Wie kann ich mich weiterentwickeln, Probleme lösen und meine Ziele erreichen? Und wie können mir andere dabei helfen?

Besonders im beruflichen Kontext, aber auch schon in der Erziehung im Elternhaus oder in der Schule sind wir gewohnt, über Feedback beurteilt zu werden. Dabei ist Feedback aus zweierlei Gründen schwierig: Einerseits erhalten wir es, wie schon der englische Name sagt, im Nachhinein. Andererseits hören wir es uns passiv an.

Der amerikanische Managementberater Marshall Goldsmith stellte sich die Frage, wie eine sinnvolle, zukunftsbezogene Methode aussehen könnte und entwickelte aus seinen Ideen das Konzept “FeedForward”. FeedForward ist eine Methode, die aktiv und konstruktiv ist. FeedForward hilft Menschen, sich auf eine positive Zukunft zu fokussieren und nicht auf eine gescheiterte Vergangenheit.

Und so funktioniert die Methode:

1. Entscheide dich für ein Thema: Welche Thematik möchtest du an Dir selbst verbessern? Z. B. “Ich möchte meine Zeitplanung verbessern”.

2. Bestimme eine/n Ansprechpartnerin: Wähle die Person aus, von der du dir neue Impulse wünschst. Das können Familie, Freunde oder Kolleginnen sein.

3. Bitte um FeedForward: d. h. zwei Vorschläge, die dir helfen, zukünftig eine positive Veränderung für dein ausgewähltes Verhalten zu erreichen. Vergangenheitsbezogenes soll nicht angesprochen werden.

4. Hör aufmerksam zu: Kommentiere die Inputs nicht. Es geht nicht darum, Dich zu rechtfertigen, sondern die Ideen deines Gegenübers anzuhören und zu reflektieren. Mach dir gegebenenfalls Notizen. Vergiss nicht, dich am Ende des Gesprächs zu bedanken.

Wenn deine Gesprächspartnerin will, könnt ihr die Übung im Anschluss umkehren. Das heißt, sie/er sucht ein Thema aus und du gibst Inputs dazu.

FeedForward wird von den meisten Menschen nicht nur anregend und ermutigend erlebt, sondern macht sogar Spaß. Die meisten Menschen schätzen Ideen, die ihnen helfen, ihre Ziele noch besser zu erreichen. Wir können nur die Zukunft verändern, nicht die Vergangenheit. FeedForward konzentriert sich auf Lösungen nicht auf Probleme. Zudem kann FeedForward von jedem kommen, der die Aufgabe kennt. Auch wenn die Personen sich nicht kennen.

Die vier Schritte sind einfach. Aber nicht leicht. Es erfordert Mut, den Finger in die Wunde zu legen. Und es erfordert Mut, anderen unbequeme Themen zu offenbaren, sie anzuhören ohne in den Verteidigungsmodus zu verfallen und Veränderungen anzugehen.


Quelle:

http://www.marshallgoldsmith.com

Kommentieren Kommentare