Aufgaben

Oma hat für ihre Familie insgesamt 80 Plätzchen gebacken und in kleine Tütchen verpackt.

Insgesamt haben 48 der Plätzchen einen Überzug aus Schokolade, 20 haben eine Füllung aus Omas selbstgemachter Erdbeermarmelade.
Unter diesen 48 bzw. 20 Plätzchen gibt es 12 Plätzchen, die sogar beides haben: Schokoladenüberzug und Marmeladenfüllung.

Erstelle eine Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten!

Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten

Zuerst legst du zwei Ereignisse fest, anhand welcher du später deine Vierfeldertafel erstellen wirst.
Welche Ereignisse gibt es? In der Aufgabenstellung werden Plätzchen mit Schokoladenüberguss sowie mit Marmeladenfüllung genannt. Es gibt aber auch Plätzchen, die beide Eigenschaften erfüllen, also mit Marmelade gefüllte Schokoplätzchen. Man unterscheidet zwischen Plätzchen mit bzw. ohne Schokolade sowie mit bzw. ohne Marmelade.

Dadurch entstehen die Ereignisse

  • %%S%%: Das Plätzchen ist mit Schokolade überzogen.
  • %%M%%: Das Plätzchen ist mit Marmelade gefüllt.

Zuerst erstellst du eine Vierfeldertafel: Die Zeilen sind die Ereignisse %%S%% (mit Schokoladenüberzug) und %%\overline S%% (ohne Schokoladenüberzug). Die Spalten sind die Ereignisse %%M%% (mit Marmeladenfüllung) und %%\overline M%% (ohne Marmeladenfüllung).

%%M%%

%%\overline M%%

%%S%%

%%\overline S%%

Du weißt bereits, dass es insgesamt %%80%% Plätzchen gibt. Daher ist %%G=80%%.

Insgesamt sind %%48%% dieser Plätzchen mit Schokolade überzogen, wohingegen %%20%% eine Marmaladenfüllung haben. Daher ist %%H(S)=48%% und %%H(M)=20%%.

Du weißt außerdem, dass %%12%% der Plätzchen mit Schokolade überzogen sind und eine Marmeladenfüllung haben. Gegeben ist also die Schnittmenge von %%S%% und %%M%%. Also weißt du auch %%H(S\cap M)=12%%.

Diese Zahlen kannst du an den entsprechenden Stellen schon in die Tafel eintragen.

%%M%%

%%\overline{M}%%

%%S%%

%%\color{#CC0000}{12}%%

%%\color{#CC0000}{48}%%

%%\overline{S}%%

%%\color{#CC0000}{20}%%

%%\color{#CC0000}{80}%%

$$S = M + \overline{M}$$

Da %%\overline{M}%% als einziger Wert aus der Tabelle noch nicht ausgefüllt ist, stellst du danach um.

$$\overline{M} = S - M$$

Dann setzt du die Werte aus der Tabelle einfach ein und rechnest aus.

$$\overline{M} = 48 - 12 = 36$$

Trage im Anschluss den ausgerechneten Wert in die Tafel ein und überprüfe, ob der Wert in die Tafel passt und Sinn ergibt.

%%M%%

%%\overline{M}%%

%%S%%

%%12%%

%%\color{#CC0000}{36}%%

%%48%%

%%\overline{S}%%

%%20%%

%%80%%

Nun solltest du eine Zeile oder Spalte aussuchen, in der bereits zwei Felder ausgefüllt sind. Du bist dann eigentlich frei, in welcher Reihenfolge du diese Werte ausrechnest. Es ist z.B. sinnvoll, erst "innerhalb" des Feldes ausrechnen, also %%\overline{S} \cap M%%. Dann kannst du dich langsam an die Werte, die "außerhalb" liegen antasten. Denn es ist meistens einfacher, diese auszurechnen.

$$(S \cap M) + (\overline{S} \cap M) = M$$

Stelle nach dem leeren Feld %%\overline{S} \cap M%% um.

$$(\overline{S} \cap M) = M - (S \cap M)$$

Setze die Werte ein.

$$(\overline{S} \cap M) = 20 - 12 = 8$$

Trage den gefundenen Wert in die Tabelle ein.

%%M%%

%%\overline{M}%%

%%S%%

%%12%%

%%36%%

%%48%%

%%\overline{S}%%

%%\color{#CC0000}{8}%%

%%20%%

%%80%%

Da "innerhalb" des Feldes keine Zeile oder Spalte mit bereits zwei eingefüllten Feldern vorliegt, gehst du an das "Äußere" der Tafel. Die Reihenfolge, ob du zuerst %%\overline{S}%% oder %%\overline{M}%% ausrechnest, spielt erneut keine Rolle.

$$S + \overline{S} = 80$$

Stelle nach dem gesuchten Wert um.

$$\overline{S} = 80 - S$$

Setze den Wert für %%S%% ein und rechne aus.

$$\overline{S} = 80 - 48 = 32$$

$$M + \overline{M} = 80$$

Stelle nach dem gesuchten Wert um.

$$\overline{M} = 80 - M$$

Setze den Wert für %%M%% ein und rechne aus.

$$\overline{M} = 80 - 20 = 60$$

Trage die soeben ausgerechneten Werte %%\overline{S}%% und %%\overline{M}%% in die Verfeldertafel ein.

%%M%%

%%\overline{M}%%

%%S%%

%%12%%

%%36%%

%%48%%

%%\overline{S}%%

%%8%%

%%\color{#CC0000}{32}%%

%%20%%

%%\color{#CC0000}{60}%%

%%80%%

Rechne als letztes den fehlenden Wert aus und trage ihn ebenfalls in die Tabelle ein.

$$\overline{M} = (S \cap \overline{M}) + (\overline{S} \cap \overline{M})$$

Stelle nach dem gesuchten Wert um.

$$(\overline{S} \cap \overline{M}) = \overline{M} - (S \cap \overline{M})$$

Setze die Werte ein und rechne aus.

$$(\overline{S} \cap \overline{M}) = 60 - 36 = 24$$

%%M%%

%%\overline{M}%%

%%S%%

%%12%%

%%36%%

%%48%%

%%\overline{S}%%

%%8%%

%%\color{#CC0000}{24}%%

%%32%%

%%20%%

%%60%%

%%80%%

Überprüfe jetzt unbedingt die einzelnen Zeilen und Spalten. Dadurch kannst du sehen, ob die Werte deiner Vierfelder stimmen.

Passt deine Tafel? Super, du hast es geschafft und die Aufgabe gut gelöst! :-)

Für Fortgeschrittene: Vierfeldertafel mit relativen Häufigkeiten

Nun zu den Wahrscheinlichkeiten: Du weißt bereits, dass es insgesamt %%80%% Plätzchen gibt und die Anzahl an den speziellen Sorten. Diese kannst du auch bereits in Form von Wahrscheinlichkeiten in die Vierfeldertafel eintragen.

Dabei stehen dir zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Du schreibst am Anfang die Ereignisse als Wahrscheinlichkeit der Ereignissen auf. Oder du rechnest die Tabelle mit absoluten Häufigkeiten in relative Häufigkeiten um.

Relative Häufigkeit von Anfang an ausrechnen

Du hast bereits gegeben, wie viele Plätzchen es von den insgesamten %%80%% Plätzchen gibt. Also kannst du auch schreiben:

  • %%P(S) = \frac{48}{80} = \frac{6}{10} = \frac{3}{5}%%
  • %%P(M) = \frac{20}{80} = \frac{2}{8} = \frac{1}{4}%%
  • %%P(S \cap M) = \frac{12}{80} = \frac{6}{40} = \frac{3}{20}%%

Diese Werte trägst du nun in die Tafel ein.

%%M%%

%%\overline{M}%%

%%S%%

%%\color{#CC0000}{\frac{3}{20}}%%

%%\color{#CC0000}{\frac{3}{5}}%%

%%\overline{S}%%

%%\color{#CC0000}{\frac{1}{4}}%%

%%1%%

Anschließend rechnest du die fehlenden Werte aus den (noch) leeren Feldern wie oben aus. Am Ende kommst du auf die folgende Vierfeldertafel:

%%M%%

%%\overline{M}%%

%%S%%

%%\frac{3}{20}%%

%%\frac{9}{20}%%

%%\frac{3}{5}%%

%%\overline{S}%%

%%\frac{1}{10}%%

%%\frac{6}{20}%%

%%\frac{8}{20}%%

%%\frac{1}{4}%%

%%\frac{3}{4}%%

%%1%%

Überprüfe auch hier, ob die Werte stimmen.

Vierfeldertafel am Ende umrechnen

Das geht ganz einfach: Du teilst den Wert aus einem beliebigen Feld durch die Gesamtanzahl. Sie ist in diesem Fall %%80%%. Dieses Verfahren führst du für alle Felder durch und erhälst so wieder die obige Tafel.

Fülle mit den folgenden Informationen eine Vierfeldertafel aus!

%%P(A)=0,45;\;P(A\cap\overline B)=0,2;\; P(\overline B)=0,7%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} & \mathrm{P(A\cap B}) & \mathrm{P(\overline A\cap B}) & \mathrm{P(B)} \\ \hline \mathrm{\overline B} & \mathrm{P(A\cap \overline B}) & \mathrm{P(\overline A\cap \overline B}) & \mathrm{P(\overline B}) \\ \hline \ & \mathrm{P(A)} & \mathrm{P(\overline A)} & 1 \\ \end{array}$$

Schreibe die gegebenen Wahrscheinlichkeiten an die entsprechende Stelle.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} & & & \\ \hline \mathrm{\overline B} & 0,2 & & 0,7 \\ \hline \ & 0,45 & & 1 \\ \end{array}$$

Rechne:
%%1-0,45=0,55=P(\overline A)%%
%%0,7-0,2=0,5=P(\overline A\cap \overline B)%%
%%0,45-0,2=0,25=P(A\cap B)%%
%%1-0,7=0,3=P(B)%%
%%P(B)-P(A\cap B)=0,05=P(\overline A\cap B)%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} & 0,25& 0,05 & 0,3 \\ \hline \mathrm{\overline B} & 0,2 & 0,5& 0,7 \\ \hline \ & 0,45 & 0,55& 1 \\ \end{array}$$

Die fertige Vierfeldertafel sieht so aus.

%%P(A\cap B)=0,12;\; P(\overline A)=0,51;\; P(B)=0,44%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} & \mathrm{P(A\cap B}) & \mathrm{P(\overline A\cap B}) & \mathrm{P(B)} \\ \hline \mathrm{\overline B} & \mathrm{P(A\cap \overline B}) & \mathrm{P(\overline A\cap \overline B}) & \mathrm{P(\overline B}) \\ \hline \ & \mathrm{P(A)} & \mathrm{P(\overline A)} & 1 \\ \end{array}$$

Schreibe die gegebenen Wahrscheinlichkeiten an die entsprechende Stelle.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} & 0,12& &0,44 \\ \hline \mathrm{\overline B} & & & \\ \hline \ & &0,51 & 1 \\ \end{array}$$

Rechne:
%%0,44-0,12=0,32=P(\overline A)%%
%%1-0,44=0,56=P(\overline B)%%
%%1-0,51=0,49=P(A)%%
%%P(A)-0,12=0,37=P(A\cap \overline B)%%
%%P(\overline B)-P(A\cap\overline B)=0,19=P(\overline A\cap \overline B)%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} & 0,12& 0,32 &0,44 \\ \hline \mathrm{\overline B} & 0,37 &0,19 & 0,56 \\ \hline \ & 0,49 &0,51 & 1 \\ \end{array}$$

So sieht die fertige Vierfeldertafel aus.

%%P(B)=0,99;\; P(A\cap\overline B)=0,002;\;P(\overline A\cap B)=0,85%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} & \mathrm{P(A\cap B}) & \mathrm{P(\overline A\cap B}) & \mathrm{P(B)} \\ \hline \mathrm{\overline B} & \mathrm{P(A\cap \overline B}) & \mathrm{P(\overline A\cap \overline B}) & \mathrm{P(\overline B}) \\ \hline \ & \mathrm{P(A)} & \mathrm{P(\overline A)} & 1 \\ \end{array}$$

Schreibe die gegebenen Wahrscheinlichkeiten an die entsprechende Stelle.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} & & 0,85 & 0,99 \\ \hline \mathrm{\overline B} &0,002 & & \\ \hline \ & & & 1 \\ \end{array}$$

Rechne:
%%1-0,99=0,01=P(\overline B)%%
%%0,99-0,85=0,14=P(A\cap B)%%
%%P(\overline B)-0,002=0,008 = P(\overline A\cap\overline B)%%
%%P(A\cap B)+0,002=0,142=P(A)%%
%%0,85+P(\overline A\cap\overline B)=0,858=P(\overline A)%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{A} & \mathrm{\overline A} & \ \\ \hline \mathrm{B} &0,14 & 0,85 & 0,99 \\ \hline \mathrm{\overline B} &0,002 & 0,008&0,01 \\ \hline \ & 0,142 & 0,858& 1 \\ \end{array}$$

So sieht die fertige Vierfeldertafel aus.

Fülle mit den folgenden Informationen eine Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten aus!

In einer Schulklasse mit 29 Schüler*innen haben 10 Schüler*innen braune Haare und 7 Schüler*innen grüne Augen. 5 Schüler*innen haben grüne Augen und braune Haare.

Vervollständigen der Vierfeldertafel

Schreibe die gegeben Informationen in die entsprechenden Felder.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{G} & \mathrm{\overline G} & \ \\ \hline \mathrm{B} & \mathrm{5} & \mathrm{} & \mathrm{10} \\ \hline \mathrm{\overline B} & \mathrm{} & \mathrm{} & \mathrm{} \\ \hline \ & \mathrm{7} & \mathrm{} & 29 \\ \end{array}$$

Rechne:
%%|B\cap\overline{G}|=10-5%%
%%|\overline{B}\cap G|=7-5%%
%%|\overline{B}|=29-10%%
%%|\overline{G}|=29-7%%
%%|\overline{B}\cap\overline{G}|=19-2%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{G} & \mathrm{\overline G} & \ \\ \hline \mathrm{B} & \mathrm{5} & \mathrm{5} & \mathrm{10} \\ \hline \mathrm{\overline B} & \mathrm{2} & \mathrm{17} & \mathrm{19} \\ \hline \ & \mathrm{7} & \mathrm{22} & 29 \\ \end{array}$$

So sieht die vollständige Vierfeldertafel aus.

Am Sportunterricht nehmen insgesamt 25 Kinder teil, wovon 15 weiblich sind. Genau 15 Kinder sind gut im Weitwurf. 10 Mädchen sind gut im Weitwurf.

Vervollständigen der Vierfeldertafel

Zum Lösen der Aufgabe kannst du dir anschauen, wie man Vierfeldertafeln ausfüllt.

Lege zuerst fest, welche Eigenschaft in der Vierfeldertafel wie abgekürzt werden soll:
%%M=%%Mädchen
%%W=%%gut im Weitwurf

Schreibe die gegebenen Informationen in die entsprechenden Felder.

  • 25 Kinder sind in der Klasse, das ist das Feld %%|\Omega|%% ganz rechts unten.
  • 15 Kinder der Klasse sind Mädchen, das entspricht dem Feld %%|M|%% rechts oben.
  • 15 Kinder sind gut im Weitwurf, das entspricht dem Feld %%|W|%% links unten.
  • 10 Mädchen sind gut im Weitwurf, das entspricht dem Feld %%|M\cap W|%%, das ist das Feld innen links oben.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{W} & \mathrm{\overline W} & \ \\ \hline \mathrm{M} &10 & & 15 \\ \hline \mathrm{\overline M} & & & \\ \hline \ & 15 & & 25 \\ \end{array}$$

Rechne:

  • %%|\overline{W}|=|\Omega|-|W|=25-15=10%%
  • %%|\overline{M}|=|\Omega|-|M|=25-15=10%%
  • %%|\overline{M}\cap W|=|W|-|M\cap W|=15-10=5%%
  • %%|M\cap \overline{W}|=|M|-|M\cap W|=15-10=5%%
  • %%|\overline M \cap \overline W| =|\overline W|-|M \cap \overline{W}|=10-5=5%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{W} & \mathrm{\overline W} & \ \\ \hline \mathrm{M} &10 & 5 & 15 \\ \hline \mathrm{\overline M} & 5 & 5& 10 \\ \hline \ & 15 &10 & 25 \\ \end{array}$$

So sieht die fertige Vierfeldertafel aus.

Bei einer Versuchsreihe nehmen 47 Personen teil. 20 von diesen Personen wurden auf eine bestimmte Krankheit positiv getestet. 32 Testpersonen sind gegen diese Krankheit geimpft, wobei 15 Personen positiv getestet wurden und nicht dagegen geimpft sind.

Vervollständigen der Vierfeldertafel

Schreibe die gegebenen Informationen in die entsprechenden Felder.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{P} & \mathrm{\overline P} & \ \\ \hline \mathrm{G} & & & 32 \\ \hline \mathrm{\overline G} & 15 & & \\ \hline \ & 20 & & 47 \\ \end{array}$$

Rechne:
%%|G \cap P|=|P|-|\overline{G} \cap P|=20-15=5%%
%%|G\cap \overline{P}|=|G|-|G \cap P|=32-5=27%%
%%|\overline {G}|=47-|G|=47-32=15%%
%%|\overline{G} \cap \overline{P}|=|\overline{G}|-|\overline{G}\cap P|=15-15=0%%
%%|\overline{P}|=|G\cap \overline{P}|+|\overline{G}\cap \overline{G}|=27+0=27%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{P} & \mathrm{\overline P} & \ \\ \hline \mathrm{G} &5 &27 & 32 \\ \hline \mathrm{\overline G} & 15 & 0& 15 \\ \hline \ & 20 & 27 & 47 \\ \end{array}$$

So sieht die fertige Vierfeldertafel aus.

In einer Firma arbeiten 45 Männer und 50 Frauen. 30 weibliche Mitarbeitende der Firma sind jünger als 50 Jahre und 27 Männer sind älter als 50 Jahre.

Vervollständigen der Vierfeldertafel

Schreibe die gegebenen Informationen in die entsprechenden Felder.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{W} & \mathrm{\overline W} & \ \\ \hline \mathrm{<50} & 30 & & \\ \hline \mathrm{\overline {<50}} & & 27 & \\ \hline \ & 50 & 45& 95 \\ \end{array}$$

Rechne:
%%|\overline{<50} \cap W|=|W|-|<50 \cap W|=50-30=20%%
%%|\overline{<50}|=|\overline{<50}\cap W|+|\overline{<50} \cap \overline W|=20+27=47%%
%%|<50|=95-|\overline{<50}|=95-47=48%%
%%|<50 \cap \overline{W}|=|<50|-|<50 \cap W|=48-30=18%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{W} & \mathrm{\overline W} & \ \\ \hline \mathrm{<50} & 30 & 18 & 48\\ \hline \mathrm{\overline {<50}} &20 & 27 & 47 \\ \hline \ & 50 & 45& 95 \\ \end{array}$$

So sieht die fertige Vierfeldertafel dann aus.

Ein Konditormeister hat 200 Pralinen hergestellt.
80% von ihnen sind aus dunkler Schokolade, der Rest aus weißer Schokolade.
30% der 200 Pralinen enthalten Nüsse; unter den Pralinen aus weißer Schokolade haben jedoch nur 12,5% einen Nussanteil.

Stelle die beschriebene Situation dar, und zwar

  1. mit einer Vierfeldertafel für die absoluten Häufigkeiten

  2. mit einer Vierfeldertafel für die relativen Häufigkeiten.

Festlegen von geeigneten Abkürzungen

Als Erstes legst du die betrachteten Ereignisse bzw. geeignete Abkürzungen dafür fest, zum Beispiel:

  • %%\mathrm{D}%% : "Die Praline ist aus dunkler Schokolade."

  • %%\mathrm{N}%% : "Die Praline hat einen Nussanteil."

Teilaufgabe 1: Vierfeldertafel für die absoluten Häufigkeiten

Gesucht: Vierfeldertafel für absolute Häufigkeiten

Zunächst legst du das Grundgerüst für die Vierfeldertafel an:

  • Betrachte die beiden Ereignisse, um die es geht.

  • Das eine davon kommt in die Spalten, das andere in die Zeilen.

Grundgerüst anlegen

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{D} & \mathrm{\overline D} & \ \\ \hline \mathrm{N} & & & \\ \hline \mathrm{\overline N} & \hphantom{\mathrm{P(A\cap \overline B})} & \hphantom{\mathrm{P(\overline A\cap \overline B})} & \\ \hline \ & & & \hphantom{200}\\ \end{array}$$

Hier steht jetzt %%\mathrm{D}%% in den Spalten und %%\mathrm{N}%% in den Zeilen - das kannst du natürlich auch andersherum machen.

Informationen aus dem Aufgabentext eintragen

Da eine Vierfeldertafel für die absoluten Häufigkeiten gesucht ist, trägst du in das äußerste Feld rechts unten die Gesamtzahl "200" ein.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{D} & \mathrm{\overline D} & \ \\ \hline \mathrm{N} & & & \\ \hline \mathrm{\overline N} & \hphantom{\mathrm{P(A\cap \overline B})} & \hphantom{\mathrm{P(\overline A\cap \overline B})} & \\ \hline \ & & & 200\ \end{array}$$

Die übrigen Zahlen musst du noch aus dem Text herausfinden bzw. später ausrechnen.

In der Aufgabe ist angegeben, dass

  • 80% der 200 Pralinen aus dunkler Schokolade sind, und
  • 30% der 200 Pralinen einen Nussanteil haben.

Berechne daraus (z.B. mit der entsprechenden Formel zur Prozentrechnung),
wie viele Pralinen zu D und wie viele zu N gehören.

%%|\mathrm{D}|= 0,80\cdot 200= 160%%

%%|\mathrm{N}|= 0,30\cdot 200= 60%%

Diese Werte trägst du in der Vierfeldertafel in den Rändern an den jeweiligen Stellen ein(, denn betrachtet werden hier D bzw. N alleine und nicht irgendwelche Schnittmengen).

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{D} & \mathrm{\overline D} & \ \\ \hline \mathrm{N} & & &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & \hphantom{\mathrm{P(A\cap \overline B})} & \hphantom{\mathrm{P(\overline A\cap \overline B})} & \\ \hline \ & 160 & & 200\ \end{array}$$

So, damit könntest du die Werte auf den Rändern jetzt schon vollständig ausrechnen.

Um die Vierfeldertafel ganz vervollständigen zu können, brauchst du aber noch irgendeinen Wert in einem der vier inneren Felder.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \quad \mathrm{D} \quad& \quad \mathrm{\overline D}\quad & \ \\ \hline \mathrm{N} & & ??? &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & \hphantom{\mathrm{P(A\cap \overline B})} & \hphantom{\mathrm{P(\overline A\cap \overline B})} & \\ \hline \ & 160 & & 200\ \end{array}$$

Du hast noch die Angabe, dass 12,5% der Pralinen mit weißer Schokolade einen Nussanteil haben.

Das kannst du aber nur auswerten, wenn du weißt, wie viele Pralinen mit weißer Schokolade es insgesamt sind, "Weiße Schokolade" bedeutet "Nicht dunkle Schokolade" - das heißt, du brauchst die Anzahl von %%\overline{\mathrm D}%%.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \quad \mathrm{D} \quad& \quad \mathrm{\overline D}\quad & \ \\ \hline \mathrm{N} & & &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & \hphantom{\mathrm{P(A\cap \overline B})} & \hphantom{\mathrm{P(\overline A\cap \overline B})} & \\ \hline \ & 160 & |\overline{\mathrm D}|=?& 200\ \end{array}$$

%%|\overline{\mathrm D}|=200-160 = 40%%

%%|\overline{\mathrm D}|%% findest du leicht mit Hilfe der bisherigen Einträge in die Vierfeldertafel heraus:

Die Zahlen, die auf den Rändern noch fehlen, erhältst du nämlich ganz einfach, indem du jeweils zur 200 ergänzt.

(Den Wert %%|\overline{\mathrm D}|= 40%% trägst du natürlich gleich in das entsprechende Feld auf dem Rand der Vierfeldertafel ein.)

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \quad \mathrm{D} \quad& \quad \mathrm{\overline D}\quad & \ \\ \hline \mathrm{N} & & ??? &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & \hphantom{\mathrm{P(A\cap \overline B})} & \hphantom{\mathrm{P(\overline A\cap \overline B})} & \\ \hline \ & 160 & 40& 200\ \end{array}$$

Es sind also 40 Pralinen mit weißer Schokolade, und von diesen haben 12,5% einen Nussanteil.

Berechne 12,5% von 40.

%%12,5\%%% von 40 (Pralinen):

%%\dfrac{12,5}{100} \cdot 40 =\dfrac{12,5\cdot 40}{100}=5%%

5 der Pralinen sind somit weiß und haben einen Nussanteil.

Trage die Zahl "5" in das Feld für %%|\overline{\mathrm{D}}\cap \mathrm{N}|%% ein.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \quad \mathrm{D} \quad& \quad \mathrm{\overline D}\quad & \ \\ \hline \mathrm{N} & & 5 &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & \hphantom{\mathrm{P(A\cap \overline B})} & \hphantom{\mathrm{P(\overline A\cap \overline B})} & \\ \hline \ & 160 & 40 & 200\ \end{array}$$

Fehlende Werte in der Vierfeldertafel ausrechnen

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \quad \mathrm{D} \quad& \quad \mathrm{\overline D}\quad & \ \\ \hline \mathrm{N} & & 5 &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & & & ??? \\ \hline \ & 160 & 40& 200\ \end{array}$$

Berechne nun die noch fehlenden Werte,

Zum Beispiel als erstes die Zahl für %%|\overline{\mathrm N}|%% , die auf dem Rand noch fehlt.
Sie erhältst du, indem du wieder zur 200 ergänzt:

%%|\overline{\mathrm N}|=200-60=140%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \quad \mathrm{D} \quad& \quad \mathrm{\overline D}\quad & \ \\ \hline \mathrm{N} &??? & 5 &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & & & 140 \\ \hline \ & 160 & 40& 200\ \end{array}$$

Danach kannst du zum Beispiel %%|\mathrm{N\cap D}|%% errechnen:

%%|\mathrm{N\cap D}|=60-5 = 55%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \quad \mathrm{D} \quad& \quad \mathrm{\overline D}\quad & \ \\ \hline \mathrm{N} &55 & 5 &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & ??? & & 140 \\ \hline \ & 160 & 40& 200\ \end{array}$$

… und danach zum Beispiel %%|\mathrm{\overline{N}\cap D}|%%:

%%|\mathrm{\overline{N}\cap D}|= 160-55 =105%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \quad \mathrm{D} \quad& \quad \mathrm{\overline D}\quad & \ \\ \hline \mathrm{N} & 55 & 5 &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & 105 & & 140 \\ \hline \ & 160 & 40& 200\ \end{array}$$

… und zuletzt %%|\mathrm{\overline{N}\cap \overline{D}}|%%:

Entweder du rechnest

  • %%|\mathrm{\overline{N}\cap \overline{D}}|=140-105=35%%

oder du rechnest

  • %%|\mathrm{\overline{N}\cap \overline{D}}|=40-5=35%%

(bzw. du rechnest am besten beides und überprüftst das eine mit dem anderen.)

Das trägst du ein, und dann ist die Vierfeldertafel fertig.

Fertige Vierfeldertafel für die absoluten Häufigkeiten:

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \qquad \mathrm{D} \qquad& \qquad \mathrm{\overline D}\qquad & \ \\ \hline \mathrm{N} & 55 & 5 &60 \\ \hline \mathrm{\overline N} & 105 & 35 & 140 \\ \hline \ & 160 & 40& 200\ \end{array}$$

Teilaufgabe 2 : Vierfeldertafel für die relativen Häufigkeiten

in Arbeit

Ein Betreiber eines Eisenbahnunternehmens hat eine Umfrage unter seinen Fahrgästen durchgeführt, die ergab, dass 10% der Fahrgäste in der ersten Klasse reisen. Außerdem wurde in der Umfrage abgefragt, wie zufrieden die Fahrgäste mit dem Service des Unternehmens sind. Hoch erfreut stellt das Unternehmen fest, dass %%\frac56%% der Fahrgäste zweiter Klasse zufrieden sind. Alarmierend dagegen sind die Zufridenheitszahlen der ersten Klasse: 70% der Fahrgäste erster Klasse sind unzufrieden. Betrachtet werden folgende Ereignisse:

E: "Ein Teilnehmer der Umfrage ist 1.Klasse-Fahrer"

Z: "Ein Teilnehmer der Umfrage ist mit dem Service des Unternehmens zufrieden"

  1. Erstelle eine vollständig ausgefüllte Vierfeldertafel.

  2. Als dem Geschäftsführer die Zufriedenheitszahlen der 1.Klasse mitgeteilt werden, ist dieser schockiert. Resigniert erklärt er, dass das Unternehmen es nicht geschafft habe, den Zufriedenheitswert von 77% der Fahrgäste aus dem Vorjahr zu verbessern. Hat er Recht?

  3. Tatsächlich stellt er fest, dass im Vorjahr 85% der Fahrgäste zweiter Klasse zufrieden waren und immerhin 45% der Fahrgäste erster Klasse. Damit haben sich beide Werte in diesem Jahr verschlechtert. Stelle diese Werte in Bezug zu deiner Antwort auf Teilaufgabe 2. Erstelle dazu auch eine Vierfeldertafel für das Vorjahr.

Vierfeldertafel

Teilaufgabe 1

Gegeben sind die Ereignisse:

%%E%%: "Ein Teilnehmer der Umfrage ist 1.Klasse-Fahrer"

%%Z%%: "Ein Teilnehmer der Umfrage ist mit dem Serivice des Unternehmnes zufrieden"

Gegeben sind die folgenden Werte:

%%P(E)=10\%=0,1%%

%%P_{\overline E}(Z)=\frac{5}{6}%%

%%P_{E}(\overline Z)=70\%=0,7%%

Damit kannst du mit Hilfe der bedingten Wahrscheinlichkeit folgende Werte errechnen:

%%P(E \cap \overline Z) = P(E)\cdot P_{E}(\overline Z)=0,1\cdot 0,7\% = 0,07%%

%%P(\overline E)=1-P(E)=1-0,1=0,9%%

%%P(\overline E \cap Z) = P(\overline E)\cdot P_{\overline E}(Z)=0,9\cdot \frac56 = 0,75%%

Schreibe diese Werte in eine Vierfeldertafel.

%%E%%

%%\overline E%%

%%Z%%

%%0,75%%

%%\overline Z%%

%%0,07%%

%%0,1%%

%%0,9%%

%%1%%

Nun kannst du weitere Werte berechnen:

%%P(E \cap Z) = P(E)-P(E \cap \overline Z)=0,1-0,07=0,03%%

%%P(\overline E \cap \overline Z)=P(\overline E)-P(\overline E \cap Z)=0,9-0,75=0,15%%

Füge diese in die Vierfeldertafel ein:

%%E%%

%%\overline E%%

%%Z%%

%%0,03%%

%%0,75%%

%%\overline Z%%

%%0,07%%

%%0,15%%

%%0,1%%

%%0,9%%

%%1%%

Damit kannst du die restlichen Werte berechnen:

%%P(Z)=(Z \cap E) + P(Z \cap \overline E)=0,03 + 0,75 = 0,78%%

%%P(\overline Z)=P(\overline Z)+P(\overline Z \cap \overline E) = 0,07+0,15 = 0,22%%

Damit ergibt sich die vollständige ausgefüllte Vierfeldertafel als:

%%E%%

%%\overline E%%

%%Z%%

%%0,03%%

%%0,75%%

%%0,78%%

%%\overline Z%%

%%0,07%%

%%0,15%%

%%0,22%%

%%0,1%%

%%0,9%%

%%1%%

Teilaufgabe 2

Wie aus der Vierfeldertafel aus Teilaufgabe 1 ersichtlich wird gilt %%P(Z)=0,78=78\% %%. Damit hat sich der Zufriedenheitswert gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozentpunkt verbessert. Der Geschäftsführer hat somit Unrecht.

Teilaufgabe 3

Obwohl sich die Zufriedenheitswerte der Fahrgäste erster Klasse von 45% im Vorjahr auf 30% in diesem Jahr und der Fahrgäste zweiter Klasse von 85% im Vorjahr auf %%\frac56\approx83,3\% %% in diesem Jahr verschlechtert haben sind sie bei Betrachtung aller Fahrgäste von 77% auf 78% gestiegen. Wie ist dies möglich? Stelle dazu eine Vierfeldertafel für das Vorjahr auf.

Gegeben sind folgende Werte:

%%P(Z)=77\%=0,77%%

%%P_{\overline E}(Z)=85\%=0,85%%

%%P_{E}(Z)=45\%=0,45%%

Bezeichne die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fahrgast erster Klasse fährt mit %%x\;(P(E)=x)%%. Dann gilt nach der Formel für die bedingte Wahrscheinlichkeit:

%%P(E \cap Z)=P(E) \cdot P_{E}(Z)=0,45 \cdot x%%

%%P(\overline E \cap Z)=P(\overline E) \cdot P_{\overline E}(Z)=0,85 \cdot (1-x)%%

Desweiteren gilt die Gleichung:

%%P(Z)=P(E \cap Z) + P(\overline E \cap Z)%%

Setze die Werte ein.

%%0,77=0,45 \cdot x + 0,85 \cdot (1-x)%%

Löse nach %%x%% auf.

%%0,77=0,45 \cdot x -0,85 \cdot x + 0,85%%

%%0,77=-0,4\cdot x + 0,85%%

%%\mid +0,4 \cdot x \mid-0,77%%

%%0,4 \cdot x = 0,08%%

%%\mid :0,4%%

%%x=0,2%%

Damit kannst du die Werte in die Vierfeldertafel einsetzen, indem du in die obigen Formeln das %%x%% einsetzt.

%%P(E \cap Z)=P(E) \cdot P_{E}(Z)=0,45 \cdot 0,2=0,09%%

%%P(\overline E \cap Z)=P(\overline E) \cdot P_{\overline E}(Z)=0,85 \cdot (1-0,2)=0,68%%

Setze nun in die Vierfeldertafel ein.

%%E%%

%%\overline E%%

%%Z%%

%%0,09%%

%%0,68%%

%%0,77%%

%%\overline Z%%

%%0,2%%

%%0,8%%

%%1%%

Nun kann man die restlichen Werte leicht bestimmen:

%%P(E \cap \overline Z)= P(E) - P(E \cap Z) = 0,2 - 0,09 = 0,11%%

%%P(\overline E \cap \overline Z)= P(\overline E) - P(\overline E \cap Z) = 0,8 - 0,68 = 0,12%%

%%P(\overline Z) = 1 - P(Z) = 1 - 0,77 = 0,23%%

Erstelle nun die vollständig ausgefüllte Vierfeldertafel für das Vorjahr:

%%E%%

%%\overline E%%

%%Z%%

%%0,09%%

%%0,68%%

%%0,77%%

%%\overline Z%%

%%0,11%%

%%0,12%%

%%0,23%%

%%0,2%%

%%0,8%%

%%1%%

Der Umstand, dass sich trotz der Verschlechterung der Zufriedenheitswerte bei den Fahrgästen erster und zweiter Klasse insgesamt eine Verbesserung der Zufriedenheitswerte ergibt, ist also der Tatsache geschuldet, dass sich das Fahrgastverhalten dahingehend geändert hat, dass deutlich mehr Fahrgäste zweiter Klasse fahren als im Vorjahr und dort die Zufriedenheitswerte im Vergleich zur ersten Klasse nur sehr leicht gesunken sind.

In der Serlo-Schule benutzen 81% der Jugendlichen der Altersklasse 12-18 Jahren Serlo, um sich auf ihre Mathearbeiten vorzubereiten. 42% der Schüler sind Serlo-Nutzer und zwischen 15 und 18 Jahren und versuchen im Zuge ihrerer Tutorenarbeit 11% der Schüler im Alter von 12-14 Jahren, die keine Serlo-User sind, dazu zu überreden es auch zu benutzen.

Erstelle hierzu eine Vierfeldertafel.

%%S%% = Serlo-Nutzer

%%\overline S%% = Kein Serlo-Nutzer

Lese die Informationen aus dem Text heraus.

12-18 Jahre sind S = 81%

15-18 Jahre sind S = 42%

12-14 Jahre sind %%\overline S%% = 11%

1.Schritt: Trage alle bisher bekannten Informationen ein.

Altersklasse in Jahren

%%S%%

%%\overline S%%

Gesamt

12-14

11%

15-18

42%

Gesamt

81%

100%

100% - 81% = 19%

81% - 42% = 39%

2.Schritt: Füge alle errechenbare Werte ein.

Altersklasse in Jahren

%%S%%

%%\overline S%%

Gesamt

12-14

39%

11%

15-18

42%

Gesamt

81%

19%

100%

39% + 11% = 50%

19% - 11% = 8%

3.Schritt: Füge alle errechenbare Werte ein.

Altersklasse in Jahren

%%S%%

%%\overline S%%

Gesamt

12-14

39%

11%

50%

15-18

42%

8%

Gesamt

81%

19%

100%

100% - 50% = 50%

4.Schritt: Füge den letzten errechenbaren Wert ein.

Altersklasse in Jahren

%%S%%

%%\overline S%%

Gesamt

12-14

39%

11%

50%

15-18

42%

8%

50%

Gesamt

81%

19%

100%

Ein Getränkeautomat ist defekt. Jemand wirft 1 € ein. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass er ein Getränk erhält, ist 0,5. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Apparat ein Getränk und den Euro wieder auswirft, ist %%\frac13%%. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass er kein Getränk bekommt und den Euro zurückerhält, ist %%\frac16%%.

  1. Gib einen Ergebnisraum an.

  2. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man ein Getränk bekommt und es bezahlt hat?

  3. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man weder ein Getränk erhält, noch seinen Euro zurückbekommt?

  4. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man ein Getränk bekommt und trotzdem seinen Euro zurückbekommt?

  5. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man entweder ein Getränk erhält oder seinen Euro zurückbekommt?

Teilaufgabe 1

Berechne den Ergebnisraum:

Definiere die in der Aufgabe benannten Ereignisse:

G:= "Man erhält ein Getränk"

E:= "Man erhält den Euro wieder zurück"

Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, dafür, was passieren kann:

  • Der Automat gibt ein Getränk und den Euro wieder aus.
  • Der Automat gibt kein Getrank, aber den Euro aus.
  • Der Automat gibt ein Getränk, aber den Euro nicht aus.
  • Der Automat gibt weder das Getränk noch den Euro aus.

In einem Ergebnisraum %%\Omega%% dargestellt ergibt dies: %%\Omega=\left\{\begin{pmatrix}E&G\end{pmatrix};\;\begin{pmatrix}\overline{G}&E\end{pmatrix};\;\begin{pmatrix}G&\overline{E}\end{pmatrix};\;\begin{pmatrix}\overline{G}&\overline{E}\end{pmatrix}\right\}%%

Alternative Lösung:

%%\Omega=\left\{\begin{pmatrix}1&0\end{pmatrix};\;\begin{pmatrix}1&1\end{pmatrix};\;\begin{pmatrix}0&0\end{pmatrix};\;\begin{pmatrix}0&1\end{pmatrix}\right\}%%  

Eine 1 bzw 0 an erster Stelle bedeutet, dass der Verbraucher das Getränk erhält bzw. nicht erhält.

Eine 1 bzw 0 an zweiter Stelle steht für den Betrag den der Verbraucher zahlen muss.

%%\begin{pmatrix}1&0\end{pmatrix}%% bedeutet also z.B., dass der Verbraucher ein Getränk erhält und der Automat den Euro wieder auswirft.

Teilaufgabe 2

Schreibe die Wahrscheinlickeiten aus der Angabe auf:

%%P(G)=\frac12%%

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man ein Getränk erhält.

%%P(G\cap E)=\frac13%%

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man das Getränk und auch wieder den Euro bekommt.

%%P(\overline G\cap E)=\frac16%%

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man kein Getränk bekommt und den Euro zurückerhält.

Gib die gesuchte Wahrscheinlichkeit an:

Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit:

%%P(G\cap\overline E)%%

Die Wahrscheinlichkeit, dass man ein Getränk bekommt und dafür bezahlen muss, man das Geld also nicht wieder zurückbekommt.

Stelle die Vierfeldertafel auf:

%%G%%

%%\overline G%%

%%E%%

%%\frac13%%

%%\frac16%%

%%\overline E%%

%%\frac12%%

%%1%%

Vervollständige die Vierfeldertafel:

%%G%%

%%\overline G%%

%%E%%

%%\frac13%%

%%\frac16%%

%%\frac12%%

%%\overline E%%

%%\frac16%%

%%\frac13%%

%%\frac12%%

%%\frac12%%

%%\frac12%%

%%1%%

Lese die gesuchte Wahrscheinlichkeit ab:

%%P(G\cap\overline E)=\frac16%%

Teilaufgabe 3

Gib die gesuchte Wahrscheinlichkeit an:

Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit:

%%P(\overline G\cap\overline E)%%

Die Wahrscheinlichkeit, dass man kein Getränk bekommt und der Automat den Euro behält.

Betrachte die Vierfeldertafel aus Teilaufgabe 2 und lese den gesuchten Wert ab.

%%G%%

%%\overline G%%

%%E%%

%%\frac13%%

%%\frac16%%

%%\frac12%%

%%\overline E%%

%%\frac16%%

%%\frac13%%

%%\frac12%%

%%\frac12%%

%%\frac12%%

%%1%%

%%P(\overline G\cap\overline E)=\frac13%%

Teilaufgabe 4

Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit:

%%P(G\cap E)%%

Die Wahrscheinlichkeit, dass man ein Getränkt bekommt und den Euro zurückerhält.

Dieses Ergebnis ist bereits in der Angabe enthalten (siehe Teilaufgabe 2):

%%P(G\cap E)=\frac13%%

Teilaufgabe 5

Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit:

%%P\left[( G\cap\overline E)\cup ( \overline G\cap E )\right]%%

Die Wahrscheinlichkeit, dass man ein Getränk erhält und dafür gezahlt hat oder kein Getränk erhält und man den Euro wieder bekommt.

Formuliere die Wahrscheinlichkeit um:

%%P\left[( G\cap\overline E)\cup ( \overline G\cap E )\right]=%%

%%=P( G\cap\overline E)+ P( \overline G\cap E )%%

Dies ist so möglich, weil die Mengen %%( G\cap\overline E)%% und %%( \overline G\cap E )%% disjunkt sind.

Betrachte die Vierfeldertafel aus Teilaufgabe 2 und lese die gesuchten Werte ab.

%%G%%

%%\overline G%%

%%E%%

%%\frac13%%

%%\frac16%%

%%\frac12%%

%%\overline E%%

%%\frac16%%

%%\frac13%%

%%\frac12%%

%%\frac12%%

%%\frac12%%

%%1%%

%%P\left[( G\cap\overline E)\cup ( \overline G\cap E )\right]=P( G\cap\overline E)+ P( \overline G\cap E )=\frac16 + \frac16 = \frac26 = \frac13%%

196 deiner 440 Facebook-Freunde haben ihren Beziehungsstatus nicht angegeben. Da du aber alle persönlich kennst, weißt du, dass insgesamt 288 deiner Facebook-Freunde in einer Beziehung sind. 116 derer, die ihren Beziehungsstatus angegeben haben, sind single.

  1. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die Vierfeldertafel, die du mit den Informationen aus dem Text ermitteln kannst.
  • Erstelle eine vollständig ausgefüllte Vierfeldertafel.
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand in einer Beziehung ist und dies auch bei Facebook angibt?
  • Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der Single ist, dies auch bei Facebook angibt? (Achtung!)

Die Schule l'école du futur hat %%720%% SchülerInnen, davon besuchen seit einem Jahr %%5\% %% nachmittags die Serlo Lab School, wo sie selbständig Mathe lernen.
Die Vector Stiftung möchte Serlo weiterhin fördern, wenn die Ziele der Lab School erfüllt werden. Daher will die Stiftung wissen, ob die Ereignisse

%%L%%: SchülerIn besucht die Lab School.
%%S%%: SchülerIn kann selbständig lernen und traut sich zu, die Schule zu schaffen.

stochastisch abhängig sind.

Schüler lernen in der Serlo Lab School

In einer Umfrage an der Schule ergibt sich folgendes Bild:

  • %%32%% SchülerInnen die in die Lab School gehen, schätzen sich als selbstständig ein und sagen, sie können Mathe meistern.
  • %%272%% der SchülerInnen, die nicht die Lab School besuchen, wissen oft nicht weiter, wenn sie etwas nicht verstehen und haben Angst, wegen Mathe die Schule nicht zu schaffen.

Entscheide, ob die Vector Stiftung Serlo weiterhin fördern sollte.

Das ist leider falsch. Wenn du nicht weiter weißt, sieh dir den Tipp oder die Musterlösung an.

Das ist korrekt! Hoffentlich sieht das die Vector Stiftung genauso.. Die SchülerInnen in der Lab School und das Team von Serlo würden sich natürlich freuen :)

Lösung mit Hilfe einer Vierfeldertafel

Die Vector Stiftung möchte Serlo unterstützen, wenn die Ereignisse %%L%% und %%S%% stochastisch abhängig sind. Es bietet sich also an, zunächst alle gegebenen Daten aus dem Text herauszusuchen und die absoluten Häufigkeiten in einer Vierfeldertafel darzustellen.

Die leere Vierfeldertafel sieht so aus:

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{S} & \mathrm{\overline S} & \ \\ \hline \mathrm{L} & \mathrm{ } & \mathrm{ } & \mathrm{ } \\ \hline \mathrm{\overline L} & \mathrm{} & \mathrm{} & \mathrm{} \\ \hline \ & \mathrm{} & \mathrm{} & \mathrm{} \\ \end{array}$$

  • Die Schule hat %%720%% SchülerInnen.

  • %%5\% %% dieser SchülerInnen besuchen die Lab School.
    %%\Rightarrow%% %%5\% %% von %%720%% berechnest du so: %%720 \cdot 0,05 = 36%%

  • %%32%% SchülerInnen der Lab School bewerten sich positiv bezüglich ihrer Medienkompetenz und Selbstständigkeit.
    %%\Rightarrow%% %%\left|L\cap S\right|\;=\:32%%

  • %%272%% SchülerInnen, die nicht die Lab School besuchen, zeigen wenig Selbstbewusstsein in den untersuchten Bereichen.
    %%\Rightarrow%% %%\left|\overline{L}\cap \overline{S}\right|\;=\:272%%

Nun kannst du die Vierfeldertafel ausfüllen und die restlichen Werte berechnen.

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{S} & \mathrm{\overline S} & \ \\ \hline \mathrm{L} & \mathrm{32} & \mathrm{} & \mathrm{36} \\ \hline \mathrm{\overline L} & \mathrm{} & \mathrm{272} & \mathrm{} \\ \hline \ & \mathrm{} & \mathrm{} & 720 \\ \end{array}$$

  • %%\left|L\cap \overline{S}\right|\;=\:36 - 32 = 4%%

  • %%\left|\overline{L}\right|\;=\:720 - 36 = 684%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{S} & \mathrm{\overline S} & \ \\ \hline \mathrm{L} & \mathrm{32} & \mathrm{\color{#CC0000}{4}} & \mathrm{36} \\ \hline \mathrm{\overline L} & \mathrm{} & \mathrm{272} & \mathrm{\color{#CC0000}{684}} \\ \hline \ & \mathrm{} & \mathrm{} & 720 \\ \end{array}$$

  • %%\left|\overline{L}\cap S\right|\;=\: 684 - 272 = 412%%

  • %%\left|\overline{S}\right|\;=\:4+272 = 276%%

$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{S} & \mathrm{\overline S} & \ \\ \hline \mathrm{L} & \mathrm{32} & \mathrm{4} & \mathrm{36} \\ \hline \mathrm{\overline L} & \mathrm{\color{#CC0000}{412}} & \mathrm{272} & \mathrm{684} \\ \hline \ & \mathrm{} & \mathrm{\color{#CC0000}{276}} & 720 \\ \end{array}$$

  • %%\left|S\right|\;=\:32+412= 444%%
    oder
  • %%\left|S\right|\;=\:720 - 276 = 444%%

Die vollständige Vierfeldertafel sieht dann wie folgt aus:
$$\begin{array}{c|c|c|c} \ & \mathrm{S} & \mathrm{\overline S} & \ \\ \hline \mathrm{L} & \mathrm{32} & \mathrm{4} & \mathrm{36} \\ \hline \mathrm{\overline L} & \mathrm{412} & \mathrm{272} & \mathrm{684} \\ \hline \ & \mathrm{\color{#CC0000}{444}} & \mathrm{276} & 720 \\ \end{array}$$

Nun kannst du bestimmen, ob %%S%% und %%L%% stochastisch unabhängig sind, indem du prüfst, ob %%P(L\cap S)\;= P(L) \cdot P(S)%% gilt.

%%P(L\cap S)\;=\frac{32}{720}\approx0,044%%
%%P(L)\cdot P(S)\;=\;\frac{36}{720}\cdot\frac{444}{720}\approx0,031%%

%%\Rightarrow%% Somit ist %%P(L\cap S)\;\neq P(L)\cdot P(S)%% und die beiden Ereignisse %%S%% und %%L%% sind stochastisch abhängig.

Die Vector Stiftung sollte Serlo also weiterhin unterstützen.

Kommentieren Kommentare