Cracken

Der Begriff Cracken kommt aus dem Englischen: to crack bedeutet spalten.

Aber was bedeutet Cracken in der Chemie?

Durch Cracken können aus langen, unverzweigten Kohlenwasserstoffen (Alkane, Alkene, Cycloalkane etc.) kurze verzweigte Kohlenwasserstoffe hergestellt werden.

Warum werden Alkane gecrackt?

In gefördertem Rohöl sind verschiedenste Kohlenwasserstoffe enthalten, nicht alle davon werden immer benötigt. Insbesondere lange Alkane (ab C25C_{25}) haben nur wenige Nutzungsmöglichkeiten. Schiffstreibstoff besteht beispielsweise hauptsächlich aus sehr langen Alkanen.

Benötigt werden hauptsächlich kürzere Alkane, wie beispielsweise Benzin (5- 11 CC-Atome), Diesel (9-22 CC-Atome) oder Methan (CH4CH_4).

Durch das Cracken von Rohöl können die Anteile der Alkane so verschoben werden, das wichtige Alkane häufiger vorkommen als unwichtige.

Wie funktioniert das Cracken von Rohöl?

Die großen Kohlenwasserstoffe im Rohöl spalten sich bei hohen Temperaturen zwischen 450 und 650°C.

Dabei entstehen neben Benzin, Diesel und Methan auch andere kurzkettige Kohlenwasserstoffe wie Ethan, Propan, Butan, Ethen und so weiter.

Ein weiterer Crack-Prozesse ist der Pyrolyseprozess, dabei findet das Spalten langer Kohlenwasserstoffketten bei Temperaturen zwischen 600 und 2000°C statt. Dadurch entstehen hauptsächlich gasförmige Kohlenwasserstoffe.

Quellen:

https://www.spektrum.de/lexikon/chemie/cracken/2056

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/chemie-abitur/artikel/crackverfahren


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