Anzucht planen

Ein Anzuchtplan hilft dabei, die Aussaat zu planen und keine Pflanztermine zu verpassen.

  • Bereite eine Tabelle mit 13 Spalten vor. In der ersten Spalte stehen die geplanten Gemüsesorten, die übrigen werden mit den 12 Monaten überschrieben.

  • Jetzt kannst du deinen Fruchtfolgeplan nehmen und daraus ableiten, wann du mit welchem Gemüse beginnen willst. Glücklicherweise gibt es keinen einzelnen festen Aussaattermin, sondern Zeitspannen. Hier sind wir flexibel. Konkretisiere also deine Anzucht- und Auspflanztermine und notiere sie in deinem Anzuchtplan. Trage für jedes Gemüse die Zeiträume für Vorkultur, Auspflanzen oder Direktsaat ein.

    • Ein Beispiel: sollen deine Radieschen Mitte Mai fertig sein, damit dann Platz für die Tomaten ist, beginnst du mit den Radieschen etwa Mitte März im Beet und mit den Tomaten Ende Februar auf der Fensterbank. So haben sie genug Zeit zum Wachsen, Umtopfen und Abhärten.
  • Die Zeitspannen dafür findest du auf den Saatguttütchen. Fehlen Informationen, kannst du in einem Aussaatkalender nachsehen oder beim Saatguthersteller nachfragen. Innerhalb einer Gemüseart gibt es allerdings frühere oder spätere Sorten, so dass möglichst genaue Informationen verwendet werden sollten.

Aussaatkalender

Beispiel für eine Aussaatplanung

Samenpäckchen Aussaatangaben auf dem Saatgutbriefchen

Abgleich mit dem phänologischen Kalender

Die Planungen im Anzucht- und Beetplan sind nur eine Richtlinie. Die tatsächlichen Aussaat- und Pflanztermine werden im Jahreslauf ermittelt, denn sie richten sich nach den Begebenheiten des aktuellen Jahres.

Die Temperaturen folgen nicht jedes Jahr genau dem gleichen Muster. Darum sind für die Aussaat auch immer längere Zeiträume angegeben, je nachdem, ob es in einem Jahr früher oder später warm wird.

Überprüfe also immer wieder im Phänologischen Kalender, was die Blütezeiten der Natur für die Arbeiten im Garten bedeuten. Demnach musst du deine Anzucht- und Pflanztermine möglicherweise anpassen.

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