Ausgangslage in der Kirche

Reformbewegung von Cluny

Das Kloster von Cluny war das erste Kloster, bei dem der weltliche Herrscher auf jeglichen Einfluss verzichtete. Das Kloster war direkt dem Papst unterstellt und genoss große Freiheiten. Ausgehend von Cluny entwickelte sich eine große Bewegung, der sich viele Klöster anschlossen und die sich für eine unabhängigere Kirche einsetzte. Das selbstbewusste Auftreten der Klosterangehörigen war Ausgangspunkt für Reformbewegungen in der ganzen Kirche.

Simonie

Die Simonie galt als eines der größten Probleme in der Kirche des Mittelalters. Ursprünglich bedeutete das Wort den Kauf von kirchlichen Ämtern. Im Investiturstreit wurde der Begriff ausgeweitet auf die Einsetzung in kirchliche Ämter durch Laien. Da die Simonie verboten war versuchten die Oberen der Kirche durch die Ausweitung des Begriffs den weltlichen Einfluss zurückzudrängen und unabhängiger zu werden.

Ostersynode 1059

Auf der Ostersynode 1059 beschlossen der Papst und andere Geistliche, dass der Papst in Zukunft nicht mehr vom Adel, sondern von den Kardinälen gewählt wird. Kardinäle sind die höchsten kirchlichen Würdenträger. Damit versuchten sie den Einfluss des Adels auf die Kirche zurückzudrängen und eigenständiger zu werden. Auch gegen Simonie und Laieninvestitur, also die Einsetzung in ein geistliches Amt durch einen nicht Geistlichen, wollte man stärker vorgehen.

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