Vielleicht hast du schon mitbekommen, dass Plastik einige schlechte Auswirkungen auf die Umwelt und deren Lebewesen hat. Dieser Artikel soll dir Informationen über die drei wichtigsten geben.

Beim Verbrennen entstehen giftige Dämpfe

Nur ein kleiner Teil des Plastikmülls wird in dafür geeigneten und vorgesehenen Anlagen verbrannt. Der andere und größere Teil setzt bei der Verbrennung auf zum Beispiel Mülldeponien giftige Gase wie Kohlenmonoxid frei. Diese giftigen Dämpfe gelangen dann in die Umwelt, und in unsere Luft, die wir einatmen. Dies kann zu Erkrankungen unserer Atemwege führen.

Plastik gelangt in unseren Körper

Kunststoffe lassen sich in unserem Wasser und auch unseren Lebensmitteln finden. Besonders giftige Chemikalien sind sogenannte „Weichmacher“. Diese sind beispielsweise in Essensverpackungen, Kinderspielzeug, Shampoos oder Seifen, und gelangen so auf verschiedene Wege in unseren Körper. Wissenschaftler warnen vor den sehr schädlichen Auswirkungen von diesen Chemikalien auf unsere Gesundheit.

Tiere sterben durch Plastikmüll

Hast du vielleicht schon einmal im Urlaub am Strand bemerkt, wie viel Müll an den Stränden liegt? Oder bist sogar schon mal beim Baden im Meer auf Plastiktüten gestoßen? Das wird vielen Tieren zum Verhängnis. Junge Tiere bleiben in Plastikmüll wie zum Beispiel alten Fischernetzen stecken, und werden dann beim Heranwachsen erwürgt, weil sie nicht mehr rauskommen. Robben oder Delfine verheddern sich in Netzen, bis sie nicht mehr herauskommen. Manche Tiere wie Seevögel denken, Plastik sei Nahrung für sie. Das ist sehr schlecht, weil es sie entweder vergiftet, oder im Magen verklumpt, was dazu führt, dass die Tiere ein Völlegefühl verspüren, und dann verhungern müssen. Wenn wir Fisch essen, und der Fisch vielleicht im Meer Plastik zu sich genommen hat, heißt das automatisch, dass wir das Plastik dann auch mitessen.

Mülltüte im Meer Abb. 1: Plastikmüll im Meer

Müll am Strand Abb. 2: Plastikmüll am Strand

Doch auch an Land ist der Plastikmüll problematisch. Dort ist die Verschmutzung durch Plastik sogar noch viel größer, als im Meer. Plastik besteht aus kleinsten Teilchen, dem sogenannten Mikroplastik. Dieser Mikroplastik kann mit gefährlichen Krankheitserregern besetzt sein. Die Tiere nehmen diesen Mikroplastik mit ihrer Nahrung auf, werden krank und sterben vielleicht.

Plastikherstellung

Die Herstellung von Plastik dauert sehr lange. Denn bis wir Erdöl, aus dem Plastik hergestellt wird, nutzen können, dauert es 100 bis 150 Millionen Jahre. Das Erdöl, das wir heute nutzen können, stammt also noch aus der Zeit der Dinosaurier. Und dann braucht es noch sehr viel Energie, bis in Fabriken aus Erdöl Plastik entsteht. Es ist also ziemlich aufwändig, wenn wir Plastik herstellen. Deswegen ist es sehr schade, wenn wir so viel Plastik wegwerfen.

Wattestäbchen oder Strohhalme benutzt man zum Beispiel nur ein Mal. Tüten vom Einkaufen verwenden viele Menschen auch nur ein Mal.

Aufgabe: Fällt Dir noch mehr aus Plastik ein, das nur kurz oder sogar nur ein Mal genutzt wird?

Aufgabe: Du hast Lust, etwas gegen den vielen Müll in deiner schönen Stadt zu tun? In vielen Städten gibt es organisierte Treffen, bei denen viele Menschen gemeinsam herumliegenden Müll aufsammeln und richtig entsorgen. Schau doch mal im Internet, wann so etwas bei dir in der Gegend stattfindet und hilf dabei, die Umwelt ein bisschen müllfreier zu machen!

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