In Plastik verstecken sich viele unterschiedliche Stoffe, die sogenannten Kunststoffe. Diese Kunststoffe sind nicht in der Natur zu finden, so wie zum Beispiel ein Baum, der das Material Holz liefert. Kunststoffe werden künstlich, also vom Menschen hergestellt. Die Kunststoffe sind formbar, fest und widerstandsfähig. Deshalb werden viele Produkte (Spielzeuge, Elektrogeräte, Kleidungsstücke oder auch Transportmittel) aus dem Kunststoff Plastik hergestellt. Die Produkte haben je nach Zweck unterschiedliche Eigenschaften. Für eine Plastikflasche ist es zum Beispiel wichtig, dass sie bruchfest ist. Weitere unterschiedliche Eigenschaften merkst du, wenn du dir deine Regenjacke, den Joghurtbecher oder das ferngesteuerte Auto anschaust und befühlst.

Kennst du weitere Eigenschaften von Gegenständen aus Plastik?

Plastik ist:

  • wasserdicht
  • oft als Verpackung von Lebensmitteln geeignet
  • manchmal hart, manchmal weich
  • billig
  • leicht

Wie entsteht Erdöl?

Plastik wird aus dem sogenannten fossilen Rohstoff Erdöl hergestellt. Reste von Pflanzen und Tieren aus der Vergangenheit der Erde werden als fossil bezeichnet. Sie sind über 100 bis 150 Millionen Jahre alt. Erdöl entstand durch Reste von abgestorbenen Pflanzen und winzigen Meereslebewesen im Meer. Diese sanken auf den Meeresboden. Dort lagerten sie sich an sehr tiefen Stellen im Meer ab. Dort herrschten bestimmte Bedingungen, so dass sich die Pflanzen- und Tierreste durch Druck verfestigten. Über der Pflanzen- und Tierschicht lagerten sich weitere Schichten mit Sand und Kies an. Die oberen Schichten wurden immer dicker und dadurch auch schwerer. Mit dem Gewicht stieg der Druck. An diesen sehr tiefen Stellen am Meeresboden kam es zu chemischen Veränderungen, so dass aus der Schicht mit Pflanzen- und Tierresten über einen langen Zeitraum hinweg das zähflüssige Erdöl entstand. Fossile Rohstoffe sind somit uralte Kostbarkeiten und sind nicht überall auf der Erde zu finden.

Entstehung Erdöl Abb. 1: Die Entstehung des Erdöls

Das Erdöl wird in sogenannten Raffinerien in seine Einzelteile zersetzt, sie werden dann flüssig und gasförmig. Diese Bestandteile werden dann in Chemiefabriken in unterschiedlichen Mengen und unter verschiedenen Temperaturen sowie Drücken wieder miteinander verbunden. Du kannst es dir wie verschiedene Kochrezepte vorstellen, in denen unterschiedliche Zutaten miteinander bei verschiedenen Temperaturen gemischt werden. Dadurch entstehen drei Gruppen von Plastik. Diese Gruppen haben unterschiedliche Eigenschaften nach denen sie benannt sind:

  • Thermoplaste

  • Elastomere

  • Duroplaste

Thermoplaste können sehr häufig wieder eingeschmolzen und neu geformt werden, wie zum Beispiel Trinkflaschen. Elastomere sind zäh wie Kaugummi und behalten ihre Form nach einer Dehnung, wie zum Beispiel Gummibänder. Duroplasten sollen am besten lange halten.


Quellenangaben:

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