Zugang verwehren

Schnecken gehören zum Garten, aber mach ihnen klar, wo sie ihren Platz haben und wo nicht.

Mechanische Barrieren haben sich gegen Schnecken recht gut bewährt.

  • Kantige, trockene Materialien eignen sich gut als Barriere, wie Sägespäne, zerkleinerte Eierschalen, Strohhäcksel, Koniferennadeln, Sand (meterbreit), frischer Rindenmulch.
  • Schneckenzäune gibt es in verschiedenen Varianten, aus Zinkblech oder engmaschigem Draht oder als Elektrozaun. Einfache Modelle zum Schutz einzelner Pflanzen sind auch Kragen aus Plastikflaschen (wie im Bild) oder Kupferdraht, der um die Pflanzenstiele gewickelt wird. Vorsicht - überhängende Blätter können Brücken für die Schnecken bilden. Wenn der Zaun aufgestellt wird, sollten alle verbliebenen Schnecken im Beet abgesammelt oder eingefangen werden.
  • Im Handel gibt es seifenartige Antischneckenpasten und -anstriche, die in breiten Streifen (mindestens 10 cm) auf Pflanzgefäße und Beetumrandungen aufgetragen werden (gut im Hochbeet). Auf ihnen können sich die Schnecken nicht festhalten.

Schneckenkragen Schneckenkragen

Außerdem werden Sperren aus breiten Pflanzstreifen empfohlen, zum Beispiel:

  • aus stark duftenden Kräutern wie Lavendel, Rosmarin, Eberraute, Thymian, Salbei, Oregano, Bohnenkraut
  • fein behaarte Blätter von Borretsch, Beinwell, Königskerze
  • Oxalsäurehaltiger Sauerklee
  • Geranien, Löwenmaul, Fleißige Lieschen, Efeu, Rhododendron, Weißklee, Gräser und Farne

Auch chemische Barrieren kannst du ausprobieren, sie halten allerdings nur bis zum nächsten Regen:

  • Holzasche, Gesteinsmehl und Kalk bilden ein saures Milieu und können als leicht ätzende Barriere gegen Schnecken helfen. Leider verdünnt der nächste Regen den Effekt schnell.
  • Jauchen aus Efeu, Lavendel, Wurmfarn, Seifenkraut, Holunder, Schafgarbe, Wermut, Begonien haben molluskizide (schneckentötende) Inhaltsstoffe. Sie werden zur Abschreckung rund ums Beet vergossen.
  • Richtig gemein ist Jauche aus gefangenen Schnecken. Sie werden abgekocht und verjaucht, die Grobbestandteile abgesiebt und dann 0- bis 20fach verdünnt und rund ums Beet ausgebracht; mit Schlupflöchern für die flüchtenden Artgenossen.

Bildquelle

Schneckenkragen von Benjamin Vorwerg

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