Was kreucht und fleucht im Boden?

Vergleiche das Bodenleben in der Erde an verschiedenen Orten.

Entnimm dazu Erde von einer ca. 10 x 10 cm großen Fläche, grabe etwa 10 cm tief.

Untersuche z.B. die Erde:

  • auf einem Grünstreifen an der Straße
  • in einem Gemüsebeet
  • aus dem Kompost
  • in einem Wald

Gib die Erde jeweils in eine Schale und sammle alle Tiere heraus, die du mit bloßem Auge erkennen und mit der Hand erwischen kannst. Gib sie in eine weitere Schale.

Jetzt kannst du sie zählen und den Boden bewerten:

  • In welcher Bodenprobe findest du die meisten Lebewesen?
  • Was sagt das über den Boden aus?
  • Warum findet sich in manchen Böden mehr Leben als in anderen?

Lass nach deiner Untersuchung alle Tiere wieder frei und gibt die Erde an ihren Platz zurück.

Bewertung der Bodengesundheit

Je mehr Lebewesen im Boden sind, desto fruchtbarer ist er vermutlich.

Das liegt daran, dass die meisten Bodenlebewesen sich von abgestorbenen Pflanzenresten ernähren. Je mehr davon im Boden sind, desto mehr Lebewesen können sich davon ernähren. Dabei zersetzen sie das Pflanzenmaterial, wobei wieder Nährstoffe für neue Pflanzen entstehen.

Die Vielfalt des Lebens in der Erde unerscheidet sich demnach dadurch, wie der Boden genutzt wird.

  • Auf einem Grünstreifen findet sich meist wenig Bodenleben, da hier wenig wächst und dadurch wenig Pflanzenmaterial (=Biomasse) zur Verfügung steht.

  • In Waldboden findet sich gewöhnlich sehr viel Leben, da hier viele verschiedene Pflanzen wachsen und dadurch auch viel Biomasse umgesetzt werden muss. Auf einem Hektar Wald können so viele Bodenlebewesen vorkommen, dass sie zusammen 25 Tonnen wiegen.

  • Auch im Kompost finden sich wahrscheinlich sehr viel Lebewesen, weil hier sehr viel Biomasse zur Vergügung steht.

  • Auf dem Gemüsebeet wird sich das Bodenleben je nach Nutzung unterscheiden. Wenn gemulcht oder Kompost eingearbeitet wird, können auch hier viele Bodenlebewesen vorkommen.


Quellenangabe