7Koordinatenform der Ebene (Kurs mit integrierten Aufgaben) (4|5)
Beispiel: Koordinatenform ermitteln
Im ersten Beispiel hatten wir folgenden Koordinatenform:
Die Ebene sieht so aus:

Ein StĂŒtzvektor der Ebene ist der Vektor OA mit (4,0,0). Der Normalenvektor der Ebene muss auf orthogonal auf der Ebene stehen, er muss als auch orthogonal zu beiden Spannvektoren sein. Als Spannvektoren können wir hier gut die Vektoren AC mit (-4;0,1) und BC mit (0,-2,1) wĂ€hlen. Der Normalenvektor wird mit dem Vektorprodukt bestimmt und ist: n = (2,4,8).
Das Skalarprodukt von StĂŒtzvektor und Normalenvektor ist hier:
Also lautet eine Ebenengleichung:
Beide Ebenengleichungen unterscheiden sich nur um den Faktor 2. Offensichtlich gelten fĂŒr die Koordinatenform die gleichen Rechengesetze wie fĂŒr Gleichungen.
Eine Ebene in Koordinatenform hat also unendlich viele Darstellungsmöglichkeiten, die sich nur durch Ăquivalenzumformungen unterscheiden.
Dies ist aber auch logisch, denn der Normalenvektor einer Ebene hat ja keine vorgegebene LĂ€nge. Der Normalenvektor von ist und der Normalenvektor von ist . Da der eine Vektor ein Vielfaches des anderen Vektors ist, unterscheiden sich beide Vektoren auch nur in der LĂ€nge! Auch der Vektor ist ein Normalenvektor der Ebene. Er ist nur dreimal so lang und zeigt in die andere Richtung. Mit ihm kann auch wieder eine Ebenengleichung fĂŒr die gleiche Ebene aufgestellt werden. Dazu muss er skalar mit einem StĂŒtzvektor multipliziert werden. In der Darstellung oben ist zu sehen, dass auch so ein StĂŒtzvektor ist. Also gilt:
Also ist eine dritte Gleichung der Ebene E: