Die 1. Mendel'sche Regel, oder Uniformitäts- und Reziprozitätsregel lässt Rückschlüsse auf die Phänotypischen Merkmale der ersten Filialgeneration eines homozygoten Erbgangs zu.

Regel

Kreuzt man 2 Individuen (Parentalgeneration) einer Art, die sich in einem oder mehreren Merkmal(en) reinerbig (homozygot) unterscheiden, so sind alle Nachkommen der ersten Tochtergeneration (Filialgeneration) phänotypisch und genotypisch gleich (uniform).

Dominant-rezessiver Erbgang

Bei einem dominant-rezessiven Erbgang bildet sich phänotypisch nur das dominante Merkmal aus.

Kreuzungsschema eines dominant-rezessiven Erbgangs am Beispiel von Erbsen:

Parentalgeneration:

  • genotyp: RR (dominantes Allel) / phänotyp: rund / Keimzellen: R
  • genotyp: rr (rezessives Allel) / phänotyp: kantig / Keimzellen: r

dominant-rezessives Kreuzungsschema

Abb.1: dominant-rezessives Kreuzungsschema

  • Filialgeneration: genotyp: Rr / phänotyp: rund

Intermediärer Erbgang

Bei einem intermediären Erbgang bildet sich ein Phänotyp der zwischen beiden Ausprägungen liegt aus. Das Ergebnis bleibt auch erhalten, wenn das geschlecht der Eltern während des Erbgangs vertauscht wurde. (reziproke Kreuzung)

Kreuzungsschema eines intermediären Erbgangs am Beispiel von Blütenfarben:

Parentalgeneration:

  • genotyp: rr / phänotyp: rot / Keimzellen: r
  • genotyp: ww / phänotyp: weiß / Keimzellen: w

intermediäres Kreuzungsschema

Abb.2: intermediäres Kreuzungsschema

  • Filialgeneration: genotyp: rw / phänotyp: rosa

Quellen

  • Lexikon der Biologie (Bd. 9); Auflage: 1. Auflage 2004 / [Red.: Rolf Sauermost, Doris Freudig …] - Heidelberg: Spektrum, Akad. Verl. Seite: 158(Mendel'sche Regeln)
  • Abb.1: eigene Darstellung
  • Abb.2: eigene Darstellung
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