Ausgangslage im Reich

Der Kaiser

Seit Karl der Große das Kaisertum im Reich wieder eingeführt hatte, hatten sich viele Kaiser nicht nur als oberste weltliche Herrscher, sondern auch als Oberhaupt der Christen gesehen. Ausgehend von Heinrich IV. entwickelte sich der Machtkonflikt, welcher als Investiturstreit bekannt ist.

Die Gesellschaft

Die Frühmittelalterliche Gesellschaft kannte noch keinen Landbesitz im heutigen Sinne, sondern die Länder wurden vom Kaiser an Vasallen und von denen weiter an Untervasallen verliehen.

Das Reichskirchensystem

Unter den Ottonen ab dem 10. Jahrhundert etablierte sich die Praxis Lehen an Geistliche zu übergeben. Diese Praxis wird als Reichskirchensystem bezeichnet. Auf diesem Weg wurden immer mehr Geistliche zu Vasallen. Für die Kaiser hatte das den Vorteil, dass sie das Entstehen von Erbstrukturen verhinderten. Die zölibatär lebenden Geistlichen durften keine erbberechtigten Nachkommen haben. Nach dem Tod des Geistlichen erhielt der Kaiser das Lehen zurück und konnte es erneut an treue Gefolgsleute vergeben.
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