Aufgaben

Auch du kannst versuchen, im Alltag Plastik zu vermeiden! Überleg dir, was du konkret tun kannst, um Plastik zu reduzieren. Welche Ideen hast du?

Hier ein paar Inspirationen für dich, um Plastik zu vermeiden:

  • Zum Einkaufen einen Stoffbeutel oder einen Rucksack mitnehmen
  • Loses Obst und Gemüse Verpacktem vorziehen
  • Kosmetika oder Putzmittel ohne Mikroplastik kaufen
  • Wachstuch statt Frischhaltefolie verwenden
  • Glasalternativen finden für Milch, Säfte, Oliven und anderes
  • Blockseife als Ersatz für Flüssigseife, -shampoo oder Duschgel verwenden
  • Für den Coffee-to-go eine eigene Tasse oder Thermobecher mitnehmen
  • Küchenrolle mit waschbaren Geschirrtüchern ersetzen
  • Verstecktes Plastik, z.B. in Synthetik-Kleidung vermeiden
  • Langlebige Materialien bevorzugen und secondhand kaufen
  • Trinkflaschen wiederverwenden
  • Lieber essen gehen oder selbst kochen, als Essen zu bestellen

Generell: weniger ist mehr, seien es Kosmetikprodukte oder Kleidung oder anderes! Je weniger du konsumierst, desto weniger Rohstoffe verbrauchst du.

37 Kilogramm Plastikmüll produziert jeder und jede Deutsche durchschnittlich pro Jahr – das ist ungefähr so viel, wie ein durchschnittlicher 10 bis 11-Jähriger wiegt. In einer Woche wären das dann circa 710g.
Eine leere Milchpackung aus Plastik wiegt nur 34,7g.

Wie viele Milchtüten müsstest du pro Woche verbrauchen um deinen durschnittlichen wöchentlichen Plastikmüll nur mit Milchtüten zu produzieren?

Methoden der Plastikverwertung im Vergleich

Die Abfallwirtschaft ordnet verschiedenen Methoden der Plastikverwertung auf einer "Abfallpyramide" an. Oben stehen die besten Maßnahmen, unten die schlechtesten.

Schau dir den Artikel zu den verschiedenen Methoden der Plastikverwertung an.

Abfallpyramide mit ?

  1. Wie würdest du die Methoden in der Pyramide anordnen?
    (Betrachte dabei, welche Kosten und welcher Nutzen mit den einzelnen Methoden verbunden sind, gemessen in Aufwand, Energie oder Umweltauswirkungen.)

  2. Wir haben Im Artikel nur fünf Maßnahmen behandelt. Für die Pyramide fehlt noch eine Stufe, der "Königsweg" in Sachen Plastikmüll.
    Was könnte damit gemeint sein?

zu 1.

Überlege dir die Kosten und den Aufwand der einzelnen Methoden der Müllverwertung. Ein Beispiel für so eine Aufstellung siehst du im folgenden:

Abfallpyramide

Kosten

Nutzen

Mehrweg

Aufwand beim Sammeln und Aufbereiten (Energie für Transport und Reinigung)

Einsparung von Rohstoffen und Energie für die Neuherstellung

Recycling

Aufwand beim Sammeln, Sortieren und Aufbereiten (Energie für Transport und Einschmelzen)

Einsparung von Rohstoffen und Energie für die Neuherstellung)

Kompostierung

Aufwand beim Sammeln und Betreiben der Kompostieranlagen (Transporte, Platz)

Zersetzung von Humus, Wasser, CO2, aus denen neue Rohstoffe nachwachsen können. Kompostierbare Planen in Landwirtschaft und Gartenbau können einfach untergepflügt werden.

Verbrennung

Rohstoffe gehen für immer verloren, Aufwand für die Gewinnung neuer Rohstoffe, Schlacke muss deponiert werden

Energiegewinnung

Deponie

Rohstoffe gehen verloren, Flächenverbrauch von Deponien, Gefahr von Lecks (Giftstoffe geraten in Luft oder Grundwasser)

Relativ einfache Logistik

Fazit: Anhand der gefundenen Kosten und Nutzen in der Tabelle ist die Wiederverwendung und die Müllvermeidung noch am besten - so entsteht das Verwertungsproblem gar nicht erst. An zweiter Stelle kommt das Recycling: wenn der Stoffkreislauf geschlossen wird, bleiben Rohstoffe im System, allerdings benötigt auch dieser Prozess noch einiges an Transport- und Herstellungs-Energie.

zu 2.

Keine Methode der Müllverwertung ist perfekt. Man kann sich viel Aufwand sparen, wenn der Plastikmüll gar nicht erst entsteht. Ganz oben steht daher die Vermeidung.

Verpackungen umgestalten

Schau dir deinen nächsten Wocheneinkauf an. Was ist alles in Plastik verpackt? Vielleicht kommt eines deiner Lieblingsprodukte in einer besonders üppigen Verpackung daher?

Hast du Vorschläge an die Hersteller, wie sie die Verpackungen plastikfrei oder wenigstens sparsamer gestalten können?

Schreib doch deine Ideen in einer netten Mail an die Hersteller! Am Besten hast du auch schon einen eigenen Designvorschlag.

Die Kontaktadressen findet ihr leicht im Internet. Vielleicht wird deine Idee umgesetzt!

Deine Mail könnte zum Beispiel so aussehen

Kritische Mail

Tipp:

Noch einfacher geht es per App: Mit ReplacePlastic kann man per Handy Produkte scannen, den Hersteller heraussuchen und direkt eine Aufforderung für eine umweltfreundlichere Verpackung losschicken. Einfach ausprobieren!

Müllfresser designen

Mülltrennen findest du kompliziert und langweilig? Oder du bemühst dich um korrekte Trennung aber die anderen verstehen es einfach nicht?

Entwirf Beschriftungen für eure Sammelbehälter zuhause oder überleg dir ein lustiges Kunstprojekt für die Wertstoff-Container auf der Straße.

Durch ein neues Design macht das Mülltrennen mehr Spaß und wird verständlicher!

Müllmonster

Von einer schöneren grafischen Gestaltung bis zum elektronischen Hack, der den Einwurf akustisch belohnt - alles ist möglich!

Schöne Mülleimer

Trennen für Profis

Wie würdest du diese Produkte möglichst umweltfreundlich entsorgen, wenn du sie nicht mehr brauchst?

Wohin mit dem Quarkbecher?

Becher

Nein. Nichts an diesem Sahnebecher ist aus Glas.

Diese Lösung ist nicht richtig.

Die Lösung ist richtig!

Fast. Das sind noch nicht alle richtigen Antworten!

Leider nicht ganz einfach: Die Papierbanderole kommt ins Altpapier, der Plastikbecher in den Plastikcontainer und der Aludeckel in den Metallcontainer. Wenn ihr einen Gelben Sack oder eine Gelbe Tonne habt, können sowohl Plastikbecher und Aludeckel hinein - allerdings ziehst du den Deckel am besten vorher ab.

Wohin mit dem Getränkekarton?

Getränkekarton

Nein; im Getränkekarton ist zwar Papier enthalten, aber in der Papierfabrik kann man das unter der Plastik- und Alu-Beschichtung nicht herausholen.

Nein - im Getränkekarton ist zwar Metall enthalten, es kann aber nicht wiedergewonnen werden.

Richtig! Und zwar am besten Deckel und Karton getrennt.

Wohin mit dem Teebeutel?

Teebeutel

Naja - du kannst das Schildchen natürlich abtrennen und extra recyceln, aber es stört beim Kompostieren nicht.

Nein - bei manchen Teebeuteln ist zwar eine Metallklammer dran, sie stört aber nicht in der Kompostieranlage.

Genau. Achtung bei den sogenannten Pyramidenbeuteln: meist sind diese aus Nylon - das musst du dann eigentlich aufwändig extra entsorgen. Nur bei Biotee ist das feine Netz aus kompostierbarem Kunststoff. Oder du kaufst gleich Papierbeutelchen.

Wohin mit der Molkedrink-Flasche?

Molkedrink

Nein - das Innere der Flasche ist nicht aus Glas.

Nein - nichts an der Flasche ist aus Papier.

Ja genau! Und am besten nimmst du noch die einzelnen Plastiksorten auseinander - Deckel (aus Polypropylen), Plastikmantel (der ist aus Polystyrol) und die Flasche selbst (aus Polyethylenterephtalat)

Wohin mit dem alten Handy?

Handy

Guter Gedanke, aber das kann die spezielle Sammelstelle besser.

Nein, der ist meistens aus Kunststoff. Wichtig ist das Recycling der seltenen Metalle, die im Handy verbaut sind. Das passiert in der Elektronik-Sammelstelle.

Richtig!

Kunststoffsorten erkennen

Schau dir nochmal deine Alltagsgegenstände an. Welche Kunststoffsorten kannst du erkennen?

Du kannst dich an den Beispielen im Artikel Plastik und seine Entstehung orientieren, aber genaue Auskunft gibt dir der Kunststoff-Code, der auf den meisten Plastikgegenständen eingestanzt ist.

Kunststoff-Code

Die Nummern stehen für die verschiedenen Plastiksorten:

  • 1 = PET
  • 2 = HDPE (High Density Polyethylen, Polyethylen hoher Dichte)
  • 3 = PVC
  • 4 = LDPE (Low Density Polyethylen, Polyenhylen niedriger Dichte)
  • 5 = PP
  • 6 = PS
  • 7 = Other (Andere)

Notiere dir deine Ergebnisse. Welche Gegenstände sind aus welchem Kunststoff?


  • Abb.: Kunststoffcode 1PETE, Wikipedia von Tomia

Plastikfrei rockt

Was würde dich und andere daran erinnern und dazu motivieren, weniger Plastik zu verbrauchen?

Denk dir eine lustige, motivierende Aktion aus, mit der du Menschen in deinem Umfeld oder auf der Straße zum Umdenken bringen könntest.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt - das kann ein Straßenworkshop im Brotbeutel-Nähen sein oder eine witzige Plakataktion für eine “plastikfreie Zone” und vieles mehr!

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