Mit Plastik bezeichnet man Kunststoffe, d.h. durch den Menschen künstlich hergestellte Stoffe. Es gibt viele verschiedene Kunststoff-Sorten, die je nach Bedarf ganz verschiedene Eigenschaften haben können.

Plastic Pellets Abb. 1: Plastic Pellets

Kunststoff in deinem Alltag

Sieh dich um: Wie viele Gegenstände siehst du, die aus Kunststoff hergestellt sind oder Kunststoff enthalten? Welche Eigenschaften haben sie? Sind sie fest oder formbar, leicht oder schwer, hart oder weich?

Viele Produkte werden aus Kunststoff hergestellt, z. B. Spielzeuge, Elektrogeräte, Kleidungsstücke. Die Produkte haben je nach Zweck unterschiedliche Eigenschaften. Für eine Plastikflasche ist es zum Beispiel wichtig, dass sie bruchfest ist, eine Regenjacke muss wasserfest sein, ein Laptop-Gehäuse muss widerstandsfähig sein.

Welche Sorten von Plastik gibt es?

Kunststoffe lassen sich in drei Hauptgruppen einteilen, die nach ihren unterschiedlichen Eigenschaften benannt sind:

  • Thermoplaste können sehr häufig wieder eingeschmolzen und neu geformt werden, z.B. PET-Flaschen

  • Duroplaste sind formbeständig auch bei Hitze und sollen stabil sein und lange halten, z.B. Feuerwehrhelme

  • Elastomere sind elastisch, z.B. Gummiringe

Bekannte, moderne Kunststoffe:

PET (Polyesterterephtalat) Beispiel PET

PP (Polypropylen) Beispiel PP

PE (Polyethylen) ![]()

PVC (Polyvynilchlorid)

PS (Polystyrol)

PU (Polyurethan)

PLA (Polylactid)

PES (Polyesterfaserstoffe)

Zellophan

Kautschuk

Viskose

Plexiglas

Nylon

Teflon

Silikon

Polyacryl

Welche Kunststoffsorten stecken in deinen Sachen?

Wie entsteht Plastik?

Kunststoffe kommen nicht einfach so in der Natur vor wie etwa das Holz vom Baum. Sie werden in Fabriken aus verschiedenen Zutaten zusammengesetzt. So entstehen aus kleinen Molekülen (Monomere) größere Moleküle (Polymere) mit den gewünschten Eigenschaften des jeweiligen Kunststoffs. Für jede Plastik-Sorte gibt es ein eigenes Rezept, das festlegt, welche Ausgansstofe unter welcher Temperatur und wie viel Druck zusammengemischt werden. Meistens ist Erdöl die Hauptzutat, oder Stoffe, die aus dem Erdöl gewonnen werden.

Wie entsteht Erdöl?

Erdöl ist ein fossiler Rohstoff. Das heißt er besteht aus Resten von Pflanzen und Tieren aus längst vergangenen Erdzeitaltern, die nach und nach mit Sand, Kies und Erdreich bedeckt wurden. Über die Zeit und unnter dem Druck dieser Erdschichten wurden die Pflanzen- und Tierreste in Erdöl umgewandelt. Es ist heute ein sehr vielseitiger Rohstoff, den man zu Treibstoff oder direkt zu Energie machen kann, oder eben auch zu Plastik. Es ist aber auch ein endlicher Rohstoff – wenn wir die Reserven der Erde aufgebraucht haben, würde es wieder viele Millionen Jahre, bis neues Erdöl entsteht.

Entstehung Erdöl Abb. 1: Die Entstehung des Erdöls

Es gibt aber auch Bioplastik, das aus nachwachsenden Rohstoffen gemacht wird – dafür wird zum Beispiel Zucker in seine Einzelteile zerlegt und neu wieder zusammen gebaut.

Außerdem kann man Plastik auch ziemlich gut recyceln, das heißt, dass aus Plastikabfall wieder neue Kunststoffe gemacht werden. Allerdings beträgt der Anteil an recyceltem Plastik bei der Herstellung neuer Kunststoffe bisher nur gut 12 %.

Wofür ist Plastik gut?

Kunststoffe sind sehr vielseitig. Je nach Einsatzzweck kann man inzwischen viele gewünschte Eigenschaften herstellen:

  • Es kann hart, bruchfest und dauerhaft sein.
  • Andere Plastiksorten sind dagegen weich, formbar und elastisch.
  • Es kann hitzebeständig sein, wasserfest und beständig gegenüber Chemikalien.
  • Plastik kann für Medizinprodukte oder Lebensmittelverpackungen geeignet sein.
  • Im Vergleich zu anderen Rohstoffen ist es sehr leicht.
  • Ein wichtiges Argument ist oft der Preis: Plastik kann oft sehr billig produziert werden.

Wofür ist Plastik nicht gut?

Die Nachteile von Plastik liegen vor allem in der Herstellung und Entsorgung.

Erdöl als Rohstoff ist nicht regenerierbar, d.h. er steht nicht unbegrenzt zur Verfügung. Auch für Biokunststoffe benötigt man Ressourcen, die irgendwo herkommen müssen – dafür braucht man Flächen, für den Anbau wird Energie aufgewendet und manche Anbauweisen schaden der Umwelt.

Wenn Plastik nach dem Verbrauch in die Umwelt gelangt, leiden darunter Tiere und Böden. Kleine Plastikpartikel gelangen in die Nahrungskette. Wenn Plastikmüll sich zersetzt oder verbrannt wird, gelangen Giftstoffe in Luft und Böden. Mehr dazu liest du im Artikel Plastik in der Umwelt

Damit Plastik besser verwertet werden kann, muss es gesammelt und dann sortenrein sortiert werden. So werden Rohstoffe und Energie gespart und die Umwelt geschont, weil weniger Müll einfach so verbrannt wird.

Quellen:

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