldiapire.
Manteldiapire sind schlauchförmige Bereiche, die nach oben hin Pilzförmig werden. Sie haben einen Durchmesser von mehreren hundert Kilometern. Sie befinden sich im Erdmantel. Durch sie steigt Mantelmaterial nach oben und erhitzt die Lithosphäre. Diese erhitzte Zone ist ein Hot Spot.
Manteldiapire und Hot Spots (Heiße Flecken)
Grafik von Wissensplattform eskp.de, Lizenz: CC BY 4.0
Wenn sich eine Lithosphärenplatte über einen Hot Spot bewegt, kann eine Vulkankette entstehen.
Beispiele dafür sind Inselgruppen wie Hawaii, die Kanaren oder auch die Azoren.

Risiken und Gefahren durch Vulkane


Quellen:
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