Mist ist sehr nährstoffreicher Dünger, der in der Tierhaltung übrig bleibt.

Mistdünger Abb.1: Mistdünger

Richtlinien für die Düngung mit Mist:

Mist sollte vor dem Ausbringen immer einige Zeit ablagern, um Rotteprozesse in Gang zu bringen und mögliche Krankheitskeime unschädlich zu machen. Frischer Mist „verbrennt“ die Pflanzen und kann entweder zu Geilwuchs oder Wachstumshemmungen führen.

Es bietet sich daher an, Mistdünger im Herbst auf die abgeräumten Beete zu geben, damit er dort bis zum Frühjahr ablagern kann. Man kann Mist auch erst dem Kompost beigeben und dann den fertigen Kompost ausbringen.

Generell ist wichtig, dass der Mist aus Ställen kommt, in denen Medikamente, Antibiotika etc. nur vorsichtig gegeben werden. Der Mist sollte auch keine unerwünschten Beimengungen enthalten, z.B. Einstreu mit Spänen aus imprägniertem Holz.

Mistarten und ihre Eigenschaften

  • Pferdemist wird leicht zu trocken und hat weniger Nährstoffe als andere Mistarten (C/N-Verhältnis 20:1). Er ist relativ "hitzig", d.h. seine Umsetzung kommt schnell in Gang.

  • Rindermist ist sehr ausgewogen und nicht zu hitzig. (C/N-Verhältnis 15:1)

  • Schweinemist ist kalter Mist mit hohem Wassergehalt. Seine Umsetzung kommt nur langsam in Gang und er braucht lange zur Verrottung. Er kann vorgetrocknet oder mit Laub und Stroh gemixt werden. (C/N-Verhältnis 15:1)

  • Geflügel- und Kaninchenmist ist sehr stickstoffreich (C/N-Verhältnis 13:1 bis 18:1) und zu "scharf" für die direkte Ausbringung. Daher sollte er mit anderem Material gemischt werden.

  • Frischer Schafsmist von der Wiese ist relativ kalt, Stallmist kann wegen dem höheren Stroh- und Uringehalt aber auch hitzig sein.


Quellen:

  • Dettmer Grünefeld: "Das Mulchbuch", Pala-Verlag, 2008
  • Abb.1: Pixabay, CC0
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