Bei der Sektorierung werden Einflüsse betrachtet, die in ein System eintreten und/oder es durchfließen: z.B. die Faktoren Wind, Wasser, Feuergefahr und Sonnenlicht. Auch Sektoren für Aussichten, Wildwechsel oder Temperaturen (als Luftfluss) können konstruiert werden.

Wozu ist Sektorierung gut?

Die Sektorierung hilft bei der Standortwahl für einzelne Elemente im Gelände:

  • Hilfreiche Einflüsse bündeln und nutzen

Einige Einflüsse von außen wünschen wir uns auf unserem Gelände, diese wollen wir sammeln oder bündeln. So ist es z.B. wichtig zu wissen, welcher Ort am meisten Sonnenlicht hat und damit am besten für ein Gemüsebeet oder eine Solaranlage geeignet ist. Nisthilfen locken Nützlinge an, Wärmefallen speichern Sonnenenergie, die sie langsam an die Umgebung abgeben. Für Aufenthaltsorte können wir einen Platz mit schöner Aussicht wählen, Windkraftanlagen platzieren wir am besten am zugigsten Ort auf dem Gelände.

  • Vor ungünstigen Einflüssen schützen

Andere Faktoren könnten unserem Gelände schaden, gegen sie können wir Barrieren konstruieren. Gegen Feuer helfen Schneisen. Wollen wir uns vor kalten Winden schützen, können wir Hecken als Windschutz pflanzen. Dämme und Teiche erleichtern das Wassermanagement und verhindern Überflutung.

Wie funktioniert Sektorierung?

Nachdem diese Einflüsse meist aus einer bestimmten Himmelsrichtung auf das Gelände kommen, lassen sie sich als Kreissektoren darstellen. Die Wohnzone (Zone 0) bildet dabei den Mittelpunkt.

Während die Zonen im Modell konzentrische Kreise um die Wohnzone bilden, sind die Sektoren Kreisabschnitte, die die Richtung der eintretenden Umwelteinflüsse darstellen.

Sektoren Schema Abb.1: Sektoren


Quellen:

Bill Mollison, "Permaculture A Designers Manual", Tagari, 1988, S. 54 f.

Kommentieren Kommentare